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Bad Homburger unterstützten Krankenstation in Tanzania 09.05.2008

Benefizikonzert für „Ashe Engai“ am 18. Mai in der Heilig-Kreuz-Kirche

Besuch aus Deutschland: Axel Bug überbrachte in Tanzania Spenden aus Bad Homburg. Foto: BugBAD HOMBURG. – „Wir bewirken dort sehr viel!“ Axel Bug (51) ist in der Pfarrei St. Marien einer der Sprecher des Förderkreises „Ashe Engai“ für die gleichnamige Krankenstation in Tanzania. Zusammen mit seiner Tochter Tanja (23) konnte er sich im letzten Jahr bei einem Besuch in Sabuko persönlich davon überzeugen, dass die Spenden der Bad Homburger Katholiken für ihre afrikanischen Partner gut angelegt sind. Seit 1992 wird hier im Kilimanjarogebiet der Aufbau und der Betrieb einer dringend benötigten „Dispensary“ für Kranke und werdende Mütter finanziert. Der Fortbestand der Station in einem der ärmsten Länder der Welt ist ohne Unterstützung aus Deutschland nicht möglich. Am Sonntag, 18. Mai, lädt daher der Förderkreis zu einem Benefizkonzert ein. Um 17 Uhr führen das Collegium Vocale Bad Homburg und der Chor der Gemeinde zusammen mit zahlreichen Solisten in der Heilig-Kreuz-Kirche Werke von Bach, Beethoven und Mendelssohn auf. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

„Ashe Engai“ heißt auf Deutsch „Gott sei Dank“: Dass der Name der Krankenstation wie ein Stoßseufzer klingt, hat gute Gründe. Die medizinische Versorgung in dem weitläufigen Gebiet war völlig unzureichend, als vor 15 Jahren die Partnerschaft zwischen der Pfarrei Heilig Kreuz, heute Filialkirche von St. Marien, und der katholischen Pfarrei in Sabuko begann. Eine Krankenversicherung gibt es nicht, die Behandlung ist für die meisten Bewohner viel zu teuer. Durch Kollekten in den Gottesdiensten und mit großzügigen Spenden ermöglichten die Gemeindemitglieder von Heilig Kreuz Bau und Unterhalt der Krankenstation, in der inzwischen rund 70 Kranke täglich behandelt werden. Die angeschlossene Mutter- und Kindstation trägt zudem seit vielen Jahren dazu bei, die sehr hohe Kindersterblichkeit zu verringern. Werdende Mütter werden medizinisch betreut und in Fragen der Hygiene und gesunden Ernährung unterrichtet.

Zu hundert Prozent und ganz ohne Abzüge kommt das in Bad Homburg gesammelte Geld in „Ashe Engai“ an, das ist Axel Bug und den rund 30 Mitgliedern des Förderkreises ein besonders Anliegen. „Jeder Cent wird persönlich übergeben und nach Tanzania gebracht“, versichert Bug. Möglich ist dies durch die auch im Hochtaunus vertretene Priestergemeinschaft Opus Spiritus Sancti (Werk des Heiligen Geistes), die ein Zentrum in Sabuko hat und die dortige Pfarrei und die Krankenstation betreut. Mehrmals im Jahr reisen Priester von hier nach dort und nehmen dabei Spenden aus Bad Homburg mit.

Auch Axel Bug und seine Tochter waren nicht mit leeren Händen in Tanzania. Der Diplomingenieur, bis letztes Jahr Verwaltungsratsvorsitzender von Heilig Kreuz, hatte 2000 Euro Spenden des Förderkreises dabei, seine Tochter, die 2004 bereits ihr Praktikum in Sabuko absolviert hatte, konnte 415 Euro vom Jubiläumskonzert der Band Heaven Seven übergeben. Der Kindergarten Heilig Kreuz hatte zudem für die beiden Kindergärten vor Ort zehn Kilogramm Spielsachen und 600 Euro beigesteuert. Die beiden Deutschen zeigten sich nach ihrem Besuch vor allem fasziniert von der großen Fröhlichkeit der Menschen inmitten bitterer Armut. „Das ist eine andere Welt“, schwärmt Bug, der sich ganz sicher ist: „Ich war nicht zum letzten Mal dort!“ (rei)