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Die Kleinste wird zur Krönung

Bischof Bätzing weiht Glocke im Limburger Dom
Die Kleinste wird zur Krönung
Die Kleinste wird zur Krönung
Bischof Georg segnet die Glocke mit Weihwasser. © Bistum Limburg

Sie ist die kleinste Glocke im Turm und setzt dem Festgeläute in Zukunft die Krone auf: Bischof Georg Bätzing hat am Sonntag, 20. Oktober, die Katharina-Kasper-Glocke im Limburger Dom geweiht. Mit Weihwasser, Weihrauch und Chrisam segnete der Bischof die Glocke, die Mitte November das erste Mal mit dem gesamten Geläute zu hören sein wird. Bis dahin können die Besucher die Glocke noch im Dom anschauen und auch mit einem bereitgelegten Hammer ausprobieren.

In seiner Predigt am Sonntagabend dankte der Bischof allen, die sich für dieses Projekt eingesetzt haben. „Ein Jahr nach der Heiligsprechung der Ordensgründern der Armen Dienstmägde Jesu Christi bekommt die neue Heilige unseres Bistums hier im Dom an prominenter Stelle Platz und Stimme“, sagte Bätzing. „Bald klingt ihre Stimme wieder und das ist gut so.“

Ein hohes C für Katharina

Wird die Glocke angeschlagen, erklingt das hohe C, der höchste Ton im Geläute. Laut Bätzing hätte es besser nicht kommen können. „Es ist der achte Ton, nachdem die ganze Tonleiter schon erklommen ist. Signal für einen neuen Anfang, den Gott setzt.“ Katharina Kasper sei eine Glaubenszeugin in dunkler, schwerer Zeit gewesen. Der Ton erinnere an den achten Tag, den Ostersonntag, Tag der Auferstehung. Etwas davon habe Katharina Kasper der Kirche geschenkt. „Wenn alle Töne unserer Zeit und Lebensspanne abgeklungen sind, dann kommt noch etwas: Das Beste kommt erst noch, wenn Gott unserer Lebenszeit die Krone aufsetzt mit seiner Ewigkeit. In der Katharinen-Glocken klingt die Ewigkeit schon an, der Himmel hier auf Erden“, sagte der Bischof.

Weiter stehe das hohe C für Communio – Gemeinschaft, für Caritas – den Dienst an den Armen, den Kranken, den Kindern und jungen Menschen und für Kaspers Charisma. Aber bei einer Glocke erklinge nie nur ein Ton, vielmehr gebe es verschiedene Ober- und Untertöne. „So wird die Glocke zum Symbol für Katharinas Leben insgesamt: Wer wirklich im Einklang mit sich selbst lebt, der ist auch in Harmonie mit anderen“, sagte Bätzing. Katharina habe offenbar die Kunst verstanden, aus den Geschichten ihrer Mitschwestern die Ober- und Untertöne herauszuhören und so angemessen für sie sorgen können.

Die Bistumsheilige sei für ihn Vorbild und Fürsprecherin zugleich. Es sei nicht möglich zu kopieren, was die Heilige in ihrer Zeit getan habe, aber die Art und Weise, wie Katharina neue Wege, neue Wege, neue Ideen und ihr neues Werk geformt habe, die gelte auch heute. „Bewegt von Gottes Geist wollen wir den Blick nach vorne richten, uns nicht binden und hemmen lassen von dem, was hinter uns liegt, sondern uns faszinieren lassen von Christus, dem Herrn, der immer von vorne auf uns zukommt“, so der Bischof.

© Bistum Limburg
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Die Glockenweihe

 

Hintergrund

Ein Jahr nach der Heiligsprechung hat eine Limburger Familie - auf Initiative der Dompfarrei hin - eine neue Glocke gestiftet. Sie wurde nun der Heiligen Katharina Kasper gewidmet. Die neue Glocke rundet das Klangbild des bestehenden Geläuts ab. Sie besteht aus 78 Prozent Kupfer und 22 Prozent Zinn. Das Abklingverhalten nach dreimaligem Klöppelanschlagbeträgt in Sekunden 105/ 15/ 13 (Unterton/ Prim/ Terz).