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Einer muss die Wahrheit sagen

Fastenpredigten zu Pater Richard Henkes in Limburg
Einer muss die Wahrheit sagen
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Am 17. März startet bei den Pallottinern in Limburg eine Fastenpredigtreihe zu Pater Richard Henkes. © Pallottiner

An den kommenden vier Sonntagen gibt es bei den Pallottinern in Limburg Fastenpredigten zu Pater Richard Henkes. Der Märtyrer der Nächstenliebe Richard Henkes wird in diesem Jahr seliggesprochen. Die Fastenpredigten in der Kirche St. Marien (Wiesbadener Str. 1/ Limburg) werden sowohl in der Frühmesse um 7.30 Uhr als auch beim Konventamt um 9.30 Uhr gehalten. Auch im Limburger Dom ist Pater Richard Henkes Thema bei einer Fastenpredigt.

Den Auftakt in St. Marien macht Pater Norbert Possmann am Sonntag, 17. März, zum Thema "Verwurzelt in Gott und seiner Familie". Es folgen Pater Leo Wiszniewsky am Sonntag, 24. März, zum Thema "Einer muss die Wahrheit sagen", Pater Bernhard Pieler am Sonntag, 31. März, zum Thema "Ohne Wenn und Aber - Brückenbauer trotz Stacheldraht" sowie Pater Otmar Steinebach am Sonntag, 7. April, zum Thema "Mit meinem Gott springe ich über Mauern".

Die Predigtreihe der Pallottiner steht unter dem Motto "Pater Richard Henkes – gelebte Antworten auf Fragen von Heute". Die Konventämter werden musikalisch von der Choralschola der Pallottiner Limburg unter Leitung von Wolfgang Haberstock gestaltet. Die Orgel spielt Frank Sittel.

Ein weiterer Pallottiner, Pater Alexander Holzbach, kommt zu einer Fastenpredigt in den Limburger Dom. Er wird am 4. Fastensonntag, 31. März, um 17 Uhr über Katharina Kasper und Richard Henkes predigen, über Christen, die sich einsetzen. Seine Predigt überschreibt Holzbach mit dem Titel: „Damit das Leben blüht, nicht verkümmert.“

Selbst bekannter Fastenprediger

Pater Richard Henkes, geboren in Ruppach-Goldhausen im Westerwald, war selbst ein bekannter Fastenprediger der Pallottiner. In einem Zeitzeugenbericht von 1934 steht, dass seine Fastenpredigten Stadtgespräch waren. „Jedes Mal, wenn er predigte, war unsere Kirche gerammelt voll. Ein Gemisch aus Gläubigen und Neugierigen. Man spürte, dass er das zu sagen wagte, was viele von uns nicht mehr zu sagen wagten.“ Wegen einer regimekritischen Predigt wurde er von der Gestapo verhaftet. Im Konzentrationslager in Dachau ließ er sich freiwillig mit typhuskranken Menschen einschließen, um sich um sie zu kümmern. Nach zwei Monaten im Dienst der Nächstenliebe infizierte er sich und starb am 22. Februar 1945.

In diesem Jahr wird Pater Richard Henkes in Limburg seliggesprochen. Der Vatikan hat diese Entscheidung von Papst Franziskus am 22. Dezember 2018 in Rom bekanntgegeben.