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Faire Blumen für Frauenrechte

Aktion zum Weltfrauentag in Limburg
Faire Blumen für Frauenrechte
Faire Blumen für Frauenrechte
Fair gehandelte Rosen gab es zum Weltfrauentag. © Schuld/ Bistum Limburg

Eine kleine Freude, ein Dank an starke Frauen und ein Aufruf zu Solidarität: Das ist die Rosenverteilaktion zum Weltfrauentag gewesen. Das Mädchen- und Frauenreferat des Bistums Limburg und die Jugendkirche Crossover verschenkten daher am Donnerstag, 8. März, faire Rosen in der Limburger Werkstadt. Mit dieser Aktion unterstützten sie die Kampagne „Flower Power“ von TransFair, einem Verein zur Förderung des fairen Handels. Was den Mädchen und Frauen in der Werkstadt eine Freude bereitete, unterstützte also zugleich Mädchen und Frauen in anderen Teilen der Welt.

Faire Rosen für Frauenrechte

In Deutschland ist keine Schnittblume so beliebt wie die Rose. Um die große Nachfrage zu decken, werden allerdings viele Rosen aus Ländern wie Äthiopien, Ecuador oder Kenia importiert. Seit 2005 ist jede vierte dieser Rosen mit dem Fairtrade-Siegel versehen. Damit sind Arbeitsstandards beispielsweise in Bezug auf Mindestlohn, Mutterschutz und einheitlichem Lohn für Männer und Frauen bei gleicher Tätigkeit gesichert. Die Gelder, die mit der Fairtrade-Prämie eingenommen werden, kommen sowohl den Arbeiterinnen als auch den Gemeinden zugute. Esther Nyambura, Blumenarbeiterin in Kenia, berichtet: „Als alleinerziehende Mutter sind für mich ein fester Arbeitsvertrag und somit ein sicheres Einkommen die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und schafft Perspektiven auch für meine Töchter“.

Solidarität unter Frauen

Seit 1993 feiert der Internationale Frauentag sein Comeback in Deutschland. Wie in vielen anderen Ländern der Welt veranstalten Frauen beispielsweise Demonstrationen, Feiern und Vorträge, um darauf aufmerksam zu machen, dass überall auf der Welt Mädchen und Frauen unter unwürdigen Bedingungen leben. „Viele sind betroffen von häuslicher Gewalt und Sexismus im Alltag, was selten benannt wird; andere werden schon als Kind zwangsverheiratet. Auch Frauenhandel und Genitalverstümmelung von Mädchen sind immer noch Realität, ganz abgesehen von ungleicher Bezahlung bei gleicher Tätigkeit von Frauen und Männern“, sagt Stefanie Matulla, Referentin für Mädchen- und Frauenarbeit im Bistum Limburg. Isabell Müller von der Jugendkirche Crossover betont: „Es ist wichtig, dass auch uns in Limburg diese Problematik bewusst wird und wir damit ein Umdenken in der Gesellschaft sowie Solidarität unter Frauen fördern.“

© Schuld/Bistum Limburg
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