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Gebetstag für Opfer sexuellen Missbrauchs

Bischöfe veröffentlichen Materialien für Gottesdienste
Gebetstag für Opfer sexuellen Missbrauchs
Gebetstag für Opfer sexuellen Missbrauchs
Der Gebetstag soll ein Zeichen der Solidarität mit von Missbrauch betroffenen Menschen sein und für das Thema in Gesellschaft und Kirche sensibilisieren. © James Colemann / Unsplash.com

Die Deutsche Bischofskonferenz hat Kirchengemeinden und Pfarreien aufgerufen, einen  Gebetstag für Opfer sexuellen Missbrauchs zu begehen. Mit dem Gebetstag soll ein Zeichen der Solidarität mit Menschen zum Ausdruck gebracht werden, die Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sind. Er versteht sich auch als ein Beitrag zur Sensibilisierung für diese Thematik in Kirche und Gesellschaft. Die Bischöfe empfehlen, den Gebetstag in den Tagen um den 17. November, den 33. Sonntag im Jahreskreis, zu feiern.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Deutsche Bischofskonferenz Gebets- und Fürbittenvorschläge für die Gestaltung von Gottesdiensten bereitgestellt, die weiterhin aktuell sind. In diesem Jahr werden zusätzliche Elemente für die Gestaltung von unterschiedlichen Gottesdienstformen bereitgestellt. Dazu gehören neben weiteren Fürbitten auch Impulse und Texte von Betroffenen.

Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, ermutigt Pfarrgemeinden und Verbände, den Gebetstag zu nutzen: „Als Kirche übernehmen wir Verantwortung für das Unrecht, das Menschen in der Kirche angetan wurde. Als Gläubige wollen wir mit dem Gebet unsere Solidarität und Nähe ausdrücken“, so Bischof Ackermann. Die verschiedenen Materialen bieten eine gute Möglichkeit, in der Liturgie mit einem Gebet der Betroffenen zu gedenken oder einen Gottesdienst speziell unter das Thema Missbrauch zu stellen. „Oft gibt es keine Worte für das Leid, das Betroffene sexualisierter Gewalt erfahren haben. Aber im Gebet zu Gott eröffnet sich die Möglichkeit, Sprachlosigkeit zu überwinden“, so Bischof Ackermann.

Der Gebetstag für die Opfer sexuellen Missbrauchs findet seit 2015 auf Anregung von Papst Franziskus statt. Er liegt in zeitlicher Nähe zum „Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ (18. November 2019), der vom Europarat initiiert wurde. (DBK/clm)

Die Materialien für den Gebetstag von 2018 und 2019 finden Sie zum Download auf der Themenseite "Sexueller Missbrauch" der Deutschen Bischofskonferenz.