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Zu Ehren des Wiesbadener Stadtpatrons

Katholische Kirche lädt im Rahmen des Stadtfestes zur Mauritiusvesper ein
Zu Ehren des Wiesbadener Stadtpatrons
Zu Ehren des Wiesbadener Stadtpatrons
Die Wiesbadener Mauritiusreliquie in St. Bonifatius © Thomas Weinert

Zu Ehren des Stadtpatrons von Wiesbaden, des Heiligen Mauritius, lädt die katholische Stadtkirche am Freitag, 27. September, um 19 Uhr zur Mauritiusvesper in die St. Bonifatiuskirche (Luisenstraße) ein. Es zelebriert der katholische Stadtdekan Klaus Nebel, die Predigt hält Erzdiakon Mina Ghattas von der koptischen Kirche. Gezeigt wird dabei auch eine Reliquie des Heiligen, die sich in einem mit Schmucksteinen verzierten barocken Reliquiar befindet und in der Schatzkammer der Pfarrei St. Bonifatius aufbewahrt wird. Das Wiesbadener Stadtfest wird rund um den Gedenktag des Heiligen, den 22. September, gefeiert.

Gutes Miteinander von Fremden und Einheimischen

Mit der Mauritiusvesper, die im vergangenen Jahr Premiere hatte, soll in Verbundenheit mit allen christlichen Konfessionen eine Tradition geschaffen werden, um für ein „gutes Miteinander von Einheimischen und Fremden in unserer Stadt zu beten“, so der Stadtdekan. „Unser Schutzpatron ist ein Mensch, der aus der Fremde kommt und uns trotzdem nicht fremd ist“, sagt er. In einer Welt, die immer mehr zusammenwachse, in der ganz verschiedenen Kulturen das Leben miteinander teilten und in der es zugleich Menschen gebe, die Fremde missachteten und ausgrenzten, sei Mauritius schon aus diesem Grund eine hochaktuelle Gestalt. Zugleich verweise die Erinnerung an ihn auf die andauernde Christenverfolgung in vielen Teilen der Welt.

Ein populärer Heiliger

Der heilige Mauritius, der aus Nordafrika stammte und der Überlieferung nach als römischer Soldat im 4. Jahrhundert für seinen Glauben als Märtyrer gestorben ist, verbindet nach den Worten von Pfarrer Nebel die Christen in der Stadt. Die Mauritiuskirche auf dem heutigen Mauritiusplatz war nach der Reformation bis zu ihrer Zerstörung im 19. Jahrhundert evangelische Stadtpfarrkirche. Auch bei den orthodoxen und orientalischen Christen ist Mauritius ein populärer Heiliger.

An der festlichen musikalischen Gestaltung des Vespergottesdienstes wirken unter Leitung von Bezirkskantor Roman Bär ein Projektchor aus den Pfarreien in Wiesbaden, ein Bläserensemble sowie Gabriel Dessauer an der Orgel mit. Im Anschluss an die Feier sind alle Gottesdienstteilnehmer zu einem Empfang im Roncalli-Haus eingeladen.

Frühstücken mit KARL

Die katholische Kirche beteiligt sich darüber hinaus am Stadtfest bei der Veranstaltung „Wiesbaden frühstückt“ am Sonntag, 29. September, um 11 Uhr auf dem Dern´schen Gelände. Für guten Kaffee sorgt das Kaffeemobil KARL aus der katholischen Pfarrei St. Birgid. Gute Musik steuert die im Bistum Limburg sehr populäre Band LeBandig bei. Der ökumenische Erntedank-Gottesdienst am Sonntag, 29. September, um 11.30 Uhr, Warmer Damm, wird gefeiert mit Anette Kassing, Stadtkirchenpfarrerin der evangelischen Kirche, und dem katholischen Stadtreferenten Thomas Weinert.