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Brücken bauen – Brücke sein

Pfarrei St. Johannes Nepomuk Hadamar gegründet
Brücken bauen – Brücke sein
Brücken bauen – Brücke sein
Brückenbauer feiern „Richtfest“: Am Sonntag hat die Pfarrei St. Johannes Nepomuk Hadamar ihren Gründungsgottesdienst gefeiert. Darüber freuen sich Pfarrer Andreas Fuchs, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Susanne Heep und Bischof Dr. Georg Bätzing (v li.n.re.) © Bistum Limburg

„Was ist die kürzeste Brücke zwischen zwei Menschen?“ Für die Kommunionkinder der neu gegründeten Pfarrei St. Johannes Nepomuk Hadamar ist die Frage des Bischofs von Limburg nicht allzu schwierig. „Ein Hallo, ein Lächeln, ein Lachen, die Hand geben oder einfach winken“, antworten die Kinder beim feierlichen Gründungsgottesdienst am Sonntag, 19. Januar, in der jetzt gemeinsamen Pfarrkirche St. Nepomuk in Hadamar. „Genau, ein Lächeln, ein Lachen“, bestätigt Bischof Dr. Georg Bätzing. Mit einem Lächeln ermuntert er daraufhin die Kinder, als Brückenbauer durch die Kirche zu laufen und den Friedensgruß von der Altarinsel bis in die hinteren Bänke zu überbringen. Für diese Idee gab es spontan Applaus in der Kirche, die mit etwa 400 Besuchern so voll war, dass auch die Stehplätze knapp wurden.

Als Brückenbauer - zu den Menschen und zu Gott – versteht sich auch die neu gegründete Pfarrei mit ihren neun Kirchorten. Das sind die ehemaligen Pfarreien St. Bartholomäus Ahlbach, St. Johannes Nepomuk Hadamar, St. Peter in Ketten Niederhadamar, St. Marien Niedertiefenbach, St. Peter Niederzeuzheim, St. Ägidius Obertiefenbach, St. Leonhard Oberweyer, St. Antonius Oberzeuzheim und Maria Heimsuchung Steinbach. Im Gottesdienst stellte der neue Pfarrgemeinderat mit Vertretern jedes Kirchorts deshalb insgesamt neun Kerzen auf eine große Brücke aus Holz im Altarraum, die so aussieht wie das neue Logo der Pfarrei in XXL. Das neue Logo ist eine Brücke aus neun Bausteinen; der neue gemeinsame Patron ist der Brückenheilige St. Nepomuk. Mit dem Motto „Mit Christus Brücken bauen“ hatten sich die ehemaligen Pfarreien auf den Weg der Pfarreiwerdung gemacht.

Den vielen Engagierten auf eben diesem Weg zur Pfarreiwerdung dankten Pfarrer Andreas Fuchs, Priesterlicher Leiter der neuen Pfarrei, und Susanne Heep, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, ausdrücklich. Auch den Chören, den Gremien, den Ministranten und Lektoren, den vielen Ehrenamtlichen und den Gottesdienstbesuchern, darunter Vertreter der Politik und der Ökumene, dankte Fuchs. Dass die Kirchorte weiter zu einem guten Miteinander kommen, das wünschte sich Heep. „Wir wollen Brücken bauen von Mensch zu Mensch und von Gemeinde zu Gemeinde“, so Heep. Und das ohne Ausgrenzung und ohne Angst. Es gelte nun, so Pfarrer Fuchs, „die neue Pfarrei durch unser Leben zu gestalten“.

Vermitteln, dass der Glaube trägt und Freude schenkt

Bischof Georg Bätzing, der die Gründungsurkunde überreichte und als Hauptzelebrant nach Hadamar gekommen war, freute sich über das volle Gotteshaus und die ökumenische Verbundenheit vor Ort, hörbar beim Einzug, denn die evangelische Pfarrerin Katharina Eisenreich ließ zum Einzug zusätzlich die Glocken der evangelischen Kirche läuten.

In seiner Predigt nahm der Bischof Bezug auf das Logo: „Die Brücke als neues Logo ist gut und ehrlich.“ Das Logo zeige gut, führte Bätzing aus, wie aus Schwäche Stärke werde. Die Stabilität einer Brücke beruhe auf der Schwäche jedes einzelnen ihrer Glieder. Ein Baustein allein fiele zu Boden. Nur zusammen halten sie. Deshalb sei das Bild ehrlich. Das Bild beinhalte so auch die Schwäche der alten traditionsreichen Pfarreien, die sich hier zusammentun. „Wir müssen zugeben, dass wir schwächer geworden sind“, erklärte Bätzing. „Wer ist denn noch da? Wer übernimmt noch Ehrenämter? Wer will denn noch Gemeindereferent oder Pastoralreferent werden? Wer kommt noch in den Gottesdienst?“

Mit der neuen Pfarrei hoffe er auf eine neue belastbare Brücke, deren Sinn aber nicht sie selbst sei. „Der Sinn ist, dass Menschen über unser Engagement, über unseren herzlichen Glauben zu Jesus finden und dass wir auf Menschen zugehen, sie ansprechen und fragen: Was brauchst du? Können wir dir den Glauben an Jesus als Ressource für dein Leben anbieten?“ Es gelte, den Glauben zu vermitteln, dass er trägt und dass er Freude schenke, so der Bischof. „Dazu ermutige ich sie: Brücke sein, damit Christus zu den Menschen findet“.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch die Chöre der Pfarrei. Die Gesamtleitung lag bei Bezirkskantor Michael Loos. Nach dem Gottesdienst gab es noch ein gemeinsames Mittagessen in der Stadthalle in Hadamar, zu dem die neue Pfarrei alle Gottesdienstbesucher eingeladen hatte.

Hintergrund: Die neue Pfarrei

Zu der neuen Pfarrei zählen knapp 9600 Katholiken. Das sind knapp 48 Prozent der Bevölkerung in dieser Region. Die gemeinsame Pfarrkirche ist St. Johannes Nepomuk in Hadamar, auch das zentrale Pfarrbüro ist in Hadamar. Jeder Kirchort behält seine eigene Kirche mit eigenen Gottesdiensten. Neu ist zudem, dass es einen gemeinsamen neuen Pfarrgemeinderat gibt. In den Kirchorten soll es Ortsausschüsse geben. Alle Informationen zur neuen Pfarrei, zum Pastoralteam, zum zentralen Pfarrbüro und zum Pfarrbrief gibt es hier: https://katholischeshadamar.de.

Hintergrund: Das neue Logo

Das neue Logo ist eine Brücke aus neun Bausteinen im Farbspektrum grün bis blau: Grün steht für die Wälder, Wiesen und Gärten in der Region, blau für Flüsse, Seen und Bäche. Die Brücke soll den gemeinsamen Glauben an Gott symbolisieren, das Verbinden von Menschen, Stabilität und Halt. Die Brücke soll zudem Einladung zu Begegnung ausdrücken.

© Bistum Limburg
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