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Todesstrafe weltweit abschaffen

Die St. Bonifatiuskirche wird am 30. November zum Zeichen blau beleuchtet
Todesstrafe weltweit abschaffen
Todesstrafe weltweit abschaffen
Die katholische Stadtkirche wird in ungewohntem Licht zu sehen sein © Philippe Jaeck

Ein sichtbares Zeichen gegen die Todesstrafe: Am Abend des 30. November wird die Fassade der Wiesbadener St. Bonifatius-Kirche blau beleuchtet. Damit wird deutlich gemacht, dass sich Wiesbaden der Aktion „Cities for Life – Städte für das Leben“ angeschlossen hat, die sich für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe einsetzt.  Zwischen 17 und 20 Uhr werden Amnesty International Wiesbaden und die Initiative gegen die Todesstrafe e.V. vor der Kirche mit einer Mahnwache und einem Informationsstand auf das Anliegen aufmerksam machen. Auch der Abendgottesdienst um 18 Uhr wird mitgestaltet.

Seit 2002 gibt es die von der Gemeinschaft Sant’ Egidio ins Leben gerufene weltweite Aktion. Die beteiligten Städte beleuchten jährlich am 30. November ein markantes Gebäude ihrer Stadt auf besondere Weise. Über 2000 Städte auf fünf Kontinenten in mehr als 92 Ländern gehören inzwischen zu dieser Bewegung. In Deutschland sind über 200 Städte und Gemeinden vertreten, darunter Berlin, München, Hamburg, Köln. Seit 2016 gehört auch Wiesbaden dazu.  „Die Todesstrafe ist eine nicht zu akzeptierende Strafe. Sie muss weltweit geächtet werden. Deshalb nimmt auch die Landeshauptstadt Wiesbaden teil“, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende.

Im Rahmen der Aktion werden zudem für zehn Tage die Siegerbilder eines internationalen Jugendkunstwettbewerbes zum Thema ausgestellt. Den Publikumspreis des zum vierten Mal ausgetragenen Wettbewerbs erhielt in diesem Jahr die Arbeit von Lilli A. und Svenja K. von der Internatsschule Schloss Hansenberg, Geisenheim, die ebenfalls zu sehen sein wird.