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Barrierefreiheit in der Klinikkapelle

Unterstützung in Sachen Inklusion für die Klinikseelsorge in den Dr. Horst-Schmidt Kliniken
Barrierefreiheit in der Klinikkapelle
Barrierefreiheit in der Klinikkapelle
Aus Limburg mitgebracht: Großdruckausgaben und Bibel in leichter Sprache; David Heun, Beatrix Buballa-Herok, Sebastian Schneider, Marita Cannivé- Fresacher (v.l.n.r.) © Reichwein/Bistum LImburg

Handfeste Unterstützung in Sachen Inklusion für die katholische Seelsorge in den Helios Dr. Horst-Schmidt Kliniken (HSK) in Wiesbaden:  Die Kapelle ist jetzt mit zehn Großdruck-Ausgaben des Gotteslobs und einer Bibel in leichter Sprache bestückt. Bei der Übergabe gab es von David Heun, Referent der Projektstelle Inklusion, gute Noten für die Barrierefreiheit des Raumes. Er hatte sich vorab mit den Pastoralreferenten Marita Cannivé-Fresacher, Beatrix Buballa-Herok und Dr. Sebastian Schneider zur Beratung getroffen und Beleuchtung und Akustik für gut befunden. Da es keine fest installierte Bestuhlung gibt, können auch mehrere Rollstuhlfahrer ohne Probleme Platz finden.

Im Wechsel mit den evangelischen Kollegen wird hier jeden Sonntag um 10 Uhr Gottesdienst gefeiert, der live im hauseigenen TV-Kanal übertragen wird. Für Patienten, zu deren Alltag der Gottesdienstbesuch dazu gehöre, werde damit in der Klinik ein Teil vom normalen Leben bewahrt, erklärt Marita Cannivé-Fresacher. Ein wichtiger inklusiver Faktor, da sind sich alle drei einig, sei die  (Orgel)-Musik, zumal die Teilnehmer hier mit der Organistin auf Augenhöhe sitzen. Auch unabhängig von den Gottesdiensten ist die Kapelle ein gut besuchter Ort. „Hier kommen den ganzen Tag über sehr viele Leute hinein, um ein Kerzchen anzuzünden und einfach einen Moment Luft zu holen“, erzählt Beatrix Buballa-Herok. Darunter seien Patienten und Angehörige ebenso wie Klinikpersonal. 

© Reichwein/Bistum LImburgGemeinsame Beratung: Wie könnte das Angebot noch bekannter gemacht werden? Ist ein Hol- und Bringservice für die Patienten realisierbar? Mit in der Runde: Anja Dörner von der Unternehmenskommunikation (2.v.l.) mit einem jungen Kollegen
© Reichwein/Bistum LImburg

Die Klinikseelsorge und ihr Angebot bekannt zu machen, ist den Seelsorgern ein wichtiges Anliegen. Dazu dienen regelmäßige Besuche auf den Stationen ebenso wie die Schautafel, Hinweisschilder und ein eigener Flyer. Patienten, die am Gottesdienst teilnehmen möchten, können sich mit diesem Wunsch an das Pflegepersonal ihrer Station wenden oder auch die Kommunion im Rahmen eines kleinen Wortgottesdienstes im Bett empfangen. Wer die Krankensalbung möchte, kann sich täglich von 8 bis 18 Uhr unter einer eigenen Telefonnummer melden.

Mit Leichter Sprache wird eine barrierefreie Sprache bezeichnet, die sich durch einfache, klare Sätze und ein übersichtliches Schriftbild auszeichnet. Sie ist deshalb besser verständlich. Zu Leichter Sprache gehören immer auch erklärende Bilder, Fotos oder Grafiken. 

Die Projektstelle Inklusion mit Förderung durch Aktion Mensch wurde nach der UN-Behindertenrechtskonvention und dem vom Bistum Limburg erstellten Aktionsplan „Zum Handeln gerufen!“ für drei Jahre (2017-2020) eingerichtet. Das Ziel der Projektstelle Inklusion ist es, Projekte in Gemeinden, Institutionen und Gremien zur Förderung von Selbstbestimmung, Teilhabe und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung zu initiieren und zu begleiten. Weitere Informationen unter  https://inklusion.bistumlimburg.de