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Vereint - trotz Distanz

Am Sonntag um 12 Uhr Glockengeläut und Gebet von zuhause
Vereint - trotz Distanz
Vereint - trotz Distanz
© M. Biallas/domradio.de

Die Vorsorge gegen die Ausbreitung des Corona-Virus erfordert körperliche Distanz, deshalb dürfen aktuell auch keine Gottesdienste stattfinden. Die katholische und evangelische Kirche in Frankfurt möchten trotzdem die Menschen miteinander in Verbindung bringen und laden am Sonntag, 29. März 2020, wieder zum gemeinsamen Gebet ein. Um 12 Uhr werden in Frankfurt und Offenbach die Kirchenglocken läuten und alle Menschen können zuhause gemeinsam folgendes Gebet sprechen:

Gott, der du viele Namen hast,

wir rufen zu dir,

gemeinsam mit den vielen Menschen in unserer Stadt,

gemeinsam mit Menschen anderen Glaubens,

gemeinsam mit allen Menschen guten Willens,

wollen wir innehalten und unsere Sorgen bedenken.

Wir bringen sie vor dich.

 

Unser gewohntes Zusammenleben hat sich verändert.

Wir müssen Abstand halten von unseren Mitmenschen,

auch von Menschen, die uns lieb und wert sind,

denn wir wollen andere keiner Gefahr aussetzen.

 

Gott,

wir bitten dich um Zuversicht und Hoffnung in dieser verrückten Situation.

Lass uns besonnen handeln,

die Gefahr nicht auf die leichte Schulter nehmen,

aber auch nicht übertrieben reagieren,

und unseren Mitmenschen zugewandt bleiben.

 

Wir denken an die Menschen,  die an diesem Virus erkrankt sind:

Schenke ihnen Genesung!

Wir hören von der unerträglichen Situation in den überfüllten Krankenhäusern in anderen Ländern,

und bitten dich: Lass die Menschen dort nicht allein!

 

Wir denken an Eltern mit ihren Kindern,

und bitten dich um Frieden in den Familien - gerade unter den besonderen Belastungen, denen sie derzeit ausgesetzt sind.

Wir denken an Menschen, die einsam sind und auf die Zuwendung anderer angewiesen:

Schenke uns Phantasie, ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.

 

Wir denken

an Ärztinnen und Ärzte, an Pflegerinnen und Pfleger,

an Mitarbeitende im Rettungswesen,

an alle, die im Gesundheitswesen und in den Pflegeeinrichtungen arbeiten:

Gib ihnen Kraft und lass sie nicht müde werden, den Kranken beizustehen und ihnen freundlich zu begegnen.

 

Wir denken

an die Politikerinnen und Politiker, an die Mitarbeitenden in den Gesundheitsämtern und in den wissenschaftlichen Instituten:

Schenke ihnen Weisheit und Augenmaß in ihren Entscheidungen, die unser Zusammenleben betreffen, aber auch entschlossenes Handeln, wenn es nötig ist.

 

Wir denken auch an alle, die jetzt noch schlimmer leiden als wir,

in den Kriegsgebieten in Syrien, Obdachlose und Flüchtlinge, die auf der Straße leben müssen.

Schenke ihnen Trost und Menschen, die sich über sie erbarmen.

 

(Hier könnten Sie mit dem Vater Unser fortfahren, oder, wenn Sie einer anderen Religion angehören, mit einem wichtigen Gebet aus Ihrer eigenen religiösen Tradition.)

 

Vater unser im Himmel.

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

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