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Professionalität und persönliche Nähe

Weihbischof Thomas Löhr besucht im Rahmen der Visitation die Malteser in Kelkheim
Professionalität und persönliche Nähe
Professionalität und persönliche Nähe
© Reichwein/Bistum Limburg
© Reichwein/Bistum Limburg

Wenn Rettungsfahrzeuge mit Blumen geschmückt sind, muss wohl etwas Besonderes anstehen: Weihbischof Thomas Löhr hat im Rahmen seiner Visitation des Bezirks Main-Taunus am Donnerstag, 6. Juni, den Maltesern in Fischbach einen Besuch abgestattet. Zu den Höhepunkten gehörte dabei die Segnung von vier Fahrzeugen, die für diesen Anlass prächtig herausgeputzt worden waren. Zuvor hatte der Weihbischof bereits im  Gottesdienst in der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit Christophorus-Plaketten geweiht und Dienststellenleiterin Angelika Fischer und der Kreisbeauftragten Ruth Mühlhaus überreicht.

Fahrbare Intensivstationen mit viel Liebe

In die beiden fahrbaren Intensivstationen sei „viel Liebe“ reingesteckt worden – mit diesen Worten stellte der Leiter der Rettungswache, Steffen Gries, dem Weihbischof stolz die beiden neuen Rettungswagen vor. Was damit gemeint war, wurde unter seiner kundigen  Führung schnell klar. Bei der Inneneinrichtung und der gesamten Gestaltung ist aus der Praxis und Sachkenntnis heraus Wert auf jedes noch so kleine Detail gelegt worden - angefangen bei dem Rucksacksystem, in das bei der Baubesprechung allein 14 Stunden Arbeit investiert wurden: „Jede Schlaufe ist von Hand nachgemessen worden“, berichtete Gries. Dass er und seine Mitarbeiter auch den Fahrzeugausstatter beeindruckten -  „Er meinte, er habe noch nie ein Team erlebt, das so für das Thema brennt“ – wunderte da den Gast aus Limburg nicht mehr.

© Reichwein/Bistum LimburgWie im Flugzeug: Die Sauerstoffversorgung kommt aus der Decke
"Lass diese Fahrzeuge überall Hilfe und Rettung bringen"

Die Begeisterung gehört anscheinend zur Grundausstattung vieler Malteser, das erfuhr Weihbischof Löhr bei der anschließenden Präsentation. „Wir sind eine tolle Truppe und haben viel Spaß“, gab Ruth Mühlhaus als Motto für die Präsentation aus, in der sie das Engagement der rund 300 Ehrenamtlichen vor Ort umriss. Das reicht von Besuchs- und Begleitdiensten, Verpflegung mit der fahrbaren Feldküche und Katastrophenschutz über psychosoziale Notfallversorgung bis zu Erste-Hilfe-Kursen und vielfältigen Ausbildungsformaten. Gerade neu gegründet wurde eine Jugendgruppe für Sechs- bis Zwölfjährige, die sich einmal in der Woche im Malteserhaus trifft.

© Reichwein/Bistum LimburgIm Gottesdienst erbitten die Malteser Gottes Hilfe für ihr Engagement

„Das breite Spektrum, die Vielfalt und die Professionalität“, die Löhr im Anschluss hervorhob und lobte, fanden sich auch bei der Vorstellung der hauptamtlichen Dienste. Angelika Fischer demonstrierte „zum Mithören“ die Funktion des Hausnotrufes, in dessen Rahmen rund 1900 Kunden im Main-Taunus, Hochtaunus und in Frankfurt betreut werden. Mit beeindruckenden Zahlen wartete auch der Fahrdienst auf, mit dem in den beiden Kreisen im Taunus im vergangenen Jahr rund 80.000 Fahrgäste befördert wurden. Den Rollstuhlfahrdienst und das Liegendtaxi nutzten rund 8500 Patienten. Der imposante Fuhrpark insgesamt besteht aus 47 Fahrzeugen.

Exemplarisches Miteinander

Professionelles Arbeiten in Haupt- und Ehrenamt gehöre zum Leitbild der Malteser, betonte Diözesangeschäftsführer, Gregor-Alexander Goetz. Das Miteinander gelinge grundsätzlich gut, aber die Schnittstellen müssten gepflegt werden, damit es funktioniere. Die hier gelebten Lösungen beeindruckten auch Bezirksreferent Matthias Braunwarth, der sich für mehr Vernetzung im Bezirk aussprach. Insbesondere das gelingende Miteinander müsste exemplarisch sein für die Kirche, aber auch für den Zusammenhalt in der Gesellschaft, meinte in seinem positiven Resümee der Weihbischof, der nicht nur neue Einblicke in das Rettungswesen, sondern auch ein Beitrittsformular mit auf die Weiterreise nehmen konnte. 

© Reichwein/Bistum LimburgWeihbischof Löhr übergibt die geweihte Christophorus-Plakette an Angelika Fischer
© Reichwein/Bistum LimburgWeihbischof Löhr übergibt die geweihte Christophorus-Plakette an Angelika Fischer
© Reichwein/Bistum LimburgSteffen Gries, Leiter der Rettungswache, informiert über die Details
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© Reichwein/Bistum LImburgRettet Leben: Die Daten für kleine Patienten sind direkt ablesbar
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