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Kar- und Ostertage to go

In Corona-Zeiten den Glauben zuhause feiern
Kar- und Ostertage to go
Kar- und Ostertage to go
© pixabay/Myriam Zilles

Wenn am Palmsonntag, 5. April, in der katholischen Kirche die Heilige Woche beginnt, ist auch in Frankfurt alles anders als gewohnt: Kar- und Ostertage to go sind angesagt, da aufgrund der Corona-Pandemie keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden dürfen. Die katholischen Pfarreien haben deshalb ein kreatives Notprogramm aufgelegt, dass es allen Christen ermöglichen soll, ihren Glauben zuhause zu feiern.

Am Palmsonntag wird in den Kirchen des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht, wo das Volk ihm zujubelte und zum Zeichen seines Königtums Palmzweige auf die Straßen streute. Solche Palm- und Buchsaumzweige werden auch in diesem Jahr in allen Kirchen gesegnet und zum Abholen bereitgestellt. In oder vor den katholischen Kirchen stehen sie ab Sonntag zum Abholen bereit (in der Pfarrei St. Franziskus am Montag, 6. April).

Gebet in Tüten

Manche Pfarreien stellen auch kleine Geschenktüten bereit, etwa in Liebfrauen in der Innenstadt, wo es dazu noch eine Osterkerze, eine Handreichung für Kar- und Ostergottesdienste zuhause und einen Ostergruß zusammen mit herzlichen Segenswünschen in Tüten geben wird. Auch in den Kirchorten von St. Margareta im Frankfurter Westen gibt es zu den Palmzweigen Osterkerzen und ein Osterbildchen.

In St. Johannes Apostel in Unterliederbach ist ebenfalls das „Mobile Osterfest“ angesagt, ein kleines Päckchen, das die wichtigsten Sachen beinhaltet, um Ostern auch zuhause feiern zu können: gesegneten Buchsbaum für Palmsonntag, einen Dornenzweig für die Karwoche, ein Auferstehungslicht für die Osternacht, ein kleines Schokoladenteil für Ostersonntag und ein Osterbildchen.

Was die Pfarrei St. Marien in Bockenheim den Gläubigen dazu mit auf den Weg gibt, gilt allerdings in allen Kirchen: „Die Palmzweige sind gesegnet, Sie können sich gerne welche mit nach Hause nehmen. Und wie für Mehl oder Toilettenpapier gilt auch hier: Der/die Nächste freut sich ebenfalls darüber, wenn noch welche da sind ...  Herzlichen Dank!“

Auf den Internetseiten der Pfarreien, in Sonderausgaben der Pfarrbriefe und in persönlichen Grüßen an bestimmte Gruppen, etwa Familien und Senioren, finden sich darüber hinaus Gebetsvorschläge und Hinweise, wie man zuhause Gottesdienst feiern kann. Viele Pfarreien bestücken außerdem Youtube-Kanäle, Facebook oder Instagram mit musikalischen oder geistlichen Impulsen, streamen dort Gottesdienste oder schreiben regelmäßig kurze Texte, die Menschen ohne Internetzugang in die Briefkästen geworfen werden.