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Für gleiche Rechte und gleiche Würde in der Kirche

Frauen planen Alternativprogramm zum Synodalen Weg
Für gleiche Rechte und gleiche Würde in der Kirche
Für gleiche Rechte und gleiche Würde in der Kirche
#machtlichtan: Unter diesem Motto hatten im Dezember katholische Frauen unter anderem auch vor dem Frankfurter Dom protestiert © Jochen Reichwein

Zur ersten Plenarversammlung des Synodalen Weges, der die katholische Kirche aus der Krise führen soll, planen mehrere Reformgruppen ein Alternativprogramm. Für Donnerstag, 30. Januar, wenn die Synodalversammlung ihre Arbeit aufnimmt, ruft die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) um 16 Uhr zu einer Kundgebung in Frankfurt auf. Geplant sind Gebete und eine Lichterandacht vor dem Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus, wo um 17 Uhr der Eröffnungsgottesdient mit den knapp 70 deutschen Bischöfen und 160 anderen Mitgliedern der Synodalversammlung gefeiert wird.

Am Freitag, 31.Januar, laden die Frauen von Maria2.0, dem Catholic Women Council und der Dompfarrei St. Bartholomäus um 19 Uhr im Bartholomäusdom zu einem  Wortgottesdienst für eine menschengerechte Kirche ein. „Kraftvoll, begeisternd und bestärkend“ soll, so die Einladung, für eine geschlechtergerechte, menschenfreundliche, wahrhaftige und reformbereite Kirche gebetet werden. Ab 21 Uhr wird vor dem Dom ein Feuer entfacht und die Komplet, das Nachtgebet der Kirche, gebetet. Dazu sind auch alle Teilnehmer des synodalen Weges eingeladen. Anschließend bleiben die Frauen zu einer Nachtwache bis um 6.15 Uhr auf dem Domplatz.

Der Synodale Weg

Der Synodale Weg, den die katholische Kirche in Deutschland nach Bekanntwerden des Ausmaßes des Missbrauchsskandals eingeschlagen hat, hat am ersten Advent 2019 begonnen und ist auf zwei Jahre angelegt. Als oberstes Organ ist die Synodalversammlung tätig, die vom 30. Januar bis zum 1. Februar erstmals in Frankfurt tagt. Zu den 230 Mitgliedern gehören die deutschen Bischöfe und Vertreter des Zentralkomitees der Katholiken sowie anderer Personen- und Berufsgruppen. Die thematische Arbeit hat vier große Schwerpunkte: „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“ sowie „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“, ein Thema, das auf Druck der Reformgruppen nachträglich aufgenommen wurde.