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Showstopper Kunst - Wann bin ich wirklich frei?

Showstopper Kunst - Wann bin ich wirklich frei?
Showstopper Kunst - Wann bin ich wirklich frei?
Grit Konrad und Fotograf Bernd Hartung vor dem Portrait, das er von ihr erstellt hat. © A. Zegelman / Bistum Limburg
© A. Zegelman / Bistum LimburgAndreas Varnhorn hat neben seinen Fotografien auch Texttafeln angebracht, auf denen die Portraitierten erzählen.
© A. Zegelman / Bistum LimburgAndreas Varnhorn hat neben seinen Fotografien auch Texttafeln angebracht, auf denen die Portraitierten erzählen.
© A. Zegelman / Bistum LimburgKay Maeritz vor seinem imposanten Jesus-Bild.
© A. Zegelman / Bistum LimburgSchnell ein Selfie - die Freude, endlich wieder Kunst zu feiern.

Stark und zart zugleich sieht sie aus, die junge Frau, die in die Kamera lächelt. Ihr nackter Oberkörper ist mit Tattoos bedeckt; dort, wo einst die Brüste waren, ranken sich nun Eibenzweige auf der Haut.

Bei der Eröffnung der Ausstellung „FREE“ am Freitagabend im Haus am Dom ist das Portrait, das Fotograf Bernd Hartung von Grit Konrad aus Wiesbaden gemacht hat, eins der eindringlichsten Bilder. 26 Fotografinnen und Fotografen von FREELENS, Deutschlands größtem Foto-Berufsverband, zeigen bis 18. Januar 2022 im Haus am Dom, was sie unter Freiheit verstehen – oder dem Mangel an Freiheit. Es ist die dritte Gemeinschaftsausstellung von FREELENS nach SLOW (2015) und WILD (2017).

Ursprünglich sollte die FREE-Ausstellung schon 2020 stattfinden, wurde damals aber wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben. „Damals wussten wir noch nicht, was das mit uns macht, aber mittlerweile wissen wir, wir müssen lernen, damit umzugehen“, sagt Bernd Hartung, der die Ausstellung gemeinsam mit Andreas Varnhorn, Ricarda Piotrowski und Bernd Rosenlieb organisiert hat.

Jeder Meter anders

Dass die Ausstellung nun mit einjähriger Verspätung stattfinden kann, freut ihn natürlich. Auch wenn zur Vernissage nur ein eingeschränkter Kreis von geladenen, maskentragenden Gäste kommen darf und man von den großen Vernissagen mit 450 Menschen in der Vor-Pandemie-Zeit weit entfernt ist, ist die Stimmung vor den Bildern doch gut. Die 26 Fotografinnen und Fotografen freuen sich sichtlich, dass sie nun endlich wieder mit Betrachtern über ihre Werke sprechen können. Dabei sind die Interpretationen von Freiheit so vielfältig wie die Künstlerinnen und Künstler selbst; alle paar Meter gibt es eine neue Technik, ein anderes Auge, einen ungewohnten Blickwinkel zu entdecken.

Menschen verharren und begegnen der Kunst

Diese Spannung spürt auch Dr. Johannes Lorenz, Studienleiter für Weltanschauungsfragen und Lebenskunst an der Katholischen Akademie, der die FREELENS-Ausstellungen im Haus am Dom verantwortet. „Leute, die ins Haus kommen, um zum Beispiel ein Ticket für eine Veranstaltung zu kaufen, bleiben stehen, schauen nach oben und betrachten Ihre Bilder“, sagt er den Fotografinnen und Fotografen bei der Vernissage. „Was sie tun, wird kurz unterbrochen. Und wenn Kunst so etwas schafft, braucht man nicht darüber zu reden, ob sie systemrelevant ist. Denn dann ist sie lebensrelevant.“

Video zur Vernissage der Ausstellung "FREE"

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Und dem Leben, auch wenn es weh tut, manchmal ganz nah. So wie die Bilder von Fotograf und Organisator Bernd Hartung, der brustamputierte Frauen oben ohne fotografiert hat. Seine Schwarz-Weiß-Portraits sind jedoch mehr als ästhetische Bilder; sie transportieren eine wichtige Botschaft. „Ärzte und Ärztinnen, Schwestern, die Gesellschaft gehen immer wie selbstverständlich davon aus, dass Frauen, denen die Brüste abgenommen werden mussten, einen Aufbau haben wollen. Dabei muss das doch jede Frau frei entscheiden können“, betont der Fotograf aus Frankfurt. Auch Grit Konrad hat sich nach ihrer OP vor fünf Jahren gegen einen Wiederaufbau der Brust entschieden; ja, sie hat sogar mit anderen Frauen, die Gleiches erlebt einen, einen Verein der stolzen Brustamputierten gegründet. Das hat Bernd Hartung so beeindruckt, dass er beschloss, die Kämpferinnen zum Thema seines Ausstellungsbeitrags zu machen.

Ungewollt frei

Andreas Varnhorn, Fotograf aus Bad Vilbel, zeigt einen anderen Aspekt von Freiheit – eine ungewollte nämlich, im pandemiebedingten Leerlauf. Er hat Geschäftseigentümerinnen und –eigentümer portraitiert und sie selbst erzählen lassen, was die Pandemie für ihre Unternehmen und ihre Leben bedeutet. Daraus entstanden ist eine Momentaufnahme von Einkaufsstraßen wie der Berger Straße, der Leipziger Straße und der Schweizer Straße, die von jetzt auf gleich in eine Starre fielen. „Mir war es wichtig, die Menschen nicht nur zu zeigen, sondern auch selbst zu Wort kommen zu lassen“, erklärt Varnhorn und deutet auf die Texttafeln neben seinen 15 Bildern. Dort liest man zum Beispiel von der Inhaberin eines Caterings, die plötzlich gezwungen war, kürzer zu treten – und Gefallen daran fand. Vom Besitzer eines Bekleidungsgeschäfts, der sich als einer der ersten zu 2G entschloss und angefeindet wurde. Und von einem Friseur, den in Bornheim jeder kennt – und dem man auf seinem im Spiegel aufgenommenen Portrait die Erschöpfung der harten Zeit deutlich ansieht.

Ein kopfloser Jesus

Auf eine ganz andere Art eindringlich ist das neunteilige fotografische Gemälde, das Kay Maeritz aus Rabenau neben den Eingang zum Zollamtssaal gehängt hat. Zu sehen ist ein kopfloser Jesus, der die Arme weit ausstreckt – über die sterbende Erde in Form von Hungergeistern und den Menschen, der sich für das Maß aller Dinge hält. „Die monotheistischen Religionen haben sich über die Natur erhoben“, erklärt er sein Bild. Maeritz hatte mitten im Lockdown schon einmal eine Ausstellung mit dem Titel „LEBEN“ im Haus am Dom, die allerdings aufgrund der vorübergehenden Schließung des Hauses ohne Zuschauer blieb. Umso mehr freut er sich, nun gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen endlich wieder Publikum zu haben.

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Die Ausstellung „FREE“ des Fotografenverbands FREELENS ist bis 18. Januar im Haus am Dom, Domplatz 3, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr (bei Abendveranstaltungen auch länger). Der Eintritt ist frei. Aktuell gilt für Besuche die 3G-Regel (getestet nur mit PCR-Test). Weitere Informationen auf www.hausamdom-frankfurt.de.

Die Fotografinnen und Fotografen

 

Debra Bardowicks, Frankfurt

www.debrabardowicks.com

Free again

Sankt Peter-Ording 2021

Taco wurde im Herbst 2020 von einer spanischen Tierschutzorganisation eingefangen, da er als Streuner ein unsicheres und gefährliches Leben hatte. Nach einiger Zeit auf einer Pflegestelle in Spanien und einem kurzen Aufenthalt im Tierheim, kam er nach Deutschland und in sein endgültiges Zuhause zu Debra. Es war immer klar, dass er unglaublich gerne rennt. Ohne bestimmten Grund. Einfach nur große Kreise. Rennen um des Rennens Willen, mit weit aufgerissenem Maul und großen Sprüngen. Zuerst durfte er das nur im Garten. Nach ein paar Monaten intensiven Trainings und Vertrauensbildung war es dann endlich so weit. Er darf nun endlich wieder rennen und hat seine Freiheit zurück.

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Günther Bauer, Frankfurt

www.guentherbauer.de

Grenzen der Freiheit oder Freiheit ohne Grenzen? Eine fotografische Reflektion

2021

Wir reden von Freiheit und stoßen ganz schnell auf Grenzen. Wir umgeben uns mit Zäunen, Mauern oder Stacheldraht, grenzen uns ab, sichern unsere Außengrenzen. Erlangen wir unsere persönliche Freiheit nur dadurch, dass wir uns abgrenzen, andere ausgrenzen? Portraits von Menschen: freiheitsliebend, freiheitssuchend, vielleicht haben sie ihre persönliche Freiheit schon gefunden? Wie frei sind wir in unseren Gedanken? Wie stark beeinflussen uns gesellschaftliche Klischees in unserer Entscheidung? Wie stark prägt unser kulturelles Erbe die eigene Wahrnehmung? Auch hier stoßen wir schnell an unsere Grenzen.

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Andreas Beyer, Wiesbaden

www.beyer-fotografie.de

Refugium Werkstatt

Deutschland und Schweiz 2019-2021

Ölige Hände und gute Laune schließen sich nicht aus, und die heimische Garage oder eine alte Scheune verwandeln sich daher schnell zum Sehnsuchtsort. Denn Bastelarbeiten am Oldtimer sind für manche Zeitgenossen der schönste Weg der Selbstfindung. Eine gewisse Sucht ist hierbei nicht auszuschließen, und kaum ist ein Projekt beendet, sehnt der passionierte Tüftler schon das nächste herbei.

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Bernd Hartung, Frankfurt

www.berndhartung.de

Brustlos

Frankfurt 2021

Julia: „Bei meiner Erstdiagnose war die Einschätzung aller Schwestern und Ärztinnen eindeutig: ‚Lassen Sie nach der Mastektomie einen Aufbau machen, sonst werden Sie jeden Tag daran erinnert. Wir machen Ihnen da was Schönes!’“ Vielen Frauen, denen wegen Brustkrebs ihre Brüste abgenommen werden, fühlen sich in einer Zeit, in der es viel zu entscheiden gibt, schlecht beraten. Der Aufbau mit Silikon scheint von fast Allen vorausgesetzt zu werden. Doch nicht alle Frauen möchten Implantate, die dazu oft noch Nebenwirkungen und eine begrenzte Haltbarkeit haben. Ist ein weiblicher brustloser Oberkörper, noch dazu mit Narben durchzogen, ein Affront?

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Axel Hess, Berlin/Frankfurt

www.axelhess.com

DOTS – Freiraum Feld

Berlin 2020-2021

Das Tempelhofer Feld in Berlin - ein erkämpfter Erlebnisraum, wie es ihn nirgendwo sonst gibt, eine gigantische Freifläche im Herzen der Millionenstadt. Subjektiv nur durch den Horizont begrenzt, bietet es Raum für freie Gedanken, für Bewegung, Austausch und Zeitlosigkeit. Mein Projekt macht dies erfahrbar, es zeigt zu Individuen erodierte Wegpunkte, vor allem aber: Die Intensität und Vielfalt der Menschen, welche die Freiheiten dieses einzigartigen Ortes zu nutzen wissen.

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Stephan Jonetzko, Idstein

www.stephan-jonetzko.de

Autobahntrasse A49 bei Stadtallendorf

Stadtallendorf 2020

Der Herrenwald bei Stadtallendorf ist eines der Waldstücke durch den der neue Abschnitt der Autobahn A49 in Mittelhessen verlaufen soll. Er ist zusammen mit dem Dannenröder Wald eines der bekanntesten Waldstücke der Klimaproteste im Jahre 2020. Der rund 40 Jahre alte sogenannte Planungsdinosaurier verläuft durch verschiedene Schutzgebiete sowie intakte Wälder. Waldflächen und Lebensraum in der Größe von ungefähr 140 Fußballfeldern wurden dafür gerodet und zerstört.

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Carina C. Kircher, Heidelberg

www.CarinaKircher.de

Free Runner

Heidelberg 2019-2021

Gunnar "Floid" Sanden, 20 Jahre alt. Lief schon mit fünf dauernd im Handstand herum und macht von klein auf Freerunning und Parkour, hat aber erst mit dreizehn gelernt, dass es so heißt. Die perfekte Sportart für einen hyperaktiven ADHSler,um die überschüssige Energie rauszulassen. Abschürfungen und Verletzungen sind da an der Tagesordnung. Da passt es, dass er gerade seine Ausbildung zum Gesundheitspfleger an der Uniklink Heidelberg macht.

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Georg Knoll, Rodenbach

www.georgknoll.com

Wüsten Namibias

Namibia 2019

Die Wüsten Namibias zählen teils zu den ältesten der Welt. Auch wenn sie nicht gänzlich ohne Leben sind, so scheinen sie zeitlos, meditativ, in purem Dasein, frei von Allem, schlicht zu existieren. Namibia ist eine der jüngsten afrikanischen „Demokratien“. Einst kolonialisiert und geschunden mittels eines Genozid der deutschen Kolonialherren an den Herero und gnadenloser Unterdrückung weiterer dort lebender Völker, wurde es nach dem 1. Weltkrieg als „Mandatsgebiet“ Südafrika zugeschlagen. Dessen Apartheidsregime unterdrückte bis 1989 weiterhin die traditionelle Bevölkerung. Die Landschaftsserie entstand auf einer Reise durch Namibia 2019. Sie wurde mit einer alten analogen Kamera mit Festbrennweite auf Schwarzweißfilm fotografiert.

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Ralph Larmann, Hadamar

www.larmann.com

Free-Lancer der Veranstaltungsbranche

Dortmund/Helsinki/Malmö/Nürnberg/Kopenhagen/Tel Aviv 2010-2021

Die Veranstaltungsbranche wird von unzähligen Soloselbstständigen geprägt. Larmann fotografiert deren Wirken zu nationalen und internationalen Inszenierungen. Mit seiner Ausstellung gewährt er einen Blick auf diese hochgradigen Spezialisten ihres Faches, die durch die Pandemie seit März 2020 weltweit ohne Arbeit sind.

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Anna Logue, Mannheim

www.annalogue.de

Über den Wolken

2020

Diese Serie entstand unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Unser kollektives Gedächtnis prägen seither Begriffe wie: Lockdown, Ausgangssperre, Quarantäne, Abstand, Risikogebiet und Social Distancing. Das Fliegen ist der ultimative Abstand. Die heimische Landschaft macht von oben betrachtet einen vollkommen friedlichen und alltäglichen Eindruck. Vertraute Orte lösen sich in abstrakte Farbflächen auf. Die Bilder wecken eine Sehnsucht, einen Wunsch nach Sinnstiftung, nach frei sein und wieder atmen können. Die Perspektive hat etwas Verheißungsvolles. In den grafischen Anordnungen und Texturen versucht der Mensch eine Struktur und eine Ordnung zu erkennen.

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Kay Maeritz, Rabenau

www.Kay-Maeritz.de

Free | frei | Freiheit

2021

Frei? Freiheit und Individualität ist für uns westlich geprägte Menschen das Maß aller Dinge. Dass unsere Freiheit ihre Grenze da hat, wo unser Tun die Freiheit anderer Menschen und die Lebensgrundlage aller Spezies auf unserem Planeten einschränkt, wird allzu gerne ignoriert. Die Folgen des Klimawandels sind das Thema meiner Fotomalerei. Auf Grundlage von Fotos entstehen in wochenlanger Feinarbeit mit Pinseln und/oder Grafiktablett etwas ganz Neues, so noch nie Gesehenes – Bilder in denen die „Krone der Schöpfung“ sich selbst eliminiert hat.

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Nabiha & Thom, Würzburg

www.UnityArt.eu

Hawa Mahal – Palast der Winde

Jaipur, Indien 2018

Diese aus fünf Bildern bestehende Serie zeigt MetaTecturals der kleinformatigen farbigen Glasfenster des Hawa Mahal in Jaipur. Der Maharadja Sawaj Pratap Singh ließ das Gebäude 1799 als Teil des Stadtpalastes errichten, um seinen Hofdamen die Möglichkeit zu geben, das Geschehen auf der Straße zu beobachten, ohne selbst gesehen zu werden. Auch wenn diese Frauen privilegiert waren, war es ihnen aufgrund patriarchaler Gesellschaftsstrukturen gleichzeitig nicht erlaubt, auf die Straße zu gehen. Aus heutiger Sicht würde man wohl formulieren, dass sie in einem goldenen Käfig lebten.

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Niko Neuwirth, Frankfurt

www.nikoneuwirth.de

Analog Frankfurt

Frankfurt, 2016-2021

Seit 2016 hält Niko Neuwirth in seiner Reihe „Analog Frankfurt“ alltägliche Szenen und Menschen aus seinem Umfeld fest. Hierbei genießt er seinen freien fotografischen Spielraum ohne hundertprozentige Kontrolle und ohne feste Regeln. Der spontane Moment des Auslösens, der Bildkomposition, der gezielte Einsatz von abgelaufenen Filmen, sowie dem besonderen Moment, die fertig entwickelten Bilder oft Wochen später erst zu sichten, stellen für ihn einen besonderen Reiz dar und geben dem Projekt seine persönliche Note. Die starke Limitierung der Bilder durch die Filmrolle und der einmalige Belichtungsprozess wirken wie eine besondere Art der Verdichtungsarbeit im Prozess des Fotografierens.

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Michael Pasternack, Kronberg/Frankfurt

www.michaelpasternack.de

„Freedom shall not be a dream but a reality“ – Porträt einer Reggae-Band

Kapstadt, Südafrika 2019-2020

„Sons of Selassie“ ist eine 1985 gegründete Reggae-Band aus Kapstadt. Sie spielte zunächst in den sogenannten „Cape Flats“ von Kapstadt, wo die Apartheidsregierung in diesem südlichen, flachen und sandigem Land Behausungen für nicht-weiße Südafrikaner verschiedener Ethnien schuf. Die Band entstand während des Kampfes gegen die Apartheid mit dem Ziel der Verbreitung der Botschaft von Frieden, Liebe, Einheit, Gerechtigkeit und Gleichheit für alle Menschen. So vereinte sie in Zeiten des Freiheitskampfes alle Menschen jedweder Hautfarbe. Die Arbeit besteht aus einem dokumentarischen Porträt der Band. Im Mittelpunkt steht Brother Manchi, der charismatische Leadsänger und Gründer der Band, der mit sozialem Engagement und Musikprojekten versucht der Jugend eine Alternative zum Gangstertum zu bieten.

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Ricarda Piotrowski, Frankfurt

www.equine-world.photography

Kopfsache

Frankfurt 2021

Der Mensch greift seit jeher in die Natur ein und sorgt für gravierende Veränderungen. Das von der Natur Gegebene vermischt sich mit dem vom Menschen Gemachte. Wie wir den Raum um uns wahrnehmen und was wir als natürlich erachten, hängt im Wesentlichen vom individuellen Betrachter ab. Alltägliche Situationen nehmen wir als Normalität wahr, das Auge hat sich an den menschlichen Einfluss gewöhnt. Die Ebenen des Natürlichen und Künstlichen überlagern sich und es entsteht eine neue Ästhetik, welche die Frage nach richtig und falsch offen lässt.

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Andreas Reeg, Darmstadt

www.andreasreeg.com

Welcome to my office

Darmstadt/Michelstadt 2020-2021

„Welcome to my office“ waren die Worte, mit denen mich eine Reinigungskraft am Eingang zur Flughafentoilette in Kapstadt stolz begrüßte. So wie er sorgen tagtäglich tausende Reinigungsfachkräfte mit ihrer Arbeit für ein sauberes und hygienisches Lebensumfeld.

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Moritz Reich, Frankfurt

www.moritzreich.de

Silent Breath

Frankfurt 2020

Apnoetauchen/Freitauchen ist die älteste und ursprünglichste Form des Tauchens. Bereits in der Steinzeit wurden mit einem Atemzug Muscheln und Perlen gesammelt oder Fische mit dem Speer gejagt. Heutzutage wird es überwigend als Sport betrieben. Durch gezielte Übungen und Techniken wird der Umgang mit dem Atemreiz geübt und kontrolliert. So können erstaunliche Zeiten, Strecken und Tiefen erreicht werden.

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Sascha Rheker, Alzenau

www.sascharheker.com

Fursuits

2017-2020

Fursuits (von fur engl.: fellig, pelzartig und suit engl.: Anzug). Die anthropomorphen Fursuits sind der von der Öffentlichkeit am ehesten wahrgenommene Teil des Furry-Fandoms. Fursuits werden als Einzelstück individuell entworfen und gebaut und verschaffen der selbst geschaffenen anthropomorphen Identität (der “Furnsona”) Manifestation in der realen Welt. Der Anthropomorphismus bezeichnet das Zuschreiben menschlicher Eigenschaften auf Tiere im Sinne einer Vermenschlichung. Die menschlichen Eigenschaften können sich dabei sowohl in der Gestalt als auch im Verhalten zeigen. Die Bandbreite der Erscheinungsformen reicht von den Tieren in den Märchen der Gebrüder Grimm bis hin zu tierischen Cartoon- und Comicfiguren.

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Bernd Roselieb, Frankfurt

www.bernd-roselieb.com

Corona

Frankfurt 2020-2021

Zeit ist ein sehr wichtiger Faktor beim Umgang mit der Coronapandemie. Zeitrafferaufnahmen von Wolken machen deren Bewegungen sichtbar, die sich durch Echtzeitbeobachtungen nur schwer erkennen lassen. Sie haben eine Analogie zum Coronavirus, das permanent mutiert und sich über die gesamte Erde verbreitet hat. Erst durch die Zeitrafferaufnahmen wird die ganze Dynamik der Wolken sichtbar. Das Coronavirus wird erst durch Nachrichten, Statistiken und Infektionen in seiner ganzen Komplexität erkennbar.

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Peter Schauwienold, Frankfurt

www.schauwienold.com

Ikarus

Frankfurt 2020

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Cora Trinkaus, Darmstadt

www.coratrinkaus.de

Unterwegs zuhause – über moderne Nomaden

Deutschland, Österreich, Slowenien, Schweden, Dänemark, Schottland 2018-2020

Durch die voranschreitende Digitalisierung und Globalisierung hat sich unsere Arbeits- und Lebenswelt in den letzten Jahren stark verändert. Neue Möglichkeiten haben sich ergeben, um das Leben, Arbeiten und Reisen miteinander zu verbinden. Einige Menschen sehnen sich immer mehr nach einem selbstbestimmten Leben und Wegen aus dem Überfluss hin zu mehr Achtsamkeit und Entschleunigung. Die neuen modernen Nomaden nutzen die vorhandenen Möglich¬keiten, ein selbstbestimmtes, orts¬unab¬hängiges Leben fernab von klassischen 9-to-5 Jobs zu führen.

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Jutta Ulmer, Frankfurt

www.lobOlmo.de

Sadhus

Nepal 2017-2019

Sadhus sind hinduistische Bettelmönche. Sie streben nach Moksha, nach der Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten. Um dieses Ziel zu erreichen, führen sie ein asketisches Leben

ohne festen Wohnsitz, Privateigentum und Geschlechtsverkehr. Sadhus studieren die heiligen Schriften, beten, fasten, spenden Segen und rauchen Marihuana zum Zwecke der Meditation. Sie bemalen sich ihre Stirn in den heiligen Farben Gelb und Rot und tragen Gewänder in oranger Farbe, die für Entsagung steht.

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Andreas Varnhorn, Bad Vilbel

www.andreasvarnhorn.de

Frankfurt Im Leerlauf

Frankfurt 2021

Die Stadtteil-Einkaufstraßen Berger Straße (Nordend, Bornheim), Leipziger Straße (Bockenheim) und Schweizer Straße (Sachsenhausen) im Pandemie-Leerlauf. Was ging noch, was ging gar nicht mehr, was begann neu zu gehen? Acht Ladeninhaber*innen ziehen ein Fazit. So wie Guillermo Gonzalez vom Friseursalon N-Kuentro: „Als Selbstständiger bist du in diesem Land, ehrlich gesagt, am Arsch.“ Straßenszenen flankieren die neue Normalität im Corona-Frühjahr 2021.

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Jörg Volland, Bad Vilbel

www.joergvolland.com

Airport Journey

Frankfurt 2020

Eine dokumentarfotografische Spurensuche während der Corona-Pandemie auf dem größten deutschen Verkehrsflughafen und weltweit einer der bedeutendsten Luftfahrtdrehkreuze. Ein aussterbender Mikrokosmos durch die Auswirkungen eines Virus.

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Klaus Weddig, Frankfurt

www.klausweddig.net

Young Dolphins - constructed reality

Straße von Gibraltar nahe Tanger, Marokko 2018

In der Straße von Gibraltar konnte ich eine große Schule Jungdelfine begleiten: ein atemberaubendes Bild flüchtiger Bewegungen, steten Auf- und Abtauchens. Ich fotografierte pausenlos, doch jede Belichtung hielt nur einen Sekundenbruchteil des Ereignisses fest und dekonstruierte es in technische Bruchstücke. Um das wahrgenommene Bild zu realisieren, habe ich mehrere dieser Fragmente zu einer constructed reality zusammengefügt.

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Michael Zegers, Frankfurt

www.michaelzegers.de

FREE your mind

Delhi/Rishikesh/Varanasi, Indien 2019

FREE you mind – mach’ den Kopf frei, oder etwas spiritueller: befreie deinen Geist.

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