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Gottesdienste in Corona-Zeiten

Fragen und Antworten zur Wiederaufnahme der Gottesdienste
Gottesdienste in Corona-Zeiten
Gottesdienste in Corona-Zeiten
© F. Schuld/ Bistum Limburg

Unter Auflagen können im Bistum Limburg Gottesdienste gefeiert werden. Was das genau bedeutet, haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

ALLGEMEINES

Nein. Die mancherorts vorgenommene Beschränkung von Höchstzahlen im öffentlichen Raum oder für private Feiern haben keine Auswirkung auf die Gottesdienste, für die ja die Hygienekonzepte gemäß der entsprechenden Dienstanweisung gilt.

Zunächst empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite der Pfarrei. Wenn das nicht möglich ist, hilft ein Anruf im Pfarrbüro. Vielerorts wird es sicherlich auch Hinweise in den Mitteilungsblättern und Zeitungen geben.

Die in dieser Dienstanweisung genannten Mindestanforderungen für Gottesdienste dürften mittlerweile an allen Orten erfüllbar sein. Damit ist die Feier von Gottesdiensten auch wieder in allen Kirchen möglich. 

Auch Werktags können Gottesdienste gefeiert werden. Voraussetzung ist, dass die Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden können. Zudem kann es pastorale Gründe geben, die eine Feier von öffentlichen Gottesdiensten an Werktagen nicht zulassen. Die Entscheidung, ob Gottesdienste an den Werktagen gefeiert werden, trifft das Pastoralteam gemeinsam mit Pfarrgemeinderäten. (Bitte informieren Sie sich in Ihrer Pfarrei). 

Die Dienstanweisung des Generalvikars gilt für das gesamte Bistum. Das Abstandsgebot von 1,5 Meter gilt in beiden Bundesländern – ebenso die grundsätzliche Möglichkeit zu Gemeindegesang. Auch entfällt gleichermaßen die Maskenpflicht bei Gottesdiensten im Freien. In Hessen kann auch bei Gottesdiensten im Inneren die Maske am Sitzplatz abgelegt werden – in Rheinland-Pfalz nicht (mehr).

Auch in Ordensgemeinschaften dürfen wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden. Die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften sind zwingend einzuhalten.

Auch hier gelten die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften. Bei Feiern auf dem Friedhof sind die Vorgaben des zuständigen Ordnungsamtes zu beachten. Bei Beerdigungen, Requien und Trauergottesdiensten gilt, dass die Feiern gemäß den vorliegenden Mindestanforderungen stattfinden können – also unter Berücksichtigung der jeweiligen, vom Kirchenraum abhängigen, Höchstzahl an Mitfeiernden. In Rheinland-Pfalz muss bei Bestattungen jeder Person eine Fläche vom 10m² zur Verfügung stehen.

Das Bistum Limburg hat auf der Grundlage eines unabhängigen Gutachtens den Kirchengemeinden eine Empfehlung zur Verfügung gestellt, in welchem Rahmen eine Heizung von Kirchen erfolgen kann. Demnach soll rechtzeitig vor den Gottesdiensten die Heizung abgestellt werden, um Luftverwirbelungen auszuschließen. Eine Grundtemperatur ist gewährleistet.

WAS IST BEI MARTINSZÜGEN ZU BEACHTEN?

Grundsätzlich gelten für Martinsumzüge die jeweiligen Landesregelungen für Veranstaltungen. Nach derzeitigem Stand scheinen Umzüge möglich – zumindest bis zu einer ohnehin kaum realistischen Zahl von 1000 Teilnehmenden.

Neben persönlichen Wallfahrten zu den Wallfahrtsorten im Bistum sind nun auch wieder gemeinsame Wallfahrten und Prozessionen möglich – wenn darauf geachtet wird, dass die Abstände eingehalten werden.

Open-Air-Gottesdienste sind erlaubt. Für sie gelten grundsätzlich die gleichen Vorgaben wie für Gottesdienste in Kirchenräumen – also Namensdokumentation, Abstandsregeln, Hygienevorschriften usw. Darüber hinaus entfällt die Maskenpflicht und es ist Gemeindegesang erlaubt. Die Teilnehmendenzahl bei Gottesdiensten im Freien soll 300 Personen nicht überschreiten, um die Hygienevorgaben verlässlich einhalten zu können.

SAKRAMENTE

Die Feier der Firmung als gemeinsamer Firmgottesdienst aller Firmbewerber ist bis auf Weiteres nicht möglich. Das Sakrament sollte in einem Gottesdienst (mit Blick auf die zeitintensiven Hygieneregeln) an maximal zehn Firmbewerber/innen gespendet werden. Auf Antrag erhalten die Pfarrer dazu die Firmvollmacht.

Beichten waren immer möglich. Die Seelsorger müssen die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften einhalten. Die Spendung des Bußsakraments sowie Rekonziliationen, Konversionen und Eingliederungen in die Kirche/Erwachsenentaufen sind unter Berücksichtigung der in diesem Schreiben aufgeführten allgemeinen Anforderungen möglich.

Eine Handlungshilfe für den Ablauf des Trau-Ritus (z.B. hinsichtlich Masken beim Brautpaar) findet sich hier.

ANMELDUNG ZU GOTTESDIENSTEN

Um die Abstandsregeln innerhalb des Kirchenraumes einhalten zu können (was Voraussetzung ist für die behördliche Genehmigung), kann logischerweise nur eine bestimmte Anzahl von Menschen dort zusammenkommen. Um nicht an der Kirchentür abgewiesen zu werden, ist eine vorherige Anfrage (d.h. „Anmeldung“) Voraussetzung zur Mitfeier. In den Pfarrbüros werden entsprechende Listen geführt und gemäß den Datenschutzvorgaben verwahrt (in Hessen für maximal drei Wochen, in Rheinland-Pfalz für maximal vier Wochen). Im Bedarfsfall wird das Gesundheitsamt diese Listen anfordern, um Infektionsketten zu rekonstruieren. 

Das Anmeldeverfahren organisieren die Pfarreien. In vielen Fällen wird dies telefonisch im Pfarrbüro gehen. Es gibt aber auch mancherorts kostenlose Online-Tools.

Das wird höchstwahrscheinlich direkt bei der Anmeldung erfolgen.

Ob bei großem Bedarf mehr Gottesdienste gefeiert werden, entscheiden die Pfarreien selbstständig.

Die Pfarreien müssen Ordnungsdienste organisieren. Diese haben dafür Sorge zu tragen, dass die Hygienevorschriften und vor allem die Abstandsregelungen eingehalten werden. Die Ordner können Gläubigen, die augenscheinlich Atemwegserkrankungen, Erkältungen oder Fieber haben, die Mitfeier verweigern – ebenso denjenigen, die sich nicht vorher angemeldet haben und nun die zulässige Höchstzahl überschreiten würden.

Menschen mit Erkältung, Fieber, Atemwegserkrankungen sollten sich und ihre Mitmenschen schützen. Abstand ist derzeit das Gebot der Nächstenliebe. Zudem wird Risikogruppen die Mitfeier nicht empfohlen. 

ABLAUF DER GOTTESDIENSTE

In Hessen kann am Sitzplatz die Maske abgelegt werden. Bei Gottesdiensten im Freien entfällt die Maskenpflicht generell.

Nein. Familien und häusliche Gemeinschaften (bzw. insgesamt zehn Personen in Hessen und fünf Personen in Rheinland-Pfalz) können zusammensitzen. Sie müssen jedoch 1,5 Meter Abstand zu anderen Gottesdienstbesuchern halten.

Bei Anwendung dieser 10-Personen-Regelung ist Voraussetzung, dass es sich dabei um Haushaltsgemeinschaften handelt, die auch sonst in Verbindung stehen, z.B. Verwandte und Freunde. Haushaltsgemeinschaften, die ansonsten keine Verbindung zueinander haben, können nicht zum Zusammensitzen mit anderen Haushaltsgemeinschaften verpflichtet werden.

Die Pfarreien sind eingeladen, die Gottesdienste kurz und würdig zu feiern. Die Entscheidung liegt jedoch bei den Seelsorgerinnen und Seelsorgern.

Ja. Es kann zudem wieder Ministranten geben - auch für den Altardienst. Alle Beteiligten müssen die Abstandsregeln und Hygienevorschriften beachten.

Die Mundkommunion kann am Ende der Kommunionausteilung (Handkommunion) oder unmittelbar nach dem Gottesdienst erfolgen. Dabei ist nach jedem Kommunikant die Hand zu desinfizieren (z.B. durch ein Desinfektionstuch). Auf die Einhaltung dieser Regeln ist gesondert hinzuweisen.

Die Kommunionspender tragen Mund-Nasen-Schutz. Sie desinfizieren sich unmittelbar vor der Kommunionspendung die Hände und halten Abstand.

Ein Segen wird gespendet, ohne die Kinder zu berühren.

In Hessen wie auch in Rheinland-Pfalz ist Gemeindegesang möglich - sowohl im Freien wie auch im Innenraum.

Sie sollten ein eigenes Gotteslob für das persönliche oder gemeinsame Gebet mitbringen.

Der Priester, Kantor oder wenige Musiker, die Abstand halten, können die Liturgien musikalisch gestalten. Die Wiederaufnahme von Gemeindegesang sollte behutsam, in Maßen (z.B. durch eine angemessene Anzahl der Strophen) und unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse (z. B. der Raumhöhe) erfolgen. Der Aerosolausstoß ist beim Gesang deutlich höher. Gute Erfahrungen mit der Beteiligung von Kantorinnen und Kantoren und Instrumentalmusik sollten fortgeführt werden.

Es gibt in vielen Kirchen Weihwasser. Jedoch nicht in den Weihwasserbecken, sondern in verschlossenen Flaschen zum Mitnehmen nach Hause.

Es gibt Kollekten. Allerdings stehen die Kollektenkörbe am Ausgang der Kirchen.

Wer nicht unbedingt in die Sakristei muss, soll sie nicht betreten. Die Gottesdienstvorbereitung muss so organisiert werden, dass der Abstand eingehalten werden kann.

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Bistum Limburg

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