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Ein Herz für die Musik und den Glauben

Prarrer i.R. Klaus Klepper ist im Alter von 72 Jahren gestorben
Ein Herz für die Musik und den Glauben
Ein Herz für die Musik und den Glauben
© St. Marien Bad Homburg/Friedrichsdorf

Pfarrer i.R. Klaus Klepper ist am 4. Juli im Alter von 72 Jahren in seiner Heimatstadt Wiesbaden gestorben. Am 1. Juli 1947 in der hessischen Landeshauptstadt geboren, war er am 22. März 1975 in Simpelveld in Holland zum Priester geweiht worden. Dort hatten die Arnsteiner Patres, denen er zu diesem Zeitpunkt angehörte, ihre Hochschule. Am 1. August wurde er in das Bistum Limburg inkardiniert. In allen Pfarreien, in denen er hier wirkte, „war er ein Seelsorger, der nahe bei den Menschen war, ein offenes Ohr für ihre Anliegen hatte und so die Botschaft des Evangeliums glaubwürdig und authentisch verkündete“, heißt es im Nachruf des Bistums. Das Requiem für den Verstorbenen wird am Freitag, 12. Juli, um 12 Uhr in St. Bonifatius in Friedrichsdorf (Ostpreußenstraße 33b) gefeiert. Die Urnenbeisetzung wird zu einem späteren Zeitpunkt in Bad Schwalbach erfolgen.  

Nach der Priesterweihe hatten ihm die Patres ein  Studium der Musikwissenschaft mit den Schwerpunkten Orgel und Sologesang sowie der Germanistik an der Universität Mainz ermöglicht. Die Verbindung von Musik und Glaube war ihm zeitlebens wichtig. 1979 wurde er Bezirksvikar und Jugendpfarrer im Untertaunus, anschließend mit der Leitung der Pfarrvikarie Maria Himmelfahrt in Driedorf beauftragt und von 1984 bis 1986 zusätzlich stellvertretender Dekan des Dekanates Herborn.

Zum 1. August 1986 übertrug ihm Bischof Franz Kamphaus die Pfarrei St. Peter und Paul in Höhr-Grenzhausen, wo er bis zum 30. April 1994 als Pfarrer wirkte und insbesondere seine musikalischen Fähigkeiten mit in die Arbeit einbrachte. Unter anderem entstand dabei zusammen mit dem Organisten eine CD-Aufnahme mit den Töpferliedern, die Motive aus dem Alten Testament aufgreifen. Zusätzlich war er vom 1. Januar 1990 an Dekan des Dekanates Ransbach, außerdem jweils für einige Monate Pfarrverwalter des Pfarreien St. Markus und St. Antonius in Ransbach-Baumbach und der Pfarrvikarie Mariä Geburt in Marienhausen. Von Mai 1992 bis Dezember 1993 war Klepper zudem Diözesanbeauftragter beim Südwestfunk.

Nach einer Phase der Neuorientierung und der persönlichen Vergewisserung kehrte Pfarrer Klepper im Dezember 1995 in das Bistum zurück und übernahm einen Seelsorgeauftrag in der Pfarrei St. Laurentius in Usingen, bevor er schließlich zum 1. Juni 1996 Pfarrer der Pfarrei St. Bonifatius in Friedrichsdorf wurde. 2003 wurde er Dekan des Dekanates Bad Homburg, dann im Zuge der strukturellen Veränderungen priesterlicher Leiter des Pastoralen Raums Friedrichsdorf und ab Januar 2015 in der neuen Pfarrei St. Marien Bad Homburg-Friedrichsdorf Kooperator.

Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand mit dem 70. Geburtstag war er als Subsidiar weiterhin in den verschiedenen Kirchorten der Pfarrei unermüdlich tätig. Im September vergangenen Jahres erlitt Pfarrer Klepper einen schweren Schlaganfall, vom der sich nicht mehr erholte.