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„Man wusste in Branitz, was er denkt“

Video-Interview zu Pater Richard Henkes mit einer Zeitzeugin
„Man wusste in Branitz, was er denkt“
„Man wusste in Branitz, was er denkt“
Pater Richard Henkes prangerte den Mord an Unschuldigen und Wehrlosen an - er selbst wurde dann im KZ Dachau inhaftiert. © pixabay

Die Branitzerin Edeltrud Wirrer erinnert sich. An die Zeit in Oberschlesien, als der Pallottinerpater Richard Henkes dort wirkte. Die 91-jährige Zeitzeugin erzählt im Video-Interview mit Pater Hubert Lenz, dass seine Kritik am Nazi-Regime kein Geheimnis war. „Man wusste in Branitz, was er denkt und meint“, so Wirrer. Er wurde dabei in einer seiner Predigten sehr deutlich. Er sprach von Mord an Unschuldigen und Wehrlosen.

Er wurde von der Gestapo verhaftet und war im KZ Dachau inhaftiert. Dort hat er sich freiwillig im Quarantäneblock mit Typhuskranken einschließen lassen, um sich um die kranken Mithäftlinge zu kümmern. Dabei infizierte er sich und starb kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges im KZ.

Der in Ruppach-Goldhausen geborene Pater Richard Henkes (1900-1945) wird am 15. September in Limburg seliggesprochen. Mehr Informationen auf: www.richard-henkes.bistumlimburg.de