Kategorien &
Plattformen

Wallfahrt zur Mutter der Vertriebenen

Zum 62. Mal pilgern schlesische Katholiken nach Königstein
Wallfahrt zur Mutter der Vertriebenen
Wallfahrt zur Mutter der Vertriebenen
Die "Mutter der Vertriebenen" in der Kollegkirche © privat

Seit 62 Jahren ist am letzten Sonntag im August Königstein Ziel schlesischer Katholiken: Am Sonntag, 25. August, kommen die Teilnehmer der St. Annaberg-Gedächtniswallfahrt in diesem Jahr im Taunus zusammen. Da die Kollegskirche, ihr für diesen Anlass angestammter Ort, saniert wird, wird der Festtag erneut im Haus der Begegnung (Bischof-Kaller-Straße 3) begangen. Um 10 Uhr beginnt hier das Hochamt mit Weihbischof em. Gerhard Pieschl, ehemals Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge, und Konzelebranten.

Nach der Mittagspause folgt um 13.30 Uhr in der traditionellen Heimatstunde ein Vortrag über die Mission „Kirche in Not“. Der Tag schließt mit einer Marienandacht ab, die Konsistorialrat Wolfgang Blau aus Seligenstadt hält. Bereits ab 9 Uhr ist Gelegenheit, zu beichten oder am Rosenkranzgebet teilzunehmen. Auch die Stärkung „auf schlesische Art“ fehlt nicht: Zwei Verkaufsstände bieten „Heimatliches“ an: echten schlesischen Mohnkuchen und Brot, sowie Wurstwaren nach traditionellen schlesischen Rezepturen.

Die Kollegskirche in Königstein wurde zur Wallfahrtskirche durch die bewegende Darstellung der „Mutter der Vertriebenen“, die der schlesische Bildhauer Erich Jäkel 1952 selbst schnitzte. Die Schlesier ließen in dem Gotteshaus 1957 einen Altar zu Ehren der heiligen Anna errichten. Dargestellt ist das Gnadenbild vom oberschlesischen Sankt Annaberg; neben dem Altar erinnert eine Urne mit Erde an diesen bedeutenden Pilgerort.