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Pater Shay Cullen begegnen

Pater Shay Cullen begegnen
Pater Shay Cullen begegnen
© missio.de & Bezirk Main-Taunus

Sein Einsatz auf den Philippinen für Kinder in Gefängnissen, Bordellen, auf der Straße und in Armut hat ihn weltweit bekannt gemacht: Der irische Pater Shay Cullen ist im Rahmen eines Deutschlandaufenthaltes zwei Tage im Taunus unterwegs. Am Montag, 17. September, lädt das katholische Bezirksbüro Main-Taunus zu Begegnung und Impuls mit dem mehrfach für den Nobelpreis nominierten  katholischen Priester ein. Die Veranstaltung unter dem Titel „Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit auf den Philippinen und weltweit!“ im Caritas-Familienzentrum Anne-Frank-Hort in Hofheim (Königsberger Weg 29) beginnt um 19 Uhr (bis 21.30 Uhr). Das Gespräch findet in Englisch mit deutscher Übersetzung statt.

Am Dienstag, 18. September, nimmt Shay Cullen ab 16 Uhr an der  Kooperationsveranstaltung „Fairer Markt der Möglichkeiten“ im Haus der Jugend (Burgstraße 30)  teil: Zwischen „Schnippelsuppe“ am offenen Feuer, Mitmachworkshops zu Upcycling-Ideen und der Herstellung von Shakes aus regionalen Früchten besteht für Jugendliche die Möglichkeit zum Gespräch mit dem 75-Jährigen. Bereits am Vormittag dieses Tages wird er in der Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn mit Schülern zusammen kommen.

Am selben Tag ist der Pater abends in der Stadthalle in Oberursel (Rathausplatz 2) zu Gast. Von 19 Uhr bis 21.30 Uhr geht es auch hier in Gespräch und Begegnung um Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit auf den Philippinen und weltweit.

Cullen, 1969 als Missionar der Missionsgesellschaft von St. Columban auf die Philippinen entsandt, gründete 1974 mit anderen Mitstreitern die Hilfsorganisation PREDA (Peoples Recovery, Empowerment and Development Assistance Foundation). Sexuell missbrauchte und unschuldig verurteilte Kinder und Jugendliche erhalten durch die Organisation die Chance zu einem selbstbestimmten Leben: ein gewaltfreies Zuhause, Therapie, Schule und Ausbildung.

Der Pater hat zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, Korruptionsfälle und Kinderhändlerringe aufgedeckt und sich auf politischer Ebene gegen Sextourismus und Kinderprostitution ebenso eingesetzt wie für sozialverträgliche und gerechte Produktions- und Handelsbedingungen. Er war Initiator einer Kampagne zur Auflösung und Umnutzung der Militärbasen und unterstützt mit dem Anbau und Handel von fairen Mangos Dorfgemeinschaften, die sich gegen Enteignung und den Raubbau an der Natur durch Minengesellschaften stemmen.

In Deutschland wurde er unter anderem mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar und dem Shalompreis der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ausgezeichnet. Seit vielen Jahren arbeitet er eng zusammen mit den katholischen Hilfswerken missio, Misereor und dem Kindermissionswerk "Die Sternsinger".