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Preisträger stehen fest

Andreas Andrej Peters ist erster Preisträger des katholischen Literaturpreises im Bistum Limburg
Preisträger stehen fest
Preisträger stehen fest
Scivias - Wisse die Wege - ist das Hauptwerk der Heiligen und Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen © Bistum Limburg

Die beiden Preisträger des vom Bistum Limburg erstmals ausgelobten katholischen Literaturpreises stehen fest: Der Lyriker und  Autor Andreas Andrej Peters bekommt für seinen Text „Wo liegt Irbit?“ den ersten Preis, der mit 3000 Euro dotiert ist. Der Förderpreis in Höhe von 1000 Euro geht an die Schauspielerin Maria Debora Wolf, die für die Kurzgeschichte „Amazonen“ ausgezeichnet wird. Die Preise werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit Lesung am Montag, 16. September, um 18 Uhr im Haus am Dom (Domplatz 3) in Frankfurt verliehen. Die Laudatio hält die Schriftstellerin Katharina Hacker, die auch Mitglied der Jury ist.

Die Resonanz auf die neue kulturelle Initiative war mehr als positiv: Bei rund 370 Einsendungen hatte die Jury, die vor der Sommerpause tagte, die Qual der Wahl. Der Preis, der künftig im zweijährigen Turnus vom Diözesanbildungswerk und der Katholischen Akademie Rabanus Maurus vergeben wird, trägt den Namen „Scivias“ – übersetzt „Wisse die Wege“ - und bezieht sich damit auf eines der bekanntesten Werke christlicher Mystik von Hildegard von Bingen. Die Schirmherrschaft hat die Äbtissin der Abtei Sankt Hildegard, Dorothea Flandera, übernommen, die ebenfalls zur Preisverleihung sprechen wird. Das für dieses Jahr vorgegebene Thema lautete „Was ist der Mensch?“. Die beiden preisgekrönten und weitere herausragende Texte sollen in einer Publikation veröffentlicht werden.

Andreas Andrej Peters,1958 in Tscheljabinsk-Ural geboren, lebt seit 1977 in Deutschland. Er hat Theologie, Philosophie und Krankenpflege in der Schweiz, Gießen und Frankfurt am Main studiert, viele Jahre als Pfleger und Seelsorger gearbeitet, unter anderem in der Neurologischen Uniklinik Salzburg und als Pastor der Evangelischen Freikirche Bad Reichenhall/Berchtesgaden. Er lebt in Bötzingen, wo er von 2016 an zwei Jahre Pastor der Evangelischen Gemeinde war. Für seine Veröffentlichungen ist er bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem 2014 mit dem Lyrikpreis der Deutschen Autoren aus Russland und dem Jurypreis Hochstadter Stier.

Maria Debora Wolf ist 1972 in Sinsheim geboren. Auf die Ausbildung zur Schauspielerin an der  Schauspielschule Kiel folgten Engagements in Hamburg, unter anderem am  Ernst-Deutsch-Theater, sowie in Kiel und Regensburg. Mit dem  Schreiben hat sie im vergangenen Jahr begonnen, sie lebt in Hamburg.

Der Jury gehörten an:

  • Katharina Hacker, Schriftstellerin 
  • Hans Sarkowicz, Hessischer Rundfunk
  • Susanne Lewalter, Leiterin des Literaturhauses Villa Clementine, Wiesbaden
  • Alexander Gemeinhardt, Direktor des Stiftungszentrums der Schader-Stiftung in Darmstadt
  • Dr. Jakob Johannes Koch, Kulturreferent im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn
  • Dr. Lisa Straßberger, Studienleiterin Haus am Dom, Referat Literatur der Kath. Akademie Rabanus Maurus

Im Interview mit dem  Domradio spricht Lisa Straßberger über die Hintergründe des Preises und die ausgezeichneten Texte.