Kategorien &
Plattformen

Gottesdienste in Corona-Zeiten

Fragen und Antworten zur Wiederaufnahme der Gottesdienste
Gottesdienste in Corona-Zeiten
Gottesdienste in Corona-Zeiten
pixabay.com

Unter Auflagen können im Bistum Limburg ab 3. Mai wieder Gottesdienste gefeiert werden. Was das genau bedeutet, haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

ALLGEMEINES

Zunächst empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite der Pfarrei. Wenn das nicht möglich ist, hilft ein Anruf im Pfarrbüro. Vielerorts wird es sicherlich auch Hinweise in den Mitteilungsblättern und Zeitungen geben.

Wenn die Pfarreien die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften nicht garantieren können, kann dort solange kein öffentlicher Gottesdienst gefeiert werden, bis sie erfüllt sind. Zudem kann es pastorale Gründe geben, die eine Feier von öffentlichen Gottesdiensten zurzeit noch nicht angeraten sein lassen. Die Entscheidung, ob Gottesdienste gefeiert werden, trifft das Pastoralteam gemeinsam mit Pfarrgemeinderäten. (Bitte informieren Sie sich in Ihrer Pfarrei). 

Auch Werktags können Gottesdienste gefeiert werden. Voraussetzung ist, dass die Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden können. Zudem kann es pastorale Gründe geben, die eine Feier von öffentlichen Gottesdiensten an Werktagen nicht zulassen. Die Entscheidung, ob Gottesdienste an den Werktagen gefeiert werden, trifft das Pastoralteam gemeinsam mit Pfarrgemeinderäten. (Bitte informieren Sie sich in Ihrer Pfarrei). 

Da nicht alle Gläubigen an Gottesdiensten teilnehmen können, bitten Bischof und Generalvikar darum, die Online-Angebote, wenn möglich, weiter anzubieten. Ob das möglich ist, entscheiden die Pfarreien selbstständig. Die Streams aus der Kapelle des Bischofshauses und aus dem Limburger Dom gehen zunächst bis zum 5. Juli weiter. Weitere Informationen dazu folgen.

Die Dienstanweisung des Generalvikars gilt für das gesamte Bistum. Es bestehen aber zum Teil Unterschiede zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz. Das Abstandsgebot von 1,5 Meter gilt in beiden Bundesländern. Auch das Tragen des Mund-Nase-Schutzes ist beim Betreten und dem Verlassen der Kirche, nicht aber am Sitzplatz, gilt seit dem 11. Juni in beiden Bundesländern. Dies gilt nicht für die Kantoren, Lektoren oder Priester - wohl aber für die Ministranten. Bei Gottesdiensten im Freien kann nach Einnehmen des Sitzplatzes die Mund-Nasen-Bedeckung abgelegt werden.

Auch in Ordensgemeinschaften dürfen wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden. Die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften sind zwingend einzuhalten.

Auch hier gelten die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften. Bei Feiern auf dem Friedhof sind die Vorgaben des zuständigen Ordnungsamtes zu beachten. Bei Beerdigungen, Requien und Trauergottesdiensten gilt, dass die Feiern gemäß den vorliegenden Mindestanforderungen stattfinden können – also unter Berücksichtigung der jeweiligen, vom Kirchenraum abhängigen, Höchstzahl an Mitfeiernden.

Wallfahrten in größeren Gruppen und Wallfahrtsgottesdienste mit hoher Teilnehmerzahl sowie Prozessionen bleiben bis auf weiteres ausgesetzt. Dies gilt auch für die Prozessionen zum Fronleichnamsfest.

Großveranstaltungen, wie Pfarrfeste oder Kirchweihfeste, bei denen die Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßregeln typischerweise nicht sichergestellt werden kann, sind aus Gründen des Gesundheitsschutzes bis voraussichtlich 31. August 2020 untersagt.

Persönliche Wallfahren zu den Wallfahrtsorten im Bistum sind möglich. Große Gottesdienste und Prozessionen kann es jedoch weiterhin nicht geben.

Open-Air-Gottesdienste sind erlaubt. Für sie gelten grundsätzlich die gleichen Vorgaben wie für Gottesdienste in Kirchenräumen – also Namensdokumentation, Abstandsregeln, Hygienevorschriften usw.

SAKRAMENTE

Taufen und Eheschließungen können gemäß den vorliegenden Mindestanforderungen stattfinden – also unter Berücksichtigung der jeweiligen, vom Kirchenraum abhängigen, Höchstzahl an Mitfeiernden. Die Überlegungen zur außerliturgischen Gestaltung des Anlasses sind davon unberührt.

Die Feier eines gemeinsamen Erstkommuniongottesdienstes ist unter den gegebenen Umständen weiterhin nicht möglich. Der Pfarrer kann vor Ort einer kleineren Gruppe von Kindern, die ausreichend auf die Erstkommunion vorbereitet werden konnten, in einem Sonntagsgottesdienst die Erstkommunion spenden. Dieser Gottesdienst soll, dem Anlass entsprechend, soweit wie möglich feierlich gestaltet sein. Eine Teilnahme an einem großen, gemeinsamen Erstkommunionsgottesdienst zu einem späteren Zeitpunkt ist dann natürlich auch nochmal möglich. Über den Termin und die Form der einzelnen Feiern entscheiden die Pfarreien.

Die Feier der Firmung als gemeinsamer Firmgottesdienst aller Firmbewerber ist bis auf Weiteres nicht möglich. Das Sakrament sollte in einem Gottesdienst (mit Blick auf die zeitintensiven Hygieneregeln) an maximal zehn Firmbewerber/innen gespendet werden. Auf Antrag erhalten die Pfarrer dazu die Firmvollmacht.

Beichten waren immer möglich. Die Seelsorger müssen die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften einhalten. Die Spendung des Bußsakraments sowie Rekonziliationen, Konversionen und Eingliederungen in die Kirche/Erwachsenentaufen sind unter Berücksichtigung der in diesem Schreiben aufgeführten allgemeinen Anforderungen möglich.

ANMELDUNG ZU GOTTESDIENSTEN

Um die Abstandsregeln innerhalb des Kirchenraumes einhalten zu können (was Voraussetzung ist für die behördliche Genehmigung), kann logischerweise nur eine bestimmte Anzahl von Menschen dort zusammenkommen. Um nicht an der Kirchentür abgewiesen zu werden, ist eine vorherige Anfrage (d.h. „Anmeldung“) Voraussetzung zur Mitfeier. In den Pfarrbüros werden entsprechende Listen geführt und gemäß den Datenschutzvorgaben verwahrt (in Hessen für maximal drei Wochen, in Rheinland-Pfalz für maximal vier Wochen). Im Bedarfsfall wird das Gesundheitsamt diese Listen anfordern, um Infektionsketten zu rekonstruieren. 

Das Anmeldeverfahren organisieren die Pfarreien. In vielen Fällen wird dies telefonisch im Pfarrbüro gehen. Es gibt aber auch mancherorts kostenlose Online-Tools.

Das wird höchstwahrscheinlich direkt bei der Anmeldung erfolgen.

Ob bei großem Bedarf mehr Gottesdienste gefeiert werden, entscheiden die Pfarreien selbstständig.

Die Pfarreien müssen Ordnungsdienste organisieren. Diese haben dafür Sorge zu tragen, dass die Hygienevorschriften und vor allem die Abstandsregelungen eingehalten werden. Die Ordner können Gläubigen, die augenscheinlich Atemwegserkrankungen, Erkältungen oder Fieber haben, die Mitfeier verweigern – ebenso denjenigen, die sich nicht vorher angemeldet haben und nun die zulässige Höchstzahl überschreiten würden.

Menschen mit Erkältung, Fieber, Atemwegserkrankungen sollten sich und ihre Mitmenschen schützen. Abstand ist derzeit das Gebot der Nächstenliebe. Zudem wird Risikogruppen die Mitfeier nicht empfohlen. 

ABLAUF DER GOTTESDIENSTE

In Hessen und Rheinland-Pfalz müssen Sie eine Mund-Nasen-Maske beim Betreten und Verlassen der Kirche zum Schutz tragen. Die vorherige Regelungen in Rheinland-Pfalz auch am Sitzplatz eine Maske zu tragen, entfällt seit dem 11. Juni. 

Nein. Familien und häusliche Gemeinschaften können zusammensitzen. Sie müssen jedoch 1,5 Meter Abstand zu anderen Gottesdienstbesuchern halten.

Die Pfarreien sind eingeladen, die Gottesdienste kurz und würdig zu feiern. Die Entscheidung liegt jedoch bei den Seelsorgerinnen und Seelsorgern.

Ja. Es kann bis zu zwei Ministranten geben. Alle Beteiligten müssen die Abstandsregeln und Hygienevorschriften beachten.

Die Mundkommunion kann in der Corona-Zeit nicht gespendet werden. Der Kommunionempfang erfolgt mit ausreichend Abstand und so, dass der Kommunionspender den Kommunionempfänger nicht berührt.

Die Kommunionspender tragen Mund-Nasen-Schutz. Sie desinfizieren sich unmittelbar vor der Kommunionspendung die Hände und halten Abstand.

Ein Segen wird gespendet, ohne die Kinder zu berühren.

Derzeit wird intensiv über die mit Gesang verbundenen Gefährdungen geforscht. Vorsorglich bleibt Gemeindegesang deshalb allerorts untersagt. Auch Chorproben sind deshalb unverändert nicht gestattet. Proben von kleinen Ensembles, die Gottesdienste mitgestalten, können unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln durchgeführt werden (dabei gelten besondere Abstandsvorgaben von mindestens 3m zwischen den Personen).

Sie sollten ein eigenes Gotteslob für das persönliche oder gemeinsame Gebet mitbringen.

Der Priester, Kantor oder auch kleine Ensembles, die Abstand halten, können die Liturgien musikalisch gestalten. Der Gemeindegesang entfällt jedoch.

Es gibt in vielen Kirchen Weihwasser. Jedoch nicht in den Weihwasserbecken, sondern in verschlossenen Flaschen zum Mitnehmen nach Hause.

Es gibt Kollekten. Allerdings stehen die Kollektenkörbe am Ausgang der Kirchen.

Wer nicht unbedingt in die Sakristei muss, soll sie nicht betreten. Die Gottesdienstvorbereitung muss so organisiert werden, dass der Abstand eingehalten werden kann.