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Weihnachtsbriefmarke zeigt Kirchenfenster aus Bad Soden

Portalfenster von St. Katharina ist das Motiv des diesjährigen Sonderpostwertzeichens
Weihnachtsbriefmarke zeigt Kirchenfenster aus Bad Soden
Weihnachtsbriefmarke zeigt Kirchenfenster aus Bad Soden
Mit Licht gemalt: Weihnachten im Kirchenfenster © Ilse Jentzsch

Das große Portalfenster der Pfarrkirche St. Katharina in Bad Soden kommt zu besonderen Ehren: Ein Ausschnitt daraus, der die Geburt Christi zeigt, ist in diesem Jahr das Motiv des Sonderpostwertzeichens zu Weihnachten. Der Portowert beträgt 80 Cent, der Zuschlag 40 Cent. Der Erlös aus dem Plusanteil geht an die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der unter anderem auch der Caritasverband angehört. Ausgabetag ist der 2. November, es soll auch einen Ersttagsbrief geben. Die Briefmarke wird in einer Auflage von rund 5,8 Millionen erscheinen.

Als ihn das Bundesfinanzministerium über die Entscheidung informiert habe, sei er völlig überrascht gewesen, sagt Pfarrer Alexander Brückmann, der sich sehr über die unverhoffte „Werbung“ und das besondere Ereignis freut. „Das gibt es ja nicht gerade jeden Tag.“ Wenn er auch nicht weiß, wer das Motiv eingereicht hat, so ist er dem- oder derjenigen doch dankbar. Das Fenster könne ein bisschen Unterstützung gut gebrauchen. Es sei in die Jahre gekommen und eigentlich stünde eine umfassende Sanierung an. Die Kosten dafür lägen allerdings im sechsstelligen Bereich. Dass die Briefmarke allemal in Bad Soden und Umgebung reißenden Absatz finden wird, ist für ihn keine Frage: „Wir selbst werden die Marke jedenfalls in großen Mengen ordern, um sie zu nutzen“, sagt er. 

Das Portalfenster am Haupteingang der Kirche, das zahlreiche Szenen und Figuren aus dem Alten und Neuen Testament darstellt, ist nach einem Entwurf des bedeutenden niederrheinischen Glasmalers Johannes Beeck (1927-2010) entstanden. Er schuf in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Fenster für über 360 Kirchen, Kapellen und Profanbauten im In- und Ausland. Gefertigt wurde das Fenster von der Firma Gustav Schröder in Frankfurt. Es besteht aus rund 13000 einzelnen Glasstücken, die in 59 Feldern zu einem farbenprächtigen Bild zusammengefügt sind. Das Motiv mit der Geburt Christi ist das erste im inneren Bilderzyklus, der unten links neben dem Portal beginnt.

Die Abteilung Familienpastoral des Bistums Limburg plant begleitend eine Bastelvorlage mit dem Motiv für Kinder. Außerdem soll es eine Ausmalbild zum Download geben und eine Art Windlicht für Senioren. Die Geburt Christi aus dem Bad Sodener Fenster wird zudem in diesem Jahr die offizielle Weihnachtskarte des Bistums schmücken.

© Hildegard LütkenhausDas Fenster ist eines der frühesten Werke von Johannes Beeck (1927-2010)

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