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Caritas startet neue Online-Plattform
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© www.caritas.de

Die Caritas hat eine neue Online-Plattform für Hilfesuchende gestartet. Damit können künftig Menschen ganz unkompliziert per Handy oder Tablet Hilfe in Anspruch nehmen, die von sich aus niemals in eine Beratungsstelle gekommen wären. Die Caritas im Bistum Limburg ist in zahlreichen Beratungsfeldern von Anfang an dabei.

Die neue Plattform https://beratung.caritas.de bietet eine intuitive Nutzerführung und passt sich jedem internetfähigen Endgerät an. "Damit eröffnen wir Ratsuchenden einen einfacheren und breiteren Zugang zu einer zeitnahen und qualitativ hochwertigen Beratung in vielen Not- und Lebenslagen", freut sich Caritas-Präsident Peter Neher. Erste Systemtests in der Online-Suchtberatung und der Suizidberatung haben in den vergangenen sechs Monaten gezeigt, dass die Kontaktaufnahme einfacher geworden ist.

Für Ratsuchende eine sichere Sache

Die Onlineberatung erfolgt auf Wunsch anonym, sie ist datensicher und kostenfrei. Die Beratenden wurden speziell fortgebildet. Anspruch der Caritas-Beratung ist es, online zu den Ratsuchenden ebenso wirksame Beratungsbeziehungen aufzubauen wie in der face-to-face-Beratung.

Das neue System bietet den Ratsuchenden Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Beratungsfeldern und ist Grundlage für das geplante Konzept des "Blended Counseling" - der hybriden Verbindung von Onlineberatung einerseits und face-to-face-Beratung andererseits. Bundesweit sind ab sofort werktags über 2700 Beratende in rund 900 Beratungsstellen für 15 unterschiedliche Hilfefelder über die Caritas-Beratungsplattform erreichbar.

Gemeinschaftsprojekt der 27 Diözesancaritasverbände

Die Finanzierung der neuen Plattform-Software erfolgte aus Eigenmitteln der Caritas und durch eine Förderung des Familienministeriums zur Digitalen Transformation der Wohlfahrtsverbände. Die Caritas-Onlineberatung ist ein verbandliches Gemeinschaftsprojekt: Alle 27 Diözesancaritasverbande haben die Kooperationsvereinbarung Blended Counseling unterzeichnet, ebenso verschiedene Fachverbände des Caritasverbandes. "Für unseren Verband war es selbstverständlich, dass wir von Anfang an dabei sind. Mit der neuen Beratungsplattform macht die gesamte Caritas einen großen gemeinsamen Schritt in die digitale Zukunft", sagt Diözesancaritasdirektor Jörg Klärner.

Der Launch der neuen Plattform ist für viele Ortsverbände im ganzen Bundesgebiet ein guter Zeitpunkt, um in die Onlineberatung einzusteigen. "Die Beraterinnen und Berater der Ortsverbände sind über die Plattform in das System der Caritas-Beratung einbezogen und steuern ihre Beratungserfahrung bei", erläutert Klärner das Modell.

Onlineberatung im Bistum Limburg

Für die Ratsuchenden ist es unwichtig, in welcher Stadt sein Onlineberater oder seine Onlineberaterin sitzt. Aber die regionalen Caritasverbände müssen ihre Mitarbeitenden schulen und für die Besonderheiten der Onlineberatung fit machen. Einige Caritasverbände im Bistum Limburg engagieren sich schon länger in der Onlineberatung.

So bietet der Caritasverband Frankfurt seit Jahren in mehreren Bereichen Onlineberatung an: Frauen- und Schwangerschaftsberatung, präventive Altenhilfe, Suchtberatung, Eltern- und Jugendberatung.Im Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus bieten die Fachambulanz für Suchtkranke (FAS) und die Schuldnerberatung Onlineberatung mit insgesamt sechs Berater*innen an. Die Zahl der Onlineberatungen steigt stetig an. 2017 wurden in der FAS 136 Onlineberatungen durchgeführt, in diesem Jahr waren es bis September schon 154. Der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn bietet seit Herbst 2018 mit fünf Berater*innen Schuldnerberatung an. Der Caritasverband Wetzlar plant demnächst in die Onlineberatung der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) einzusteigen. Der Caritasverband Limburg bereitet sich auf die Schwangerenberatung und die Erziehungsberatung vor.

Wie die neue Online-Beratung funktioniert, lesen Sie hier.