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Geschätzter und engagierter Gesprächspartner

Pfarrer i.R. Edmund Spiegel ist im Alter von 87 Jahren verstorben.
Geschätzter und engagierter Gesprächspartner
Geschätzter und engagierter Gesprächspartner

Das Bistum Limburg trauert um Pfarrer i.R. Edmund Spiegel. Spiegel, der fast sechzig Jahre als Priester wirkte, verstarb am Samstag, 21. September, in Wiesbaden.

Edmund Spiegel wurde am 8. August 1932 in Frankfurt geboren. Nach dem Abitur 1954 studierte er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt Katholische Theologie. Am 8. Dezember 1959 weihte ihn Bischof Dr. Wilhelm Kempf im Limburger Dom zum Priester.

Sein priesterlicher Dienst begann im April 1960 in Eltville, wo er fast fünf Jahre lang als Kaplan tätig war.

Im April 1965 wechselte er für neun Jahre nach Idstein, war Schulpfarrer am Gymnasium und an der Realschule und wirkte zugleich als Seelsorger in Wörsdorf. Intensiv setzte er sich dort für den Aufbau der noch jungen Gemeinde vor Ort ein. Von 1971 bis 1974 war er stellvertretender Dekan im Dekanat Idstein.  

Im Oktober 1974 übernahm Spiegel die Pfarrei St. Georg in Hofheim-Marxheim. Sechs Jahre später kam die Pfarrstelle der benachbarten Pfarrei St. Bonifatius in Hofheim hinzu. Mit Geduld und Geschick meisterte er die zur damaligen Zeit recht unterschiedlichen pastoralen Situationen und Anforderungen. Im Dekanat Hofheim trug er als Stellvertreter des Dekans (1976 bis 1979) sowie als Dekan (bis 1989) Verantwortung. Zudem war er für viele Priesterkandidaten als Praktikumspfarrer Begleiter auf dem Weg eines zeitgemäßen Priestertums.

Zum 1. Oktober 2000 trat Spiegel in den Ruhestand und wurde Hausgeistlicher im Valentinushaus in Kiedrich. Zugleich unterstützte er den Pfarrer von Kiedrich durch priesterliche Dienste. Im Jahr 2005 zog er in das Altenzentrum Antoniusheim nach Wiesbaden und übernahm die Seelsorge im dortigen Haus. Am 8. Dezember 2009 konnte er sein goldenes Priesterjubiläum feiern.

Das Bistum Limburg dankt Edmund Spiegel für seinen priesterlichen Dienst in der Diözese. Das persönliche Gebet, die Förderung eines Gebetslebens und die Verehrung der Eucharistie waren ihm große Anliegen, wie auch sein Engagement für die Legio Mariae. Behutsam und immer der kirchlichen Tradition verpflichtet, bereitete er seine Gemeinden auf die Wandlungen in der Seelsorge vor. Durch sein überzeugendes Beispiel gelang es ihm, in vielen Menschen die Sehnsucht nach einer lebendigen Gottesbeziehung zu wecken. Im Dekanat und Bezirk war er ein engagierter und fairer Gesprächspartner, der auch die Achtung derer genoss, die anderer Meinung waren.

Die Eucharistie für den Verstorbenen wird am Dienstag, 1. Oktober 2019, 12 Uhr, in der Kirche St. Georg (Eichstr. 6) in Hofheim-Marxheim gefeiert; anschließend findet die Beisetzung auf dem dortigen Friedhof (Eichstr. 23) statt.