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Segensbringer in Berlin

Bundeskanzlerin empfängt Sternsinger aus Königstein
Segensbringer in Berlin
Segensbringer in Berlin
Die Sternsinger Katrin, Gabriela, Clemens und Linus (v.l.) mit Pfarrer Dirk Bingener, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Prälat Dr. Klaus Krämer und Betreuerin Susanne Philippi (2. Reihe v.l.). © Ralf Adloff / Kindermissionswerk

Die Sternsinger Clemens (10), Linus (8), Gabriela (8) und Katrin (17) aus dem Kirchort St. Marien in der Pfarrei Maria Himmelfahrt im Taunus in Königstein haben das Bistum Limburg am Montag, 7. Januar, beim großen Sternsinger-Empfang im Bundeskanzleramt vertreten. Gemeinsam mit 104 Sternsingern aus den anderen Bistümern haben sie Bundeskanzlerin Angela Merkel den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ gebracht.

Ihr seid Segensbringer und Botschafter.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

„Ihr seid Segensbringer und Botschafter. Eure Botschaft ist: Wir gehören zusammen. Dass Ihr in diesem Jahr besonders auf die Situation von Kindern mit Behinderung aufmerksam macht, ist sehr wichtig“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Richtung der kleinen und großen Könige. „Manchmal werden Menschen, die ein bisschen anders sind, gehänselt und haben es nicht so einfach. Deshalb ist es auch ganz wichtig, dass wir mit Menschen mit Behinderung so umgehen, dass wir ihre Würde auch immer respektieren und uns in sie hineinversetzen.“

Eine Botschaft an alle

Bereits zum 14. Mal hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Sternsinger im Kanzleramt empfangen. Aus allen 27 deutschen Diözesen waren am Montagvormittag jeweils vier Sternsinger nach Berlin gereist und vertraten dort die rund 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die sich um den Jahreswechsel bundesweit in mehr als 10.000 katholischen Pfarrgemeinden und Einrichtungen an der 61. Aktion Dreikönigssingen beteiligen.

„Dass es so viele von Euch gibt und dass es die Betreuer gibt, das ist genau die Botschaft an uns alle und an die Menschen, die Ihr besucht: Macht doch auch was! Wer nur ein kleines bisschen hilft, kann schon einen Beitrag dazu leisten, dass sich woanders das Leben eines Menschen verändert“, so die Bundeskanzlerin.

Mit ihrer Spende unterstützt Merkel ein Projekt in der peruanischen Amazonasregion, in dem Ordensfrauen die Gesundheit, Entwicklung und gesellschaftliche Integration von Kindern mit Behinderung fördern. Die Ordensfrauen des Apostolischen Vikariats San José del Amazonas unterhalten dort zwei Rehabilitationszentren für rund 50 Babys und Kinder mit Behinderung bis 15 Jahren.

Jedes Kind ist eine Bereicherung für unsere Welt, für unser Land, und für alle, die diesen Kindern helfen.

Pfarrer Dirk Bingener

Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der die Gruppen gemeinsam mit Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, ins Kanzleramt begleitet hatte, bedankte sich bei Bundeskanzlerin Merkel für die Einladung und ging auf das Schwerpunktthema der Aktion ein. „Jedes Kind hat ein Recht zu Leben. Jedes Kind ist eine Bereicherung für unsere Welt, für unser Land, und für alle, die diesen Kindern helfen. Besonders deren Eltern haben ein Recht auf Unterstützung und auf Akzeptanz. Dies ist die Aufgabe des Staates, aber auch aller Bürgerinnen und Bürger. Es ist die Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Auch die Sternsinger haben in diesem Jahr großen Wert darauf gelegt, die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung stärker zu sehen. Wir haben dadurch dazu gelernt und hoffen, so selbst unser diesjähriges Motto einzulösen: Wir gehören zusammen“, so Bingener.

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© Ralf Adloff / KindermissionswerkBundeskanzlerin Angela Merkel empfängt 108 Sternsinger aus ganz Deutschland.