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So tickt die katholische Kirche in der Diaspora

Frankfurter Studentin absolviert mit dem Bonifatiuswerk ein Praktikum in Schweden
So tickt die katholische Kirche in der Diaspora
So tickt die katholische Kirche in der Diaspora
Die neue Bonifatius-Praktikantin aus dem Bistum Limburg: Catalina Fipper (Mitte) mit Msgr. Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes und Projektreferentin Julia Jesse (v.l.) © Theresa Meier/Bonifatiuswerk

Wissen, wie die katholische Kirche in Nordeuropa und dem Baltikum tickt und lebt: Um das herauszufinden, lohnt ein Aufenthalt in der Ferne. 21 junge Menschen aus elf deutschen Bistümern reisen mit dem Bonifatiuswerk (Paderborn)  in den kommenden Wochen nach Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Lettland, Estland oder Island. Dort lernen sie für einige Monate die katholische Diaspora-Kirche kennen und werden in einer kirchlichen Institution mitarbeiten. Eine von ihnen ist die Frankfurter Theologie-Studentin Catalina Fipper.

Damit die Praktikanten für ihren Auslandsaufenthalt bestmöglich vorbereitet werden, sind sie jetzt zu einem mehrtägigen Seminar in Paderborn zusammengekommen. Neben Fragen der interkulturellen Kommunikation und der jeweiligen Situation der Katholiken vor Ort tauschten sich die jungen Menschen mit Projektreferentin Julia Jesse, der Projektkoordinatorin am Newman-Institut  im schwedischen Uppsala, Ricarda Clasen, und ehemaligen Praktikanten über persönliche Erwartungen und Anforderungen aus. „In diesen Tagen lernen wir unsere zukünftigen Praktikanten in unterschiedlichen Situationen sehr gut kennen und schätzen. Es ist schön zu erleben, welch hohe Motivation, Begeisterung und Vorfreude mitgebracht werden“, stellte Julia Jesse heraus.

Catalina Fipper aus Frankfurt startet im September für zehn Monate ihr Praktikum in der katholischen Gemeinde St. Eugenia in Stockholm. Dort erwarten sie unterschiedliche Aufgaben, sei es in der Studentengruppe der Gemeinde, der Caritas oder der katholischen Buchhandlung, die in St. Eugenia angesiedelt ist. „Das Praktikum reizt mich sehr, um einen Eindruck zu bekommen, wie die katholische Kirche mit der extremen Diasporasituation in Schweden umgeht und wie die pastoralen Konzepte aussehen. Über die Möglichkeit, in unterschiedlichen Bereichen die pastorale Arbeit in einer Stadt wie Stockholm über zehn Monate mitzugestalten, freue ich mich sehr, auch mit Blick auf meinen späteren Beruf als Pastoralreferentin im Erzbistum Freiburg“, erklärt die Theologie-Studentin ihre Motivation.

„Wir freuen uns, dass Sie mit Ihrem Einsatz die Arbeit des Bonifatiuswerkes unterstützen. Unser Praktikantenprogramm bietet Ihnen die Chance, über den Tellerrand hinauszublicken und Kirche einmal anders zu erleben. Während Ihrer Zeit in Nordeuropa und dem Baltikum lernen Sie Menschen kennen, die auf beeindruckende und engagierte Weise ihren Glauben in der Diaspora leben. Sie werden sehen, welch junges, internationales und gastfreundliches Gesicht eine materiell arme Kirche hat. Zugleich werden Sie auch für sich und Ihren Lebensweg wertvolle Erfahrungen und Begegnungen sammeln“, gab der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, den Praktikanten mit auf den Weg und bedankte sich für ihren Einsatz.

 

 

Das Bonifatius Praktikanten-Programm

Das „Bonifatius Praktikanten-Programm“, auch bekannt als „Praktikum im Norden“, ermöglicht jährlich bis zu 25 jungen Menschen einen Aufenthalt in Nordeuropa und dem Baltikum, um ihnen unmittelbare Einblicke in das kirchliche Leben in der Diaspora zu bieten. Es ist ein Kooperationsprogramm zwischen dem Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V., dem Newman Institut im schwedischen Uppsala und den zusammenwirkenden Bistümern und Institutionen. Finanzielle Unterstützung erhält es vom Erzbistum Paderborn.