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Den Karren anpacken

Gemeindereferenten diskutieren auf Vollversammlung über ihren Beruf, sich verändernde Rollen und Kirchenentwicklung
Den Karren anpacken
Den Karren anpacken
© clm/Bistum Limburg

Anpacken und Kirche in Bewegung bringen – dazu hat Domkapitular Georg Franz die Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten im Bistum Limburg ermutigt. „Wir sind diejenigen, die im Pastoralen Dienst Dinge in die Hand nehmen können, die bewegen können und das eine zum anderen bringen können. Wir bewegen was. Wir bringen was“, sagte der Personaldezernent der Diözese am 5. Juni im Limburger Priesterseminar.  Mehr als 50 Gemeindereferenten aus dem gesamten Bistum nahmen an der Vollversammlung unter dem Motto „du.bringst.was“ teil.

Kirchenentwicklung muss Anliegen aller Seelsorger sein

„Es sind anspruchsvolle Zeiten, weil wir schon sehr lange in Zeiten der Veränderungen stehen“, sagte Franz mit Blick auf die Gründung der größeren Pfarreien neuen Typs und den Prozess der Kirchenentwicklung. Die Arbeit der Gemeindereferenten und die Rolle der Seelsorger hätten sich verändert. Auch die Belastungen habe in den vergangenen Jahren zugenommen. Dennoch seien die Seelsorger aufgerufen, mitzugestalten, wenn es um die Kirche der Zukunft gehe. Kirchenentwicklung sei nicht nur das Anliegen von Bischof Georg Bätzing, sondern letztendlich auch das aller Mitarbeiter in der Seelsorge, „weil es ja in unserem Dienst und unserem Glauben um die Zukunft von Kirche geht“.

Kirchenentwicklung sei keine leichte Aufgabe. In vielen Gremien und Gruppen im Bistum Limburg reife derzeit aber die Einsicht, „dass wir das Paket, die Karre anpacken müssen“. Dazu brauche es viele Gespräche und Diskussionen, die nicht nur um Strukturen gehen. Kirchenentwicklung beginne damit, über das eigene Verständnis von Kirche zu sprechen und sich über Kirchenbilder auszutauschen. „Ich wünsche mir insbesondere mit den Berufsgruppen im Pastoralen Dienst, dass wir darüber ins Gespräch kommen.“

In mehreren Gesprächsrunden diskutierten die Gemeindereferenten darüber, wie sich ihr Beruf verändert, was sie persönlich motiviert, was sie unter Kirchenentwicklung verstehen und wie sie sich in den Prozess einbringen können. In einer anschließenden Diskussion äußerten Gemeindereferenten den Wunsch, sich mit einer kollegialen Fallberatung untereinander stärker auszutauschen. Zugleich wurde deutlich, dass sich die Seelsorger Coaching-Angebote und Unterstützung wünschen, um Veränderungen besser bewältigen und den Weg der Kirchenentwicklung mitgehen zu können.   

Gemeindereferenten bringen Perspektive der Pfarreien ein

„Kirchenentwicklung ist ein wichtiger Bereich, den wir voranbringen möchten“, betonte auch Bernhard Harjung, Vorsitzender der Bezirkssprecherkonferenz der Berufsgruppe. Gemeindereferenten könnten den „Blick der Pfarreien“ in den Entwicklungsdialog einbringen. Möglichkeiten für die Seelsorger, mitzugestalten und mitzuarbeiten, gebe es in vielen synodalen Gremien und Ausschüssen. „Ich habe heute Mittag einen neuen Geist gespürt. Wir haben einen tollen Beruf. Machen wir was daraus!“

© clm/Bistum Limburg