LIMBURG. „Die Kampagne ‚Eine Welt fairstärken’ hat den Fairen Handel aus der Nische geholt und ein attraktives Gesicht in der Öffentlichkeit gegeben.“ Dieses Fazit hat Winfried Montz zum Abschluss der Jahreskampagne für den gerechten Handel im Bistum Limburg gezogen. Für den Erfolg und die positive Resonanz sind nach Auffassung des Leiters der Abteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat die vielfältigen Aktionen und Aktivitäten innerhalb der Kampagne, der ehrenamtliche Einsatz vieler Gläubigen in den Gemeinden und das persönliche Engagement von Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst verantwortlich.
Insgesamt 110 Pfarreien sowie acht Einrichtungen und Verbände der Diözese haben im Rahmen der Bistumskampagne beschlossen, fair gehandelte Produkte zu nutzen und den Verkauf vor Ort in den kommenden drei Jahren zu fördern. „An mehr als 50 Orten ist die Talente-Aktion mit Produkten aus fair gehandelten Mangos aufgegriffen worden“, berichtete Montz. Mit Fantasie und Kreativität sei das Anliegen des Fairen Handels so in Jugendgruppen, Seniorenkreisen, in der Stadtteilarbeit und im kirchlichen Leben vieler Kirchengemeinden umgesetzt worden. „Allein mit der Talente-Aktion konnten wir ganz unterschiedliche Personen-, Alters- und Zielgruppen erreichen“, erklärte Winfried Montz.
Für ein Plakat stellten 55 Personen ein Portraitfoto zur Verfügung und gaben ein persönliches Statement zum Fairen Handel ab. „Durch diese Bereitschaft hat die Kampagne in der Diözese konkrete Gesichter bekommen. Mehr als 25 Prozent dieser Gesichter stammen aus dem öffentlichen Leben“, sagte Montz.
Höhepunkt der Kampagne war das Kreuzfest am 20. September in Limburg: Die Organisatoren haben dabei ein Bühnenprogramm mit Musik-, Tanz- und anderen Informationselementen präsentiert. Dabei hat Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst die 110 Kirchengemeinden und die zwölf Gruppen, die bei der Talente-Aktion mitgemacht haben, ausgezeichnet. „Bei der Verpflegung haben wir zudem regionale und fair gehandelte Produkte verwendet“, erklärte Montz.
Neben diesen öffentlichen Aktionen im Bistum Limburg hat die Kampagne „Eine Welt fairstärken“ nach Auffassung der Verantwortlichen auch das Miteinander mit anderen Organisationen im Bereich des Fairen Handels gestärkt. „Wir konnten die Frage nach der Wirkung des Fairen Handels mit Partnern aus Wirtschaft und Sozialverbänden kontrovers und konstruktiv diskutieren“, sagte Winfried Montz. Auch die Zusammenarbeit mit Partnern auf den Philippinen wurde ausgebaut.
Das Limburger Partnerbistum Alaminos habe die Kampagne im Internet begleitet und von der Kinderrechts- und Fairhandelsorganisation PREDA seien Pater Shay Cullen und Alex Hermoso in der Bischofsstadt an der Lahn zu Gast gewesen. „PREDA und das Bistum Alaminos wollen künftig stärker kooperieren“, so Montz.
Das Bistum Limburg will die erreichten Ziele der Kampagne in den kommenden Jahren weiterführen. „Wir wollen den Kontakt in die Kirchengemeinden, den wir durch die Aktion ‚100 Gemeinden handeln fair’ aufgebaut haben, weiterführen“, betont Montz. Außerdem sollen weitere kirchliche Großverbraucher für fair gehandelte Produkte gewonnen werden.
Weitere Informationen zur Kampagne gibt es im Internet unter www.eine-welt-fairstaerken.de.

