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01.10.2013

Gott hat keine Angst

Delegation erlebte Internationalen Katechese-Kongress

ROM/LIMBURG - Bereichernd, begeisternd und bewegend! Dieses Fazit zieht die Gruppe aus dem Bistum Limburg, die am Internationalen Katechese-Kongress und an der Internationalen Katechese-Wallfahrt in Rom dabei waren. Gemeinsam haben sich Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst und die zehnköpfige Delegation aus Ehren- und Hauptamtlichen mit Fragen der Glaubensweitergabe befasst, die Ewige Stadt erkundet, gemeinsam gebetet und in weltkirchlicher Gemeinschaft, Glauben erfahren. Der Bischof von Limburg hatte als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz an dem Treffen teilgenommen.

Höhepunkt der Wallfahrt und des Kongresses waren die Begegnungen mit Papst Franziskus. "Der Heilige Vater hat sich viel Zeit genommen, um mit uns zu sprechen. Seine Herzlichkeit und seine Ausstrahlung zeugen von einer tiefen, geerdeten Spiritualität", bilanzierte Bischof Tebartz-van Elst. Genau diese Herzlichkeit und die Klarheit seiner Worte faszinierten auch die anderen Teilnehmer. "In seiner einfachen und eindringlichen Sprache hat der Papst Dinge klar auf den Punkt gebracht", sagte Martin Klaedtke. Der Theologe leitet die Abteilung Grunddienste und Entwicklung der Pastoral und ist für das Aufgabenfeld "Katechese" im Bischöflichen Ordinariat zuständig. Unmissverständlich habe der Heilige Vater bezeugt, dass Katecheten unbedingt aus einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus leben müssen. Nur so könnten sie nah bei den Menschen sein. Franziskus habe den Kongressteilnehmern die biblische Geschichte von Jona mit auf den Weg gegeben. Jona, der feste Vorstellungen davon hatte, wie Gott zu sein und zu handeln hat und dann erleben musste, dass Gott viel größer ist. "Gott ist nicht starr oder starrköpfig. Er ist treu, schöpferisch und hat vor nichts und niemanden Angst", so Papst Franziskus. Er warnte davor, sich in frommen kirchlichen Zirkeln einzuschließen und forderte stattdessen einen Gang an die Ränder der Gesellschaft und der Kirche. "Lassen Sie sich von der schöpferischen Energie Gottes, von seinem Geist, der im Evangelium greifbar wird, anstecken", sagte der Heilige Vater.


Begeistert von der Begegnung mit dem Papst war auch Maria Becker aus Dillenburg. "Er ist ein Mensch mit einer bereichernden Ausstrahlung. Viele seiner Impulse kann ich gut in meine Arbeit einfließen lassen", sagte Becker. Viel mitgenommen für ihren Alltag hat auch Erika Freiling. "Wir waren mit einer tollen Gruppe unterwegs und ich habe viele Menschen kennengelernt. Das gemeinsame Gebet und die Eucharistiefeier mit dem Papst haben einfach gut getan. Ich habe gespürt, dass ich im Glauben nicht alleine bin", so Freiling. Vollauf begeistert ist auch Renate Kraus von den Tagen in Rom. Sie sagte: "Ich habe mir extra frei genommen, um das Erlebte zu reflektieren. Rom war einfach toll. Die Papstmesse hat mich fasziniert und ich habe in der Ewigen Stadt die lange Geschichte des Christentums erlebt." Von der ruhigen, ja dichten Atmosphäre bei der Heiligen Messe mit dem Papst war auch Catrin Ulrike Lerch beeindruckt. Da sei richtig was rüber gekommen. Diese Auffassung teilen auch Slawomir Moleda, Christine Sauerborn-Heuser und Pia Arnold-Rammé. Die Idee einen Internationalen Katechese-Kongress im Jahr des Glaubens zu organisieren findet Christian Trenk großartig. Ihm hat die Wallfahrt gezeigt, wie wichtig Katechese ist und welche Bedeutung der Katechet für die Glaubensweitergabe ist. (StS)

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