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„Was für ein Mensch will ich sein?“

Erinnerung an die Novemberpogrome in Hadamar
„Was für ein Mensch will ich sein?“
„Was für ein Mensch will ich sein?“
© Pixabay

Unter der Fragestellung „Was für ein Mensch will ich sein?“ erinnern Schüler der Hadamarer Glasfachschule am Mittwoch, 7. November, um 18.00 Uhr in der Synagoge Hadamar (Nonnengasse 6) an die Novemberpogrome des Jahres 1938. Bei der Veranstaltung werden Biografien von Opfern des nationalsozialistischen Regimes aus Hadamar vorgestellt. Zudem geht es um jene, die sich dem System entgegenstellten.

Familie Schönberg aus Hadamar

Die Gedenkveranstaltung beschäftigt sich auch mit Familie Schönberg aus Hadamar. Die Familie war unmittelbar in die Vorkommnisse der Novemberpogrome involviert: Während die Tochter Bertha Schönberg, verheiratete Eichhorn, nach jahrelanger KZ-Haft überlebte, wurden ihre Mutter und ihr Bruder deportiert und in Vernichtungslagern ermordet.

Hintergrund

Die Veranstaltung ist das Ergebnis eines fächerübergreifenden Unterrichtsprojekts, das vom Amt für katholische Religionspädagogik im Bezirk Limburg in Kooperation mit der Stadt Hadamar und der Glasfachschule Hadamar durchgeführt wurde. Auf der Basis des Jugendromans „28 Tage lang“ von David Safier haben sich die Schüler mit möglichen Handlungsoptionen in einer Diktatur beschäftigt. Dabei ging es auch um die Frage, welche persönlichen Schlussfolgerungen aus der Geschichte zu ziehen sind.

Novemberpogrome

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 fanden im damaligen Deutschen Reich Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung statt. Die Nationalsozialisten prägten dafür den Ausdruck „Reichskristallnacht“. Ausschreitungen und Morde gab es auch in den Tagen vor und nach dem Datum 9./10. November. Mit den Novemberpogromen 1938 begann die systematische Vertreibung, Enteignung und Vernichtung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus.

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