Meldungen

Meldungsliste

Rote Karte für den Weihnachtsmann 20.11.2009

Jugendverband setzt auf den Nikolaus als Symbolträger im Advent

Bischofsstab und Mitra sind Erkennungszeichen des heiligen Bischofs Nikolaus. Der BDKJ Limburg macht im Advent die Unterschiede zum Weihnachtsmann deutlich. Foto: Bistum LimburgLIMBURG. Sie sehen sich ähnlich, könnten unterschiedlicher aber wohl kaum sein: Dargestellt mit langem Bart und rotem Gewand sieht man sie in der Advents- und Weihnachtszeit. Deshalb werden sie auch oft verwechselt. Dabei ist der eine, der Weihnachtsmann, die Werbeikone eines großen Getränkeunternehmens und der andere, der Nikolaus, einer der beliebtesten Heiligen der Kirchengeschichte.

„Nikolaus ist ein Nothelfer, ein Schutzpatron für Kinder, einer der in Erinnerung ruft Gutes zu tun, an den Nächsten zu denken, und Freude zu schenken“, erklärt Peter Fischedick vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Limburg. Trotz dieser positiven Eigenschaften hat der Nikolaus nach Auffassung des Referenten, immer mehr an Bedeutung und Popularität verloren. Der Weihnachtsmann hingegen ist in den Augen der Initiatoren nur eine Kunstfigur ist, eine, die den Handel und Umsatz steigern soll und für Konsum steht.

Der BDKJ Limburg stellt sich gegen diese Entwicklung und hat eine Kampagne mit dem Leitwort „Den Weihnachtsmann gibts nicht! Herzlichst Euer Nikolaus“ initiiert. „Damit zeigen wir dem Weihnachtsmann die Rote Karte. Als katholischer Jugendverband stehen wir für die Werte, die der Heilige Nikolaus vertritt und gegen die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes“, sagt der Vorsitzende des BDKJ, Tobias Schirmer. Mit Postkarten, Plakaten und Bannern auf denen das Leitwort steht und ein durchgestrichener Weihnachtsmann zu sehen ist, will der BDKJ bistumsweit ein Zeichen setzen und den ursprünglichen Sinn der Adventszeit hinweisen. „Im Advent geht es um die Vorbereitung auf das Fest der Geburt Christi und nicht um Maße und Konsum“, sagt Tobias Schirmer.

Der Jugendverband arbeitet bei der Aktion mit dem Fair-Handelshaus Gepa zusammen. Gepa hat einen Nikolaus mit Bischofshut (Mitra) und Stab aus fair gehandelter Schokolade entwickelt und bietet diese Figur in drei verschiedenen Größen an. „So rücken wir nicht nur den heiligen Nikolaus in den Blick, sondern treten auch für den fairen Handel und eine gerechtere Weltwirtschaft ein“, sagt Peter Fischedick. Um dieses Anliegen noch deutlicher zu machen, hat der BDKJ ein weiteres Motiv und dem Motto (Freude schenken statt Konsumweihnacht) entwickelt. „Wir wollen damit junge Menschen sensibilisieren nicht einfach nur zu kaufen, sondern sich im Vorfeld auch über die Produkte Gedanken zu machen.

Die Plakate und Postkarten werden nun bistumsweit verteilt. Im Advent soll es zudem Informationsstände in Limburg geben. „Wir wollen mit unserer Kampagne Jugendgruppen, Pfarreien und Pastorale Räume anregen, eigene Aktionen zu planen und so unsere Anliegen mit zu tragen“, betont Sebastian Frei, Referent beim BDKJ Limburg.

Weitere Informationen zur Kampagne im Internet unter www.bdkj-limburg.de. (StS)