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Klug und aufgeschlossen, liberal und zugewandt

Früherer Frankfurter Stadtdekan Greef wird 90 Jahre
Klug und aufgeschlossen, liberal und zugewandt
Klug und aufgeschlossen, liberal und zugewandt
Der frühere Stadtdekan Klaus Greef © D. Wiese-Gutheil/Kath. Stadtkirche Frankfurt

Pfarrer i. R. Klaus Greef ist eine der prägenden Persönlichkeiten der Frankfurter Stadtkirche und des Bistums Limburg: Am Samstag, 4. Januar, feiert der frühere Frankfurter Stadtdekan und Limburger Domkapitular seinen 90. Geburtstag.

1930 in Duisburg geboren, wurde Greef 1955 im Limburger Dom zum Priester geweiht. Auch fast 65 Jahre nach seiner Priesterweihe ist Greef, der sich zeitlebens als Frankfurter begriff, immer noch mit ganzem Herzen Seelsorger. Klug und aufgeschlossen, immer freundlich und zugewandt, passte er gut in die vom liberalen Bürgertum geprägte Mainmetropole. 

Mit ungebrochener Begeisterung spricht er von den Aufbruchszeiten, die das II. Vatikanische Konzil in den 60er Jahren in die katholische Kirche brachte. Aber er verklärt auch nichts. „Wenn ich von Berufskrise reden müsste, dann war das oft im Beichtstuhl, wenn Eheleute unter der starren Haltung der Kirche zur Empfängnisverhütung litten“, erzählte er unlängst bei einem Gesprächsabend im Frankfurter Haus am Dom, wo er immer noch regelmäßiger Gast bei vielen Veranstaltungen ist. 

Auch ein paar Träume hat er sich für seine Kirche bewahrt, selbst in den aktuellen Krisenzeiten. Er hofft etwa, dass es auch andere Zugangswege zum Priestertum geben kann als nur die Weihe für zölibatär lebende Männer, etwa für so genannte "viri probati" - bewährte Männer, die auch verheiratet sein dürfen, wie er in dem Pastoralgespräch verriet. Und dass die Priester Zeit behielten, Seelsorger zu sein und nicht nur Manager von Großpfarreien, auch das sei wesentlich für die Zukunft der Kirche. 

Frankfurt ist für Greef lange schon Heimat. Nachdem Vater und Bruder früh starben, kam er als Siebenjähriger mit seiner Mutter, einer gebürtigen Frankfurterin, aus Duisburg zurück in deren Heimatstadt. Nach dem Theologiestudium in Sankt Georgen in Frankfurt-Oberrad wurde er mit 25 Jahren zum Priester geweiht und absolvierte zunächst Stationen in Limburg und Lahnstein. 1973 wurde er Bezirksdekan für den Bezirk Rhein-Lahn und Mitglied der Plenarkonferenz im Bischöflichen Ordinariat in Limburg. 1982 folgte dann mit der Ernennung zum Stadtdekan die Rückkehr nach Frankfurt.

In Frankfurt war der hochgewachsene schlanke Mann gleichzeitig Stadtpfarrer der Domgemeinde St. Bartholomäus, Bischöflicher Kommissar und nicht residierender Domkapitular am Hohen Dom zu Limburg. 1997 trat er in den Ruhestand, blieb aber Pfarrverwalter, wo immer er gebraucht wurde, in St. Bonifatius, St. Laurentius in Kalbach, St. Johannes Apostel in Unterliederbach und Allerheiligen im Ostend, wo er zwischen 2006 und 2009 Leitender Priester war. Seit 2011 betreut Greef als Blindenseelsorger beim Katholischen Blindenwerk in Hessen die Mitglieder der Frankfurter Ortsgruppe. Greef lebt nach wie vor in Frankfurt und nimmt weiterhin regen Anteil am Geschehen in der Stadtkirche.

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