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Ein Geschenk für die Kirche

Bischof feiert mit Erwachsenen ihre Zulassung zur Taufe
Ein Geschenk für die Kirche
Ein Geschenk für die Kirche
Bischof Georg Bätzing legte jedem Taufbewerber die Hand auf als Zeichen der Zuwendung und des Segens.

Jedes Jahr verlassen tausende Menschen die Gemeinschaft der Kirche. Es gibt aber auch erwachsene Frauen und Männer, die sich bewusst für den Glauben entschieden haben und sich taufen lassen wollen. Jedes Jahr sind dies im Bistum Limburg etwa 150 Erwachsene. Mit 30 erwachsenen Taufbewerbern, die an Ostern getauft werden, hat Bischof Dr. Georg Bätzing am ersten Fastensonntag, 10. März, im Hohen Dom zu Limburg, die Zulassung zur Taufe gefeiert. 

„Schön, dass Sie da sind und uns allen Zeugnis von Ihrem Glauben geben. Wir wollen gemeinsam für Sie und für Ihren Glaubensweg beten. Sie wollen sich taufen lassen, weil Sie die Kraft des Glaubens spüren und erfahren haben, dass er eine Kraft für das ganze Leben ist“, sagte der Bischof. Die Feier der Zulassung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Taufe. Die erwachsenen Taufbewerber haben sich oft gemeinsam in einer Gruppe auf ihre Taufe vorbereitet und sind dabei von Seelsorgerinnen und Seelsorgern begleitet worden. Sie haben sich über ihre eigene Glaubenserfahrung ausgetauscht, die Heilige Schrift und den katholischen Glauben kennengelernt. Im Gottesdienst, der mit einer Statio in der Michaelskapelle neben dem Dom begann, stellten sich die Taufbewerber, die aus verschiedenen Pfarreien des Bistums kamen, dem Bischof vor. Viele von ihnen hatten ihre Taufpaten und ein Empfehlungsschreiben ihrer Pfarrei dabei, das sie dem Bischof übergaben. Feierlich zogen sie dann in den Dom ein, wo Bischof Georg und die Gemeinde für die Taufbewerber betete, ihnen die Hand auflegte, sie segnete und so zur Taufe zuließ. Der Bischof beauftragte die zuständigen Seelsorger, den Frauen und Männern an Ostern die sogenannten Sakramente des Christwerdens, die Taufe, die heilige Kommunion und die Firmung zu spenden. Und er beauftragte die Pfarreien, die Taufbewerber auf ihren Glaubenswegen zu begleiten. 

Von Gott berührt

Wenn Menschen in ihren Pfarreien darum bitten, die Taufe zu empfangen, dann haben sie sich bereits von Gott berühren lassen und sind einen Weg im Glauben gegangen. „Sie wenden sich an die Kirche und wollen sich taufen lassen, weil sie Menschen in der Kirche getroffen haben, denen sie glauben und vertrauen. Sie trauen der Kirche zu, ein Ort zu sein, wo ihre Gottesbeziehung gut aufgehoben ist“, sagte Michael Thurn, Bezirksreferent in Frankfurt, der eine große Gruppe von erwachsenen Taufbewerber begleitet hat. Die Gründe, die erwachsene Frauen und Männer bewegen, sich taufen zu lassen sind vielfältig. Bei einem Taufbewerber aus Frankfurt war es der Glaube seiner Ehefrau, der in Berührung mit Gott brachte. Er berichtete, dass er viel mit seiner Frau über Glauben und Kirche diskutiert und gespürt habe, dass es Gott geben muss. Und er berichtete von einem guten persönlichen Austausch mit dem Pfarrer vor Ort. Die Taufe des Sohnes festigte seinen Entschluss „zur Kirche dazugehören“ zu wollen. Bei einem anderen Taufbewerber war es ebenfalls die Partnerin, die ihn mit dem Glauben und der Kirche in Berührung brachte. Er habe sich dann auf den Weg gemacht und so sei in ihm der Glaube reifer geworden und der Wunsch nach dem Sakrament der Taufe gewachsen. 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.erwachsenentaufe.bistumlimburg.de.

Der Korb mit den Empfehlungsschreiben der Heimatpfarreien für die erwachsenen Taufbewerber.