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Blättern durch das Tagebuch der Liebe

Tag der Ehejubiläen im Bistum Limburg
Blättern durch das Tagebuch der Liebe
Blättern durch das Tagebuch der Liebe
Weihbischof Dr. Thomas Löhr segnet das Ehepaar Bernadette und Josef Friedrich aus Lindenholzhausen. © T. Steiger

Hätten die Paare, die in diesem Jahr Goldene, Diamantene oder gar Eiserne Hochzeit feiern, ihre gemeinsamen Erlebnisse in ein Tagebuch geschrieben, so wäre dieses Buch prall gefüllt mit schönen, freudigen und dankbaren Momenten, aber auch mit Krankheit und Trauer um engste Angehörige, Enttäuschungen und Momenten des Streits. Am Tag der Ehejubiläen am Samstag, 11. September 2021, hat Weihbischof Dr. Thomas Löhr in einem Livestream-Gottesdienst aus der Kapelle des Limburger Bischofshauses mit mehr als 200 Paaren vor den Bildschirmen durch dieses Tagebuch der Liebe geblättert.

Das Leben schreibt die Seiten

„Es wäre unendlich viel Zeit nötig, um all das Erlebte niederzuschreiben oder in einem Tagebuch festzuhalten. Doch Sie brauchen dies gar nicht zu tun, denn das Leben hat die Seiten selbst geschrieben“, sagte der Weihbischof in seiner Predigt. „Manches steht in kräftigen Strichen gut lesbar und ist Ihnen in bester Erinnerung. Viele Seiten sind ziemlich vergriffen, weil Sie zusammen an schöne Stunden immer wieder zurückgedacht haben. Bestimmt sind einige Passagen ganz dunkel, kaum lesbar, zu viele Tränen sind darüber geflossen“, so Weihbischof Löhr weiter. Diese gemeinsamen Erinnerungen verschafften den Paaren einen Zugang zu einem besonderen Abschnitt aus dem ersten Brief des heiligen Paulus an die Korinther, dem Hohelied der Liebe.

Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand – die Liebe hört niemals auf.

1 Korinther, 13,7-8
© T. SteigerDer Gottesdienst zum Tag der Ehejubiläen wurde aus der Kapelle des Limburger Bischofshauses gestreamt.

Die Liebe sei ein Geschenk Gottes. Nichts heile so sehr wie die Liebe. „Gerade am 11. September, dem Jahrestag der Terroranschläge in New York auf das World Trade Center, sollten wir erkennen, wie verwundet unsere Welt ist. Und die schreckliche Corona-Pandemie offenbart uns unsere ständige Verwundbarkeit. Es ist notwendig, dass auch wir im Großen, aber auch im Kleinen einander heilend begegnen“, sagte der Weihbischof. Wie einfach und ungeplant so etwas geschehen kann, hat ihm ein Ehepaar erzählt. Bei einem Gottesdienst auf dem Höhepunkt der Pandemie sei zum Friedensgruß statt der Hand, ein Lächeln geschenkt worden. Das Ehepaar habe dabei festgestellt, dass es sich seit Jahren nicht mehr so angelächelt habe. Sie seien überglücklich gewesen. „So etwas stammt nicht von gelehrten Fachleuten, so etwas denkt sich das Leben selbst aus“, sagte der Weihbischof. An diesem besonderen Tage stehe die Dankbarkeit im Mittelpunkt. Die Dankbarkeit für die Liebe, den Glauben und die Hoffnung eröffne neue Wege.

Einzelpaar-Segen in fünf Kirchen

Stellvertretend für alle Jubelpaare im Bistum Limburg war das Ehepaar Bernadette und Josef Friedrich aus Lindenholzhausen bei dem Livestream-Gottesdienst vor Ort und sprach den Segen. Die musikalische Gestaltung wurde von den Sängerinnen des Kammerchors der Mädchenkantorei unter der Leitung von Domchordirektorin Judith Kunz und von Domorganist Carsten Igelbrink übernommen. Am Nachmittag konnten die eingeladenen Paare in St. Johannes in Frankfurt-Goldstein, in der Limburger Stadtkirche, in der Pfarrkirche St. Hildegard in Eibingen, in der Klosterkirche Dernbach und in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit in Breitscheid den Einzelpaar-Segen als Bestärkung für ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg empfangen.

Gottesdienst am Tag der Ehejubel 2021

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