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Ein handfester Skandal und seine Folgen

Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion zum Hofheimer Mess-Festival vor 50 Jahren
Ein handfester Skandal und seine Folgen
Ein handfester Skandal und seine Folgen
Das Mess-Festival im Juni 1971 in Hofheim. © Dr. Christoph Müllerleile

Vor dem Altar in St. Bonifatius standen Getränkekisten, es wurde getanzt und geküsst – mitten in der Kirche! Statt Weihrauch waberte Tabakqualm durchs Kirchenschiff. Auch 50 Jahre danach ist das Hofheimer Mess-Festival in der Erinnerung und Wahrnehmung vieler Katholikinnen und Katholiken im Bistum Limburg und darüber hinaus ein handfester Skandal. Über 650 Jugendliche waren im Juni 1971 zum Jugendgottesdienst nach Hofheim am Taunus gekommen. Das christliche Festival mit zeitgenössischer Kirchenmusik und Tanz sollte die Kirche für Jugendliche attraktiver machen, kirchliches Miteinander sollte modern gestaltet und erlebt werden. Schnell entwickelte sich das innovative Konzept, das bundesweit Aufsehen erregte, zur Zerreißprobe diözesaner Einheit.

Jetzt legt Dr. Joachim Werz, Forschungsstelle „Ordensgeschichte seit der Frühen Neuzeit“, erstmals eine umfassende und facettenreiche Studie des Hofheimer Mess-Festivals vor. In dem 500-seitigen Werk beleuchtet der Autor theologische, historische und liturgische Aspekte des Mess-Festivals. Zudem gelingt ihm eine detaillierte Aufarbeitung der damaligen medialen Rezeption des Events – die Presse überschlug sich seinerzeit in „skandalösen“ Details.

Die Ergebnisse seiner Studie präsentiert Werz am Mittwoch, 20. Oktober, ab 19 Uhr in der Stadthalle Hofheim (Malersaal, Chinonplatz 4). Anschließend diskutieren er und die Theologin Dr. Barbara Wieland, Goethe-Universität Frankfurt am Main, gemeinsam mit den Zeitzeugen Johannes Borgetto, Armin Kopp und weiteren Teilnehmenden von damals die Ereignisse und ihre Auswirkungen und Einflüsse auf das heutige kirchliche Leben. Auch alle Zuhörenden sind herzlich eingeladen, ihre Erinnerungen und Einschätzungen zu teilen und sich in die Diskussion einzubringen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Bitte per E-Mail an stadtarchiv@bistumhofheimlimburg.de oder telefonisch an 06192 - 966550. Einlass nur mit 3G-Nachweis. Es gelten die aktuellen gesetzlichen Vorgaben und Abstands- und Hygieneregeln sowie eine Maskenpflicht (Medizinische OP-Maske oder FFP2-Maske) bis zum Sitzplatz. Das besprochene Buch kann am Veranstaltungsabend vor Ort zum Vorzugspreis von 25 Euro erworben werden.

Veranstalter: Stadtarchiv und Stadtmuseum Hofheim am Taunus in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Main-Taunus (KEB)

Annette Krumpholz
Pressestelle der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg
Domplatz 360311Frankfurt
Tel.:069 8008718-453
 0160 3327279

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