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Gottesdienste in Corona-Zeiten

Fragen und Antworten zur Wiederaufnahme der Gottesdienste
Gottesdienste in Corona-Zeiten
Gottesdienste in Corona-Zeiten
Gottesdienste unter Corona-Auflagen. © Bistum Limburg

Unter Auflagen können im Bistum Limburg seit dem 3. Mai wieder Gottesdienste gefeiert werden. Was das genau bedeutet, haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

WICHTIGE INFORMATION: Diese Seite wird aktuell überarbeitet. 

ALLGEMEINES

Nein. Die mancherorts vorgenommene Beschränkung von Höchstzahlen im öffentlichen Raum oder für private Feiern haben keine Auswirkung auf die Gottesdienste, für die ja die Hygienekonzepte gemäß der entsprechenden Dienstanweisung gilt.

Das Bistum Limburg hat auf der Grundlage eines unabhängigen Gutachtens den Kirchengemeinden eine Empfehlung zur Verfügung gestellt, in welchem Rahmen eine Heizung von Kirchen erfolgen kann. Demnach soll rechtzeitig vor den Gottesdiensten die Heizung abgestellt werden, um Luftverwirbelungen auszuschließen. Eine Grundtemperatur ist gewährleistet.

Zunächst empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite der Pfarrei. Wenn das nicht möglich ist, hilft ein Anruf im Pfarrbüro. Vielerorts wird es sicherlich auch Hinweise in den Mitteilungsblättern und Zeitungen geben.

Wenn die Pfarreien die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften nicht garantieren können, kann dort solange kein öffentlicher Gottesdienst gefeiert werden, bis sie erfüllt sind. Zudem kann es pastorale Gründe geben, die eine Feier von öffentlichen Gottesdiensten zurzeit noch nicht angeraten sein lassen. Die Entscheidung, ob Gottesdienste gefeiert werden, trifft das Pastoralteam gemeinsam mit Pfarrgemeinderäten. (Bitte informieren Sie sich in Ihrer Pfarrei). 

Auch Werktags können Gottesdienste gefeiert werden. Voraussetzung ist, dass die Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden können. Zudem kann es pastorale Gründe geben, die eine Feier von öffentlichen Gottesdiensten an Werktagen nicht zulassen. Die Entscheidung, ob Gottesdienste an den Werktagen gefeiert werden, trifft das Pastoralteam gemeinsam mit Pfarrgemeinderäten. (Bitte informieren Sie sich in Ihrer Pfarrei). 

Da nicht alle Gläubigen an Gottesdiensten teilnehmen können, bitten Bischof und Generalvikar darum, die Online-Angebote, wenn möglich, weiter anzubieten. Ob das möglich ist, entscheiden die Pfarreien selbstständig. Die Streams aus der Kapelle des Bischofshauses und aus dem Limburger Dom gehen zunächst bis Weihnachten 2020 weiter.

Die Dienstanweisung des Generalvikars gilt für das gesamte Bistum. Es bestehen aber zum Teil Unterschiede zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz. Das Abstandsgebot von 1,5 Meter gilt in beiden Bundesländern. Auch das Tragen des Mund-Nase-Schutzes beim Betreten und dem Verlassen der Kirche, nicht aber am Sitzplatz, gilt seit dem 11. Juni in beiden Bundesländern. Dies gilt nicht für die Kantoren, Lektoren oder Priester - wohl aber für die Ministranten. Bei Gottesdiensten im Freien kann nach Einnehmen des Sitzplatzes die Mund-Nasen-Bedeckung abgelegt werden.

Auch in Ordensgemeinschaften dürfen wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden. Die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften sind zwingend einzuhalten.

Auch hier gelten die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften. Bei Feiern auf dem Friedhof sind die Vorgaben des zuständigen Ordnungsamtes zu beachten. Bei Beerdigungen, Requien und Trauergottesdiensten gilt, dass die Feiern gemäß den vorliegenden Mindestanforderungen stattfinden können – also unter Berücksichtigung der jeweiligen, vom Kirchenraum abhängigen, Höchstzahl an Mitfeiernden.

Seit dem 19. Oktober 2020 dürfen sich bei Trauerfeiern in den Trauerhallen der Frankfurter Friedhöfe maximal zehn Personen aufhalten. 

Persönliche Wallfahrten zu den Wallfahrtsorten im Bistum sind möglich. Große Gottesdienste und Prozessionen kann es jedoch weiterhin nicht geben.

Open-Air-Gottesdienste sind erlaubt. Für sie gelten grundsätzlich die gleichen Vorgaben wie für Gottesdienste in Kirchenräumen – also Namensdokumentation, Abstandsregeln, Hygienevorschriften usw.

FEIERTAGE/FESTE

Andachten und Segnungsfeiern auf dem Friedhof sind möglich. Für sie gelten im Prinzip die gleichen Regelungen wie für Gottesdienste in Kirchengebäuden – einschließlich des Anlegens einer Teilnahmeliste (praktischerweise z.B. am Eingang des Friedhofs).

Auf der Seite stmartin.bistumlimburg.de finden sich zahlreiche Anregungen und Konzeptentwürfe für zusätzliche Möglichkeiten rund um das Martinsfest.

Auf der Seite stillenacht.bistumlimburg.de finden sich zahlreiche Anregungen und Konzeptentwürfe für zusätzliche Möglichkeiten, die Advent- und Weihnachtszeit zu gestalten. Insbesondere Feiern „an anderen Orten“ bieten viele Möglichkeiten für Angebote.

SAKRAMENTE

Taufen und Eheschließungen können gemäß den vorliegenden Mindestanforderungen stattfinden – also unter Berücksichtigung der jeweiligen, vom Kirchenraum abhängigen, Höchstzahl an Mitfeiernden. Die Überlegungen zur außerliturgischen Gestaltung des Anlasses sind davon unberührt.

Die Feier eines gemeinsamen Erstkommuniongottesdienstes ist unter den gegebenen Umständen weiterhin nicht möglich. Der Pfarrer kann vor Ort einer kleineren Gruppe von Kindern, die ausreichend auf die Erstkommunion vorbereitet werden konnten, in einem Sonntagsgottesdienst die Erstkommunion spenden. Dieser Gottesdienst soll, dem Anlass entsprechend, soweit wie möglich feierlich gestaltet sein. Eine Teilnahme an einem großen gemeinsamen Erstkommunionsgottesdienst zu einem späteren Zeitpunkt ist dann natürlich auch nochmal möglich. Über den Termin und die Form der einzelnen Feiern entscheiden die Pfarreien.

Die Feier der Firmung als gemeinsamer Firmgottesdienst aller Firmbewerber ist bis auf Weiteres nicht möglich. Das Sakrament sollte in einem Gottesdienst (mit Blick auf die zeitintensiven Hygieneregeln) an maximal zehn Firmbewerber/innen gespendet werden. Auf Antrag erhalten die Pfarrer dazu die Firmvollmacht.

Beichten waren immer möglich. Die Seelsorger müssen die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften einhalten. Die Spendung des Bußsakraments sowie Rekonziliationen, Konversionen und Eingliederungen in die Kirche/Erwachsenentaufen sind unter Berücksichtigung der in diesem Schreiben aufgeführten allgemeinen Anforderungen möglich.

ANMELDUNG ZU GOTTESDIENSTEN

Um die Abstandsregeln innerhalb des Kirchenraumes einhalten zu können (was Voraussetzung ist für die behördliche Genehmigung), kann logischerweise nur eine bestimmte Anzahl von Menschen dort zusammenkommen. Um nicht an der Kirchentür abgewiesen zu werden, ist eine vorherige Anfrage (d.h. „Anmeldung“) Voraussetzung zur Mitfeier. In den Pfarrbüros werden entsprechende Listen geführt und gemäß den Datenschutzvorgaben verwahrt (in Hessen für maximal drei Wochen, in Rheinland-Pfalz für maximal vier Wochen). Im Bedarfsfall wird das Gesundheitsamt diese Listen anfordern, um Infektionsketten zu rekonstruieren. 

Das Anmeldeverfahren organisieren die Pfarreien. In vielen Fällen wird dies telefonisch im Pfarrbüro gehen. Es gibt aber auch mancherorts kostenlose Online-Tools.

Das wird höchstwahrscheinlich direkt bei der Anmeldung erfolgen.

Ob bei großem Bedarf mehr Gottesdienste gefeiert werden, entscheiden die Pfarreien selbstständig.

Die Pfarreien müssen Ordnungsdienste organisieren. Diese haben dafür Sorge zu tragen, dass die Hygienevorschriften und vor allem die Abstandsregelungen eingehalten werden. Die Ordner können Gläubigen, die augenscheinlich Atemwegserkrankungen, Erkältungen oder Fieber haben, die Mitfeier verweigern – ebenso denjenigen, die sich nicht vorher angemeldet haben und nun die zulässige Höchstzahl überschreiten würden.

Menschen mit Erkältung, Fieber, Atemwegserkrankungen sollten sich und ihre Mitmenschen schützen. Abstand ist derzeit das Gebot der Nächstenliebe. Zudem wird Risikogruppen die Mitfeier nicht empfohlen. 

ABLAUF DER GOTTESDIENSTE

In Hessen und Rheinland-Pfalz müssen Sie eine Mund-Nasen-Maske beim Betreten und Verlassen der Kirche zum Schutz tragen. Die vorherigen Regelungen in Rheinland-Pfalz, auch am Sitzplatz eine Maske zu tragen, entfallen seit dem 11. Juni. In Frankfurt muss während des gesamten Gottesdienst der Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Nur zum Empfang der Eucharistie darf die Maske abgenommen werden.

 

Nein. Familien und häusliche Gemeinschaften können zusammensitzen. Sie müssen jedoch 1,5 Meter Abstand zu anderen Gottesdienstbesuchern halten.

Die Pfarreien sind eingeladen, die Gottesdienste kurz und würdig zu feiern. Die Entscheidung liegt jedoch bei den Seelsorgerinnen und Seelsorgern.

Ja. Es kann bis zu zwei Ministranten geben. Alle Beteiligten müssen die Abstandsregeln und Hygienevorschriften beachten.

Die Mundkommunion kann in der Coronazeit nicht gespendet werden. Der Kommunionempfang erfolgt mit ausreichend Abstand und so, dass der Kommunionspender den Kommunionempfänger nicht berührt.

Die Kommunionspender tragen Mund-Nasen-Schutz. Sie desinfizieren sich unmittelbar vor der Kommunionspendung die Hände und halten Abstand.

Ein Segen wird gespendet, ohne die Kinder zu berühren.

Derzeit wird intensiv über die mit Gesang verbundenen Gefährdungen geforscht. Vorsorglich bleibt Gemeindegesang deshalb allerorts untersagt. Auch Chorproben sind deshalb unverändert nicht gestattet. Proben von kleinen Ensembles, die Gottesdienste mitgestalten, können unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln durchgeführt werden (dabei gelten besondere Abstandsvorgaben von mindestens 3m zwischen den Personen).

Sie sollten ein eigenes Gotteslob für das persönliche oder gemeinsame Gebet mitbringen.

Der Priester, Kantor oder auch kleine Ensembles, die Abstand halten, können die Liturgien musikalisch gestalten. Der Gemeindegesang entfällt jedoch.

Es gibt in vielen Kirchen Weihwasser. Jedoch nicht in den Weihwasserbecken, sondern in verschlossenen Flaschen zum Mitnehmen nach Hause.

Es gibt Kollekten. Allerdings stehen die Kollektenkörbe am Ausgang der Kirchen.

Wer nicht unbedingt in die Sakristei muss, soll sie nicht betreten. Die Gottesdienstvorbereitung muss so organisiert werden, dass der Abstand eingehalten werden kann.

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