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Geschwisterlich zusammenleben

pax christi Rhein-Main beschließt Arbeitsschwerpunkt „Asyl- und Migrationspolitik“
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Mit Pfarrer Christian Enke (3.v.r.) wurde ein neuer geistlicher Beirat in den Vorstand des Regionalverbands gewählt. © Kerstin Meinhardt

Die Mitgliederversammlung von pax christi Rhein-Main hat einstimmig beschlossen, sich als Regionalverband nach Ende der Kampagne „Menschenrecht statt Moria“ im Oktober auch weiterhin intensiv für eine menschenrechtskonforme Asyl- und Migrationspolitik einzusetzen. Mit der Kampagne „Menschenrecht statt Moria“ fordert pax christi gemeinsam mit anderen Organisationen die Bundesregierung auf, schnellstmöglich die Evakuierung der Flüchtlingslager an den EU-Außengrenzen voranzutreiben und die illegale Praktik der Pushbacks an den Grenzen sofort zu beenden. Im Rahmen der Kampagne finden zahlreiche Gespräche mit Bundestagsabgeordneten sowie Informations- und Qualifizierungsveranstaltungen statt.

„Seit Beginn der Kampagne konnten wir zwar erfolgreich auf die unmenschliche Situation der Geflüchteten an den EU-Außengrenzen aufmerksam machen. Da die Bundesregierung und weitere europäische Staaten aber nach wie vor blockieren, hat sich die Situation leider nicht verbessert. Deshalb bleiben wir von pax christi Rhein-Main auch in Zukunft an diesem Thema dran“, so Christoph Krauß, Vorstandsmitglied des pax christi-Regionalverbands Limburg-Mainz.

Gemeinsam mit Pfarrer Thomas Schmidt beschäftigten sich die rund 30 Teilnehmenden eingehend mit der Frage: „Wie wollen wir in Zukunft geschwisterlich zusammenleben?“, die sich an der Enzyklika „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus orientierte. Dabei ging es zentral darum, wie die Vision des geschwisterlichen Zusammenlebens aller auf diesem Globus konkret umgesetzt werden könne – auch innerhalb der eigenen Organisation und der eigenen Kirche. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass es viel Wissen darüber gebe, wie ein geschwisterliches Leben aussehen könnte. "Jetzt müssen wir uns an die Umsetzung machen", lautete die Devise.

Die Themen „universelle Geschwisterlichkeit in der Praxis“ und „Asyl- und Migrationspolitik als neuer Schwerpunkt“ wurden in Arbeitsgruppen weiter vertieft. Sowohl hier als auch in den Berichten der verschiedenen Basis- und Projektgruppen wurde deutlich, wie aktiv sich pax christi Rhein-Main – auch während der Coronapandemie – auf verschiedenen Ebenen für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzt, und dabei enge Netzwerke knüpft. Dies zeigt sich auch anhand der zahlreichen öffentlichen Bildungsveranstaltungen, die im gesamten Gebiet des Regionalverbands stattfinden, wie der Kalender belegt: https://pax-christi.de/kalender/

Um die politische Arbeit auch weiterhin nach außen und nach innen mit spirituellen Anregungen zu vervollständigen, wurde mit Pfarrer Christian Enke aus Wetzlar ein neuer geistlicher Beirat in den Vorstand des Regionalverbands gewählt. Er wird in Zukunft neben Michael Baunacke aus Mainz die geistlichen Angebote von pax christi Rhein-Main prägen. Sein Vorgänger Peter Hofacker wurde mit viel Dank aus dem Vorstand verabschiedet.

Die zweite Mitgliederversammlung unter Coronabedingungen im Exerzitienhaus in Hofheim zeigte erneut, wie viel Kraft und Kreativität in der menschlichen Begegnung und dem direkten Austausch stecken. Die Mitglieder zeigten sich dankbar für die Möglichkeit, auch in diesem Jahr unter Coronabedingungen draußen unter alten Bäumen des Exerzitienhauses der Franziskaner zu tagen.

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