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200 Jahre Bistumsgeschichte in einem Regal

Teile der ehemaligen Bischofswohnung werden jetzt als Museum genutzt
200 Jahre Bistumsgeschichte in einem Regal
200 Jahre Bistumsgeschichte in einem Regal
Der Touchscreen liefert Erklärungen zu den 130 Ausstellungsstücken. © Bistum Limburg

Die Wohnung im Limburger Bischofshaus soll genutzt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dieses Ziel der Bistumsleitung ist nun erfolgreich umgesetzt worden. Ab Mittwoch, 17. April, können Besucher des Diözesanmuseums im Erdgeschoss der ehemaligen Wohnung von Bischof em. Tebartz-van Elst eine Ausstellung zur fast 200-jährigen Bistumsgeschichte erleben. Auch die Kapelle ist nun über das Museum zugänglich. Im Untergeschoss der Bischofswohnung befinden sich Lagerräumlichkeiten des Museum.

Seit November 2017 wurden Teile der Wohnung für die Museumsnutzung umfunktioniert. Im wandbreiten Bücherregal des Arbeitszimmers stehen nun 130 Ausstellungsstücke. Angefangen mit dem Birett des ersten Limburger Bischofs Jakob Brand bis hin zu zwei Weingläsern von der letzten Bischofsweihe am 18. September 2016, erzählen sie die 200-jährige Geschichte des Bistums. Ein Touchscreen in der Mitte des Raums liefert Erklärungen zu den Objekten. Zudem hängen an einer neuinstallierten Wand in der Bischofsfarbe Violett Portraits der 13 Bischöfe. Das ehemalige Wohnzimmer nebenan wird vor allem für Sonderausstellungen genutzt. Aktuell stehen dort Skulpturen und eine neapolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert. Auch die Kapelle können sich die Besucher anschauen.

Untergeschoss dient als Depot

„Viele Museen haben viel zu wenig Abstellflächen für ihre Stücke“, erklärt Prof. Dr. Matthias Kloft, Leiter des Diözesanmuseums. Deshalb wird der untere Teil der Bischofswohnung fortan als Lager für die Exponate des Diözesanmuseums benutzt und ist somit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Bischof Dr. Georg Bätzing wird den neuen Teil des Museums am Dienstag, 16. April, eröffnen. Gleichzeitig startet dann auch eine neue Ausstellung des Diözesanmuseums unter dem Motto „Katharina Kasper und die Armut im Westerwald“.

Hintergrund

Um aus einer Wohnung einen öffentlichen Raum zu machen, müssen eine Umnutzung beantragt und bauliche Auflagen erfüllt werden. So musste unter anderem die Sicherheitstechnik erneuert, der Außenbereich überdacht und ein Geländer angebracht werden. Der Umbau hat insgesamt 225.000 Euro gekostet.

© Bistum LimburgDas älteste Ausstellungsstück (unten links): das Birett des ersten Limburger Bischofs Jakob Brand.
© Bistum LimburgDas älteste Ausstellungsstück (unten links): das Birett des ersten Limburger Bischofs Jakob Brand.
© Bistum LimburgEin Regal voller Schätze: 130 Ausstellungsstücke erzählen die 200-jährige Bistumsgeschichte.
© Bistum LimburgDie neapolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert steht im einstigen Wohnzimmer.
© Bistum LimburgFür die Öffentlichkeit zugänglich ist auch die hauseigene Kapelle.
© Bistum LimburgFür den Umbau wurde eine Glasüberdachung angebracht.
© Bistum LimburgAn diese Wand in der Bischofsfarbe Violett werden Portraits der 13 Limburger Bischöfe gehängt.
© Bistum LimburgDer Schrank im Untergeschoss dient als Lagerfläche.
© Bistum LimburgAuch das ehemalige Schlafzimmer wird als Depot genutzt.