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Stricken für Lesbos

Initiative verkauft Selbstgestricktes und spendet Erlös
Stricken für Lesbos
Stricken für Lesbos
Sie wollen auch in diesem Jahr den Geflüchteten auf Lesbos helfen (v. l.): Kerstin Pleitgen (Evangelische Kirchengemeinde Selters), Sandra Pietschmann (Seniorenzentrum St. Franziskus), Kerstin Hutya (Katholische Pfarrei St. Anna), Pfarrerin Swenja Müller (Evangelische Kirchengemeinde Selters) und Nadine Bongard (Evangelisches Dekanat Westerwald). © Peter Bongard

Seit dem verheerenden Brand des Flüchtlingslagers Moria, das im September 2020 knapp 12.000 Menschen über Nacht obdachlos gemacht hat, leben viele von ihnen in provisorischen Zelten. Der Bau fester Containerwohnungen verzögert sich immer wieder. Unter dem Motto „Stricken für Lesbos“ verkauft eine Gruppe aus Kirchenvertreterinnen und Mitarbeiterinnen des Selterser Seniorenzentrums St. Franziskus Selbstgestricktes für die Menschen auf der Flucht.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Initiative für die Menschen auf Lesbos gesammelt. Dutzende Kartons mit Hygieneartikeln und warmer Kleidung kamen so vom Westerwald nach Lesbos. An dem Projekt beteiligen sich Frauen der katholischen Pfarrei St. Anna Herschbach, des Seniorenzentrums St. Franziskus Selters, des Evangelischen Dekanats Westerwald und der Evangelischen Kirchengemeinde Selters.

Hochwertige Handarbeit

Geldspenden für Lesbos sind ebenfalls möglich:

Spendenkonto Global Aid Network (GAiN)

Volksbank Mittelhessen

IBAN: DE88 5139 0000 0051 5551 55

BIC: VBMHDE5F

„Menschen, die gerne stricken, haben liebevolle Kleidungsstücke angefertigt – zum Beispiel Socken, Schals oder Pullover. Wir verkaufen diese Stücke und spenden den Erlös über ein deutsch-griechisches Hilfswerk direkt an die Geflüchteten auf Lesbos“, erklärt Kerstin Hutya, Gemeindeassistentin der Pfarrei St. Anna, die Idee hinter dem Projekt. Die Strickwaren sind in Handarbeit und mit hochwertiger Wolle entstanden und werden jeden Donnerstagnachmittag unter anderem am gemeinsamen Stand der Kirchen auf dem Selterser Wochenmarkt verkauft.

„Das Schöne an dem Projekt ist, dass sich auch diejenigen Menschen beteiligen können, die nicht mehr mobil sind, aber noch Freude am Stricken haben“, sagt Kerstin Hutya. „Wer also gerne strickt und den Menschen auf Lesbos helfen möchte, kann das gerne tun. Strickwaren können ebenso wie Hygienepakete noch bis zum 8. Oktober in einer der Sammelstellen abgegeben werden.“ Hygienepakete sind Kartons, in denen sich Dinge befinden, die die Flüchtlinge besonders dringend benötigen, zum Beispiel Zahnbürsten und -pasta, Seife, Windeln und Waschmittel.

Die Sammelstellen befinden sich am katholischen Pfarramt, Heinrich-te-Poel-Straße 7, in Herschbach sowie am Seniorenzentrum St. Franziskus, Godderter Landstraße 4, in Selters im Westerwald. Die Aktion endet am Sonntag, 24. Oktober, mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Selters um 10 Uhr. Während des Gottesdienstes berichtet Wolfhard Stefanski von der Hilfsorganisation Gain über die Situation auf Lesbos. Weitere Informationen gibt es bei Nadine Bongard telefonisch unter 02663 968228 oder per E-Mail an nadine.bongard@bistumekhnlimburg.de.

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