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Orthodoxe Schwestern ziehen im Kloster Arnstein ein

Die Kirche steht weiter für die traditionellen Wallfahrten zur Verfügung
Orthodoxe Schwestern ziehen im Kloster Arnstein ein
Orthodoxe Schwestern ziehen im Kloster Arnstein ein
Nach dem Weggang der Arnsteiner Patres wird das Kloster nun wieder zu einem Ort geistlichen Lebens. © Bistum Limburg

Für das derzeit leerstehende Kloster Arnstein gibt es eine Lösung: Eine griechisch-orthodoxe Schwesterngemeinschaft zieht ab dem 1. Juni 2019 in das Klostergebäude und den Gebäudekomplex der Jugendbildungsstätte ein. Eine erste Begegnung der Schwestern mit Vertretern der Pfarrei St. Martin, Bad Ems/Nassau, und Ehrenamtlichen aus der Region hat bereits in der vergangenen Woche stattgefunden. Die neue Klostergemeinschaft wird den Namen „Dionysios Trikkis und Stagon“ tragen. Dionysios gilt als Wiederbegründer des orthodoxen Mönchtums in Griechenland.

Anders als in der katholischen Tradition besitzen orthodoxe Gemeinschaften keinen eigenen Ordens- oder Gemeinschaftsnamen, sondern tragen den Namen des Klosters. Zu den Schwerpunkten der Schwestern gehören die Pflege ihrer Spiritualität und Liturgie. Ein besonderer Akzent liegt auf Gastfreundschaft und ökumenischer Begegnung. Ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung ist der Gemeinschaft ebenfalls ein Anliegen. Zu der Gemeinschaft zählen zwölf Frauen. Die Schwestern sind größtenteils zwischen 30 und 50 Jahren alt und kommen aus unterschiedlichen Ländern. Die Äbtissin und einige weitere Schwestern stammen aus Deutschland. Die Schwestern sind unter anderem in Theologie, Jura, byzantinischer Musik, Ikonenmalerei, der Herstellung landwirtschaftlicher Produkte und ökologischer Landnutzung ausgebildet.

Im Dezember 2018 haben die Arnsteiner Patres nach einhundertjähriger Präsenz im Bistum Kloster Arnstein verlassen. Der Eigentümer der Klosteranlage ist das Bistum Limburg. Eine Arbeitsgruppe von Verantwortlichen aus der Pfarrei St. Martin, Bad Ems/Nassau, dem katholischen Bezirk Rhein-Lahn und dem Bistum hat seitdem mit Unterstützern der Wallfahrt über Perspektiven und Ideen für die weitere Nutzung des Klosters beraten. Daneben wurde nach einer Ordensgemeinschaft gesucht, die das Kloster nutzen und es wieder zu einem Ort geistlichen Lebens machen möchte. Die Wallfahrtskirche, die sich im Besitz der Kirchengemeinde befindet, wird weiter für die Pfarrei sowie den Wallfahrten zur Verfügung stehen. Eine pfarrliche Nutzung des Pilgersaales für Veranstaltungen ist nach Absprache möglich.