Kategorien &
Plattformen

Euch schickt der Himmel

72-Stunden-Projekte im Bistum Limburg
Euch schickt der Himmel
Euch schickt der Himmel
In Winkels wurde die Außenfläche der Kindertagesstätte neu gestaltet. © Bistum Limburg

Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ haben sich bundesweit Kinder und Jugendliche von Donnerstag, 23. Mai, bis Sonntag, 26. Mai, für die gute Sache eingesetzt. Im Bistum Limburg haben mehr als 1.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in 69 Gruppen soziale, karitative, interkulturelle und politische Projekte in 72 Stunden verwirklicht. Hier stellen wir einige Projekte vor. 

© Cornelia Holtfoth / Lebenshilfe Dillenburg15 Jugendliche haben in drei Tagen ein Begegnungsfest in Haiger organisiert.
© Cornelia Holtfoth / Lebenshilfe Dillenburg15 Jugendliche haben in drei Tagen ein Begegnungsfest in Haiger organisiert.
© Cornelia Holtfoth / Lebenshilfe DillenburgBeim Begegnungsfest spielte die Live-Band "The Pussies".
© Cornelia Holtfoth / Lebenshilfe DillenburgAusgelassene Stimmung: Das Team "Connect" hat für ein besonderes Fest gesorgt.
© Cornelia Holtfoth / Lebenshilfe DillenburgDas Studio „Fit4you“ brachte als Kooperationspartner des Familienentlastenden Dienstes mit einer kleinen Einheit die Besucher ins Schwitzen.
© Cornelia Holtfoth / Lebenshilfe DillenburgMenschen mit und ohne Behinderung kamen beim Begegnungsfest zusammen.
© Cornelia Holtfoth / Lebenshilfe DillenburgSchminken gehörte auch zum Programm, dass die Jugendlichen auf die Beine gestellt haben.
© Cornelia Holtfoth / Lebenshilfe DillenburgDie Besucher des Begegnungsfestes hatten viel Spaß.

Ein Fest voller Begegnungen 

Live-Band, Seifenblasen und Kinderschminken: Die Jugendgruppe „Connect“ der Pfarrei Herz Jesu Dillenburg hat ein Begegnungsfest mit der Lebenshilfe Dillenburg in Haiger organisiert. Schirmherrin und Bundestagsabgeordnete Dagmar Schmidt (SPD) hatte den Jugendlichen am Donnerstagnachmittag bei der Auftaktveranstaltung in Wetzlar die Aufgabe überreicht.

Bereits im Vorfeld hatte die Stadt Haiger den Marktplatz als Location zur Verfügung gestellt. Hier trafen am Sonntagnachmittag, 26. Mai 2019, Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Bei der Veranstaltung wurden Spenden in Höhe von etwa 1.300 Euro gesammelt, die für den dritten und letzten Bauabschnitt der Lebenshilfe-Wohnheimsanierung in Niederscheld eingesetzt werden.

© Bistum LimburgBischof Georg Bätzing hatte für die Gruppe in Karlsheim-Kirchähr auch ein Geschenk dabei.
© Bistum LimburgBischof Georg Bätzing hatte für die Gruppe in Karlsheim-Kirchähr auch ein Geschenk dabei.
© Bistum Limburg
© Bistum Limburg
© Bistum Limburg
© Bistum Limburg
© Bistum Limburg

Grillen und Begegnen

Rund um das Jugendbegegnungshaus Karlsheim in Kirchähr ist die Fachstelle Freiwilligendienste im Dauereinsatz. Hier soll ein neuer Grillplatz entstehen. Am Samstag, 23. Mai, haben Bischof Georg und Mitglieder des BDKJ die Gruppe besucht und konnten bereits die neue Feuerstelle bewundern.  „Danke, dass ihr euch einsetzt und weiterhin viel Erfolg“, wünschte der Bischof den Helfern.

 

© Bistum LimburgDas Insektenhotel der Kita in Winkels wird mit Kastanien und Stöcken befüllt.
© Bistum LimburgDas Insektenhotel der Kita in Winkels wird mit Kastanien und Stöcken befüllt.
© Bistum LimburgGemeinsam anpacken - so wurde das Projekt schnell umgesetzt.
Die Samen für die Blumenwiese werden verstreut.

Viele Hände, schnelles Ende

Den Zaun streichen, Blumen pflanzen und ein Insektenhotel bauen: Hand in Hand haben Kinder und Eltern der Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“ in Winkels ihr Do-It-Projekt fast abgeschlossen. Und das bereits am Samstag, 23. Mai, einen Tag vor dem offiziellen Ende der 72-Stunden-Aktion.

Nun ziert ein bunter Zaun das Außengelände der Kita. Die Blumenwiese besteht zwar aktuell noch aus Erde, doch in wenigen Wochen werden hier zahlreiche Blumen aus dem Boden schießen. Dafür haben die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern gesorgt, indem sie Samen in die Erde gestreut haben. Zudem wurden Sonnenblumen gepflanzt und ein Insektenhotel gebaut, dass die Kinder mit Kastanien und Stöcken befüllten.

Ziel der Aktion ist es, mehr Insekten und Bienen anzulocken. Bei Maskottchen Sabiene hat das schon funktioniert: Sie kam zu Besuch vorbei und fühlte sich direkt wohl.

© DPSG Stamm LubentiusFür das Geocaching Projekt in der Ruppertsklamm muss die Umgebung erkundet werden.
© DPSG Stamm LubentiusFür das Geocaching Projekt in der Ruppertsklamm muss die Umgebung erkundet werden.
© DPSG Stamm LubentiusDie Gruppe ist motiviert für ihr Projekt.
© DPSG Stamm LubentiusGeocaching funktioniert mit GPS.
© DPSG Stamm LubentiusTeambesprechung: Die Aufgaben für die 72-Stunden-Aktion werden verteilt.

Gecaching in der Ruppertsklamm

Beim Geocaching werden auf freiem Gelände versteckte Gegenstände mithilfe von GPS gesucht und am Ende wieder an derselben Stelle versteckt. Der Pfadfinderstamm aus Lubentius sollte bis Sonntag einen Geocache-Rundkurs mit mindestens zehn Stationen in der Ruppertsklamm erstellen. Da hieß es zunächst einmal, sich in das Format des Geocaches hineinzudenken. Dabei hat Michael Catrein von der Firma „marabu – koblenz“ geholfen. Im Anschluss konnten Rätsel entwickelt und mit den Koordinaten zusammengefügt werden. Bevor der Geocache-Rundkurs eröffnet wurde, musste eine Gruppe aus sieben Erwachsenen und zwei Kindern das Projekt testen.

© Bistum LimburgDas Team steht kurz vor der Eröffnung der Kleidertauschbörse in Weilburg.
© Bistum LimburgDas Team steht kurz vor der Eröffnung der Kleidertauschbörse in Weilburg.
© Bistum LimburgDer Eingang zur Kleidertauschbörse.
© Bistum LimburgTauschen statt Wegwerfen - dieses Ziel verfolgt die Evangelische Jugend mit der Kleidertauschbörse.

Kleidertauschbörse

Klamotten eintauschen, statt wegwerfen – dazu bietet die Kleidertauschbörse der Evangelischen Jugend im Dekanat Weilburg Gelegenheit. Wer etwas eintauschen will, bekommt für die Anzahl der mitgebrachten Kleidungsstücke Märkchen und kann sich dafür etwas anderes aussuchen. Egal ob Kinder oder Erwachsene, Männer oder Frauen, hier ist für jeden etwas dabei. Bis zu zehn Kleidungsstücke sind erlaubt.

Bei der ersten Tauschbörse in Weilburg am Samstag, 23. Mai, sind schon viele Kleidungsstücke zusammengekommen. Die nächste Tauschbörse ist am Sonntag, 24. Mai, im evangelischen Gemeindehaus Wirbelau, Brunnenstraße 17, von 14 bis 17 Uhr. Alles, was dann an Kleidung übrig bleibt, wird gespendet.

© St. Birgid Wiesbaden/F. Schindling50 Messdiener der Pfarrei St. Birgid setzen sich bei der 72-Stunden-Aktion für eine gute Sache ein.

Ein Flohmarkt für die Zukunft

Etwa 50 Messdiener der Pfarrei St. Birgid und Pfarrer Frank Schindling setzen ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Solidarität: Sie organisieren eine große Benefizaktion zugunsten des Namibia-Hilfsprojekts der Pfarrei.  Zu einem „Flohmarkt for Future“ laden die Kinder und Jugendlichen am Samstag, 25. Mai, von 15 bis 20 Uhr und am Sonntag, 26. Mai, von 12 bis 16 Uhr in das Gemeindezentrum St. Birgid Bierstadt, Patrickstraße 12, ein, auf dem neben vielen nützlichen Dingen auch recycelte Gegenstände angeboten werden. Zudem gibt es Informationsstände zur Aktion und nachhaltiges Essen und Getränke aus Lebensmitteln, die nach Ladenschluss weggeschmissen werden. Am Sonntag, 26. Mai, sind um 11 Uhr alle zum Gottesdienst in die Pfarrkirche St. Birgid Bierstadt eingeladen, der unter dem Motto „Unsere Erde – Schöpfung bewahren“ steht.

© Bistum Limburg/ Anna ParschanGemeinsam streichen die Kinder und Jugendlichen das Holz für das neue Esel-Gehege im Kobelt Zoo.
© Bistum Limburg/ Anna ParschanGemeinsam streichen die Kinder und Jugendlichen das Holz für das neue Esel-Gehege im Kobelt Zoo.
© Bistum Limburg/ Anna ParschanInnerhalb von 72 Stunden bekommen die Esel vom Kobelt Zoo ein größeres Gehege und ein neues Holzhäuschen.
© Bistum Limburg/ Anna ParschanDieses Holzhaus wird abgerissen und ein neues Holzhaus für die Esel wird gebaut.
© Bistum Limburg/ Anna ParschanAus diesem Material wird der Holzzaun gemacht, der das Areal der Esel um über 200 Quadratmeter erweitern wird.
© Bistum Limburg/ Anna ParschanGemeinsam packen die Pfadfinder an, um den Tieren ein neues Zuhause zu bauen.
© Bistum Limburg/ Anna ParschanVor dem Zoo und dem Esel-Gehege spüren die Pfadfinder mit Farbe die Zahl 72 auf den Boden.

Neues Zuhause für die Tiere im Kobeltzoo

Wenn aus Holz ein neues Zuhause wird: Der Pfadfinderstamm „Charles de Foucauld Niederrad“ möchte in den 72 Stunden ein neues Gehege für die Esel im Kobelt Zoo in Frankfurt bauen. Gemeinsam packen rund 40 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei dem Projekt an. „Uns war wichtig, ein Projekt in der Region zu machen und den Tieren vor Ort zu helfen“, sagt Pfadfinder Moritz Koritko.

Geplant ist für die Esel eine neue Holzhütte zu bauen und ihr Gehege durch einen Holzzaun um über 200 Quadratmeter zu erweitern. Fünf Kaninchenhäuser, ein neues Gitter für das Vogelgehege und ein neues Holzhäuschen für die Schwäne sind außerdem in Planung. Die Materialien für den Umbau finanzieren sich durch externe Spenden durch Aufrufe im Radio und private Finanzierungen. Der Kobeltzoo wird durch Ehrenamtliche und Freiwillige betrieben und lebt von Spenden, sodass auch der Zoo Material für den Umbau organisieren und zur Verfügung stellen konnte.

„Wir wollen die Kinder rausholen, weg vom Computer, und gemeinsam was reißen“, sagt Pfadfinder Koritko. Es sei ein besonderes Gefühl, Teil eines Projekts in ganz Deutschlands zu sein. Die Pfadfinder haben bereits beim vorletzten Projekt der 72- Stunden-Aktion den Kobeltzoo unterstützt. „Wir wollten an die Arbeit von vor 10 Jahren anknüpfen. Für mich ist es schön, wieder hierher zu kommen und den Tieren zu helfen“, sagt Sarah Braun, Pfadfinderin und eine der Organisatorinnen. Seit Januar haben die Pfadfinder mit dem Zoo und durch den Austausch mit Handwerkern den Umbau geplant. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn wir die Welt dadurch ein bisschen besser machen“, sagt Koritko. Gemeinschaft sei für sie ein wichtiger Punkt in der Jugendarbeit für die 72- Stunden-Aktion.

© Bistum LimburgSpaß und gute Laune darf bei der 72-Stunden-Aktion nicht fehlen.
© Bistum LimburgSpaß und gute Laune darf bei der 72-Stunden-Aktion nicht fehlen.
© Bistum LimburgEin Teil der Jugendgruppe St. Anna Braunfels-Schwalbach.

Summ, summ, summ…

Etwas für die Allerkleinsten macht die Jugendgruppe St. Anna aus Braunfels-Schwalbach. Bis Sonntag müssen sie den Grünstreifen vor der katholischen Kirche in Schwalbach bienenfreundlich bepflanzen und eine Totholz-Hecke für Insekten anlegen. Außerdem soll der Boden beim alten Steinbruch zwischen Schwalbach und Laufdorf in eine Bienenwiese verwandelt werden. Doch das ist nicht alles. Zusätzlich sollen auch noch acht Insektenhotels, eins für jeden Kirchort der Pfarrei, entstehen.

Bürgermeister Michael Peller ist Pate der Gruppe und unterstützt die Jugendlichen, wo er nur kann. Als es am Freitagmorgen um die Frage ging, wie Mutterboden transportiert werden könne, bot Peller seine Hilfe an. „Der Weg ist das Ziel. Kinder und Jugendliche finden bei der Aktion zusammen und darauf kommt es an“, sagte Peller.

Damit das Projekt nachhaltig bleibt, will die Gruppe die Öffentlichkeit für das Thema Insektenschutz sensibel machen und verteilt deshalb Infoflyer und Blumensamen, die Insekten anlocken, in der Pfarrei.

© Bistum LimburgIn Wetzlar packen alle mit an.
© Bistum LimburgIn Wetzlar packen alle mit an.
© Bistum LimburgEin Teil des Materials ist schon da.
© Bistum LimburgZuerst haben die Jugendlichen den Fair-Teiler-Schrank auseinandergebaut.

Wetzlarer Westend im neuen Glanz

Im Wetzlarer Westend steht ein Fair-Teiler-Schrank von Foodsharing. Ehrenamtliche sammeln bei den Bäckereien Waren ein, die nicht mehr verkauft werden, und stellen sie anderen Menschen im Fair-Teiler zur Verfügung. Der Schrank ist optisch allerdings nicht sehr ansprechend. Das soll sich jetzt ändern. Mit Schleifpapier und Farbe werden die Heaven’s Sparks aus Aßlar den Fair-Teiler verschönern. Doch damit nicht genug: Zusätzlich sollen zwei Wegweiser, ein Sonnenschutz für den Spielplatz und ein Wasserspiel mit Matschküche für die Kita entstehen.

Damit mehr Spannung entsteht und die Herausforderung größer ist, hat sich die Gruppe für ein Get-It-Projekt entschieden und damit erst bei der Auftaktveranstaltung erfahren, was zu tun ist. So hieß es zunächst einmal, sich zu organisieren, Material zu beschaffen und den Fair-Teiler auseinanderzubauen. Zum Abschluss wird ein gemeinsamer Familiengottesdienst gefeiert

© Bistum LimburgBis Sonntag ist noch einiges zu tun im Pfarrgarten in Wettenberg.
© Bistum LimburgBis Sonntag ist noch einiges zu tun im Pfarrgarten in Wettenberg.
© Bistum LimburgDer Pfarrgarten in Wettenberg ist aktuell eine Baustelle.
© Bistum LimburgHier arbeiten die Jugendlichen zusammen.

Pimp my Pfarrgarten

Mit 35 Personen ist die Jugendgruppe St. Raphael eine der größten Gruppen im Koordinierungskreis Lahn-Dill-Eder, die bei der 72-Stunden-Aktion mitmacht. Die vielen Hände werden auch gebraucht, denn der Auftrag ist groß: Der Pfarrgarten in Wettenberg, einer der Hauptveranstaltungsorte in der Pfarrei, soll verschönert werden.

Damit dort zukünftig wieder mehr Feste und Aktionen stattfinden können, müssen unter anderem Bodenflächen erneuert und die Feuerstelle versetzt werden. Zudem will die Gruppe einen Pizzaofen bauen und mit Spielgeräten den Pfarrgarten kindgerechter gestalten. Hier packt jeder mit an.