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Ein Fest für einen neuen Seligen

Pallottiner und Bistum laden zur Seligsprechung von Pater Richard Henkes SAC ein
Ein Fest für einen neuen Seligen
Ein Fest für einen neuen Seligen
"Einer muss da sein es zu sagen" - Das ist das Leitwort der Seligsprechung. © Bistum Limburg

Mit Blick auf den Aufbau ist der Limburger Dom ab Mittwoch, 11. September, bis Samstag, 14. September, geschlossen. Die Gottesdienste finden in dieser Zeit in der Stadtkirche statt. Am Tag der Seligsprechung wird der Dom ab 12.30 Uhr geöffnet sein. 

Die Vorbereitungen für die erste Seligsprechung im Bistum Limburg laufen auf Hochtouren. Am kommenden Sonntag, 15. September, wird der Pallottinerpater Richard Henkes aus Ruppach-Goldhausen in Limburg selig gesprochen. Die Seligsprechung mit Kurt Kardinal Koch, dem Vertreter des Papstes, beginnt um 14 Uhr im Hohen Dom zu Limburg. Die Liturgie wird live auf die Domplatte und in die Stadtkirche übertragen. Insgesamt werden mehr als 1.200 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Zudem wird es einen Livestream auf www.bistumlimburg.de geben. 

Gäste aus dem In- und Ausland

Viele wollen das besondere Ereignis für die Pallottiner und die Diözese mitfeiern. So haben Politiker wie die beiden Kultusminister aus Hessen und Rheinland-Pfalz sowie Bischöfe aus dem In- und Ausland ihr Kommen zugesagt. Kardinal Koch wird die Liturgie gemeinsam mit Bischof Dr. Georg Bätzing und dem Generalrektor der Pallottiner aus Rom, Pater Jacob Nampudakam, feiern. Auch zahlreiche Pallottiner, Vertreter anderer Ordensgemeinschaften, der Ökumene, der Ackermann-Gemeinde, des Vereins „Selige von Dachau“ werden unter den Gästen sein. Große Gruppen werden aus Polen, aus Tschechien und aus der Heimat von Henkes, Ruppach-Goldhausen, erwartet. Auch eine Pilgergruppe, die auf einer Fußwallfahrt auf den Spuren von Katharina Kasper und Richard Henkes im Bistum unterwegs ist, wird die Seligsprechung in Limburg miterleben. 


Eifrig geprobt wird zurzeit beim Limburger Domchor und bei den Instrumentalisten, die die festliche Liturgie musikalisch gestalten werden. Unter der Leitung von Domchordirektorin Judith Kunz werden unter anderem Werke aus der Missa de Angelis und der Messe héroique de Jeanne d’ Arc von Henri Nibelle zu hören sein. Die Orgel spielt Domorganist Carsten Igelbrink. 
 

Richard-Henkes-Fest im Bischofsgarten

Nach der Liturgie laden Pallottiner und das Bistum alle zum Richard-Henkes-Fest in den Bischofsgarten am Roßmarkt ein. Ein barrierefreier Zugang ist über die Frankfurter Straße gegeben. Im Bischofsgarten können sich die Gäste stärken, miteinander ins Gespräch kommen und mehr über den neuen Seligen erfahren. Auch der Abschluss des Tages, das feierliche Abendlob um 19 Uhr in der Pallottinerkirche St. Marien, wird ein Höhepunkt des Tages sein. Anschließend wird zum Beisammensein im Richard-Henkes-Saal (Unterkirche) eingeladen. 
Für die Sicherheit der Teilnehmer an der Seligsprechung auf dem Domberg und im Bischofsgarten sorgen die ehrenamtlichen Helfer des Malteser Sanitätsdienstes. Sie werden mit vier Teams mit jeweils zwei Helfern, einem Rettungswagen sowie zwei Erstversorgungstrupps vor Ort sein und eine mobile Sanitätsdienststelle betreiben.

Gäste, die mit dem Auto nach Limburg kommen, werden gebeten, die öffentlichen Parkplätze und Parkhäuser in der Stadt zu nutzen. Kostenlose Parkflächen stehen zudem „Am Marktplatz“ in der Ste.-Foy-Straße zur Verfügung. 

Für alle organisatorischen Fragen rund um die Seligsprechung hat das Bistum eine Telefonhotline unter 06431/295889 geschaltet, auch am Tag der Seligsprechung ist die Hotline geschaltet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.richard-henkes.bistumlimburg.de.
 

Hotline für Fragen rund um die Seligsprechung
Roßmarkt 465549Limburg
Tel.:06431 295 889

Hintergrund 

„Die Seligsprechung von Pater Henkes soll ein Fest für die Pallottiner, für das Bistum, für die Heimat des neuen Seligen, Ruppach-Goldhausen im Westerwald, und für die tschechischen Gäste werden“, sagt Bischof Dr. Georg Bätzing. Für ihn ist Henkes, der wegen regimekritischer Predigten in seiner damaligen Pfarrei, die heute in Tschechien liegt, verhaftet wurde und sich freiwillig im Block 17 im Konzentrationslager Dachau einschließen ließ, um sich um typhuskranke Menschen zu kümmern, ein Märtyrer der Menschlichkeit. Er habe sich der Bevormundung des Denkens und Glaubens in der Zeit des Nationalsozialismus mutig entgegengestellt. Und er habe sein Leben für andere Menschen geopfert, nationale Barrieren und Vorurteile überwunden und Verständigung geschaffen. Auch Pater Helmut Scharler SAC, Provinzial der Pallottiner, freut sich auf die Feierlichkeiten in Limburg und hofft, dass die Seligsprechung hilft, vielen Menschen das Leben, das Wirken und die Werte von Richard Henkes bekannt zu machen. „Richard Henkes war ein charismatischer Priester, dessen Persönlichkeit im Laufe seines Dienstes gereift ist und schließlich zur Selbstlosigkeit führte. Sein Eintreten für die Würde jedes Menschen ist gerade für die heutige Zeit ein wichtiges Zeugnis“, so Scharler.