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Gottesdienste in Corona-Zeiten

Fragen und Antworten zur Wiederaufnahme der Gottesdienste
Gottesdienste in Corona-Zeiten
Gottesdienste in Corona-Zeiten
© F. Schuld/ Bistum Limburg

Unter Auflagen können im Bistum Limburg Gottesdienste gefeiert werden. Was das genau bedeutet, haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

ALLGEMEINES

Im Prinzip: Ja. Zwar haben die Verordnungen, die für Hessen und Rheinland-Pfalz zum 2.11.2020 in kraft getreten sind, zunächst alle Einzelverfügungen von Kommunen ersetzt. Dennoch ist es möglich, dass einzelne Landkreise oder Städte auch demnächst wieder eigene Höchstzahlen etc. festlegen – die es dann zu beachten gilt.

Orientiert an den aktuellen Landesverordnungen von Hessen und Rheinland-Pfalz, gilt derzeit bistumsweit die 3G-Zugangsregel für Gottesdienste: Mitfeiernde haben am Eingang ihren Impfnachweis, den Genesenennachweis (nicht älter als sechs Monage) oder einen tagesaktuellen Test von einem Testcenter (bzw. einen PCR-Test, nicht älter als 48 Stunden) vorzulegen.

Alternativ kann eine Prüfung des Impf-/Genesenenstatus und das Dokumentieren des Impfschutzes im Vorfeld (z.B. bei der Anmeldung zum Gottesdienst) erfolgen. Dies ist datenschutzrechtlich dann möglich, wenn die betreffende Person zugleich eine Einwilligungserklärung zur Speicherung dieser Daten unter-schreibt. Ein Formular zur Einwilligungserklärung wie auch ein Muster der erforderlichen Datenschutzer-klärung der Kirchengemeinde ist auf dieser Corona-Seite des Bistums unter „Downloads“ bereitgestellt.

Beim Gottesdienst selbst gelten zum Schutz aller Beteiligten Abstandspflicht und durchgängiges Maskengebot (auch am Sitzplatz).

Zunächst empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite der Pfarrei. Wenn das nicht möglich ist, hilft ein Anruf im Pfarrbüro. Vielerorts wird es sicherlich auch Hinweise in den Mitteilungsblättern und Zeitungen geben.

Kann die Einhaltung der Auflagen nicht gewährleistet werden, so kann in der betreffenden Kirche kein Gottesdienst gefeiert werden. Dies gilt insbsondere auch für die Ordnerinnen und Ordner, die die Mitfeiernden bei der Einhaltung der Regelungen unterstützen und die Einhaltung der Zugangsregeln überprüfen. Ihnen, die in dieser Situation verantwortungsvoll diese Aufgabe übernehmen, gebührt Anerkennung und ein herzlicher Dank.

Auch Werktags können Gottesdienste gefeiert werden. Voraussetzung ist, dass die Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden können. Zudem kann es pastorale Gründe geben, die eine Feier von öffentlichen Gottesdiensten an Werktagen nicht zulassen. Die Entscheidung, ob Gottesdienste an den Werktagen gefeiert werden, trifft das Pastoralteam gemeinsam mit Pfarrgemeinderäten. Bei Werktagsmessen in Hessen kann auf die Zutrittskontrolle nach 3G verzichtet werden. (Bitte informieren Sie sich in Ihrer Pfarrei). 

Die Dienstanweisung des Generalvikars gilt für das gesamte Bistum. Das Abstandsgebot von 1,5 Meter gilt in beiden Bundesländern – ebenso die Maskenpflicht. Gemeindegesang ist so grundsätzlich möglich.

Auch gilt nun für Rheinland-Pfalz wie für Hessen derzeit: Für den Zutritt zum Gottesdienst ist die 3G-Regel anzuwenden. Beim Eintritt ist zu überprüfen, ob ein vollständiger Impfnachweis, ein Genesenennachweis oder das Testergebnis eines Testcenters (nicht älter als 24 Stunden) vorgelegt wird. 

 

Auch in Ordensgemeinschaften dürfen wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden. Die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften sind zwingend einzuhalten.

Auch hier gelten die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften. Bei Feiern auf dem Friedhof sind die Vorgaben des zuständigen Ordnungsamtes zu beachten. Bei Beerdigungen, Requien und Trauergottesdiensten gilt, dass die Feiern gemäß den vorliegenden Mindestanforderungen stattfinden können – also unter Berücksichtigung der jeweiligen, vom Kirchenraum abhängigen, Höchstzahl an Mitfeiernden. In Rheinland-Pfalz muss bei Bestattungen jeder Person eine Fläche vom 10m² zur Verfügung stehen.

Das Bistum Limburg hat auf der Grundlage eines unabhängigen Gutachtens den Kirchengemeinden eine Empfehlung zur Verfügung gestellt, in welchem Rahmen eine Heizung von Kirchen erfolgen kann. Demnach soll rechtzeitig vor den Gottesdiensten die Heizung abgestellt werden, um Luftverwirbelungen auszuschließen. Eine Grundtemperatur ist gewährleistet.

Neben persönlichen Wallfahrten zu den Wallfahrtsorten im Bistum sind nun auch wieder gemeinsame Wallfahrten und Prozessionen möglich – wenn darauf geachtet wird, dass die Abstände eingehalten werden.

Open-Air-Gottesdienste sind erlaubt. Für Gottesdienste im Freien gilt: Es besteht Maskenpflicht auf Wegstrecken (z.B. Zugang), diese entfällt jedoch in Hessen am Sitzplatz, sofern die Abstandsregel eingehalten wird. Die Teilnehmendenzahl bei Gottesdiensten im Freien soll 300 Personen nicht überschreiten, um die Hygienevorgaben verlässlich einhalten zu können.

 

SAKRAMENTE

Die Feier der Firmung als gemeinsamer Firmgottesdienst aller Firmbewerber ist bis auf Weiteres nicht möglich. Das Sakrament sollte in einem Gottesdienst (mit Blick auf die zeitintensiven Hygieneregeln) an maximal zehn Firmbewerber/innen gespendet werden. Auf Antrag erhalten die Pfarrer dazu die Firmvollmacht.

Beichten waren immer möglich. Die Seelsorger müssen die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften einhalten. Die Spendung des Bußsakraments sowie Rekonziliationen, Konversionen und Eingliederungen in die Kirche/Erwachsenentaufen sind unter Berücksichtigung der in diesem Schreiben aufgeführten allgemeinen Anforderungen möglich.

ANMELDUNG ZU GOTTESDIENSTEN

Um die Abstandsregeln innerhalb des Kirchenraumes einhalten zu können (was Voraussetzung ist für die behördliche Genehmigung), kann logischerweise nur eine bestimmte Anzahl von Menschen dort zusammenkommen. Um nicht an der Kirchentür abgewiesen zu werden, ist eine vorherige Anfrage (d.h. „Anmeldung“) Voraussetzung zur Mitfeier. In den Pfarrbüros werden entsprechende Listen geführt und gemäß den Datenschutzvorgaben verwahrt (in Hessen werden sie gleich wieder vernichtet, in Rheinland-Pfalz für maximal vier Wochen verschlossen aufbewahrt).

Das Anmeldeverfahren organisieren die Pfarreien. In vielen Fällen wird dies telefonisch im Pfarrbüro gehen. Es gibt aber auch mancherorts kostenlose Online-Tools.

Das wird höchstwahrscheinlich direkt bei der Anmeldung erfolgen.

Ob bei großem Bedarf mehr Gottesdienste gefeiert werden, entscheiden die Pfarreien selbstständig.

Die Pfarreien müssen Ordnungsdienste organisieren. Diese haben dafür Sorge zu tragen, dass die Hygienevorschriften und vor allem die Abstandsregelungen eingehalten werden. Die Ordner können Gläubigen, die augenscheinlich Atemwegserkrankungen, Erkältungen oder Fieber haben, die Mitfeier verweigern – ebenso denjenigen, die sich nicht vorher angemeldet haben und nun die zulässige Höchstzahl überschreiten würden.

Menschen mit Erkältung, Fieber, Atemwegserkrankungen sollten sich und ihre Mitmenschen schützen. Abstand ist derzeit das Gebot der Nächstenliebe. Zudem wird Risikogruppen die Mitfeier nicht empfohlen. 

ABLAUF DER GOTTESDIENSTE

Es gilt grundsätzlich Maskenpflicht – auch am Sitzplatz (und auch beim Singen).Es gilt grundsätzlich Maskenpflicht. Bei Gottesdiensten im Freien kann in Hessen die Maske am Sitzplatz abgenommen werden, sofern genügend Abstand gegeben ist.

Nein. Familien und häusliche Gemeinschaften (bzw. insgesamt zehn Personen in Hessen und fünf Personen in Rheinland-Pfalz) können zusammensitzen. Sie müssen jedoch 1,5 Meter Abstand zu anderen Gottesdienstbesuchern halten.

Bei Anwendung dieser 10-Personen-Regelung ist Voraussetzung, dass es sich dabei um Haushaltsgemeinschaften handelt, die auch sonst in Verbindung stehen, z.B. Verwandte und Freunde. Haushaltsgemeinschaften, die ansonsten keine Verbindung zueinander haben, können nicht zum Zusammensitzen mit anderen Haushaltsgemeinschaften verpflichtet werden.

Die Pfarreien sind eingeladen, die Gottesdienste kurz und würdig zu feiern. Die Entscheidung liegt jedoch bei den Seelsorgerinnen und Seelsorgern.

Ja. Es kann zudem wieder Ministranten geben - auch für den Altardienst. Alle Beteiligten müssen die Abstandsregeln und Hygienevorschriften beachten.

Die Mundkommunion kann am Ende der Kommunionausteilung (Handkommunion) oder unmittelbar nach dem Gottesdienst erfolgen. Dabei ist nach jedem Kommunikant die Hand zu desinfizieren (z.B. durch ein Desinfektionstuch). Auf die Einhaltung dieser Regeln ist gesondert hinzuweisen.

Die Kommunionspender tragen Mund-Nasen-Schutz. Sie desinfizieren sich unmittelbar vor der Kommunionspendung die Hände und halten Abstand.

Ein Segen wird gespendet, ohne die Kinder zu berühren.

In Hessen wie auch in Rheinland-Pfalz ist Gemeindegesang möglich - allerdings gilt zugleich Maskenpflicht.

Sie sollten ein eigenes Gotteslob für das persönliche oder gemeinsame Gebet mitbringen.

Der Priester, Kantor oder wenige Musiker, die Abstand halten, können die Liturgien musikalisch gestalten. Gute Erfahrungen mit der Beteiligung von Kantorinnen und Kantoren und Instrumentalmusik sollten fortgeführt werden.

Es gibt in vielen Kirchen Weihwasser. Jedoch nicht in den Weihwasserbecken, sondern in verschlossenen Flaschen zum Mitnehmen nach Hause.

Es gibt Kollekten. Allerdings stehen die Kollektenkörbe am Ausgang der Kirchen.

Wer nicht unbedingt in die Sakristei muss, soll sie nicht betreten. Die Gottesdienstvorbereitung muss so organisiert werden, dass der Abstand eingehalten werden kann.

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