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Limburg, 29.08.2025

Ein Verlust für Idstein und das Bistum

Pfarrer i. R. Klaus Schmidt ist am 23. August 2025 gestorben. Er wurde 89 Jahre alt. Das Bistum Limburg trauert um einen verdienten Seelsorger.

Klaus Schmidt wurde am 25. November 1935 in Limburg geboren und wuchs mit fünf Geschwistern auf. Seine Kindheit verbrachte er in Boden im Westerwald; dort besuchte er auch die Volksschule. Nach dem Abitur am staatlichen Gymnasium in Montabaur im Jahr 1955 nahm er das Studium der Philosophie und der Theologie an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt auf. Ein Freisemester führte ihn dabei nach Lille. In dieser Zeit entdeckte er seine Liebe zu Frankreich.

Am 8. Dezember 1960 wurde er von Bischof Dr. Wilhelm Kempf im Limburger Dom zum Priester geweiht.

Nach einer kurzen Zeit als Seelsorgspraktikant in Wiesbaden-Dotzheim trat er dort im Jahr 1961 seine erste Kaplansstelle an. Anschließend wirkte er als Kaplan in Johannisberg (1963 bis 1964), Rüdesheim (1964 bis 1965), Frankfurt-Zeilsheim/St. Josef (1965 bis 1967), Schlossborn (1967 bis 1969) und Wiesbaden/Maria Hilf (1969).

Pfarreileitung in Nistertal

Zum 1. Oktober 1969 übertrug ihm der Bischof die Pfarrei Nistertal, die er bis zum 15. April 1975 leitete. Mit den Pfarrern Franz-Josef Henseler, Toni Sode und Karl Wagner bildete er im dortigen Pfarreienverband eine Priestergemeinschaft. Hier fühlte er sich wohl; die Pfarrei verließ er später nur schweren Herzens. Zusätzlich übernahm er von 1971 bis 1975 das Amt des Dekans im Dekanat Marienberg.

Zum 16. April 1975 wechselte Pfarrer Schmidt in die Pfarrei St. Martin in Idstein, die er über 30 Jahre lang bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand mit Umsicht und Weitsicht leitete. Neben seiner Aufgabe als Pfarrer von Idstein war er vom 1. Januar 1995 bis zum 31. August 2005 Leitender Priester nach c. 517 § 2 CIC der Pfarrei St. Thomas in Waldems-Esch und später auch deren Pfarrverwalter. Vom 1. Januar 2000 bis zum 31. August 2005 war er darüber hinaus Priesterlicher Leiter des Pastoralen Raumes „Idsteiner Land“ (Idstein und Waldems-Esch). Bereits im ersten Jahr seines Dienstes wurde er zum Dekan gewählt; weitere Amtszeiten als Dekan oder stellvertretender Dekan des Dekanats Idstein folgten.

Im Glauben verwurzelt

Pfarrer Schmidt war ein verständnisvoller und offener Mensch, der eine ganze Generation in seiner Pfarrei prägte. Tief im Glauben, der Eucharistie und dem Stundengebet verwurzelt, großzügig und menschenfreundlich in der Seelsorge und deutlich geprägt vom Geist des II. Vatikanischen Konzils verrichtete er seinen Dienst. Er unternahm Reisen und begeisterte sich für Musik, romanische Kunst, Architektur und Literatur. Auf seinen Reisen fertigte er nicht selten Zeichnungen von Landschaften und Gebäuden an. Mit Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein führte er die ihm zugeteilten Diakone und Kapläne und alle Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter in ihren Seelsorgedienst ein und war ihnen ein kluger und kritischer Gesprächspartner. Im Diözesansynodalrat und im Priesterrat, denen er mehrere Amtsperioden angehörte, war seine von pastoraler Klugheit und Erfahrung geprägte Meinung sehr geschätzt.

Eintritt in den Ruhestand

Zum 31. August 2005 trat Pfarrer Schmidt in den Ruhestand. Da er, wie er damals schrieb, „mit Leib und Seele Pastor“ war, übernahm er, solange es ihm seine Gesundheit erlaubte, auch in diesem neuen Lebensabschnitt zahlreiche seelsorgliche Dienste. Idstein war seine Heimat, hier war er bekannt und pflegte viele Freundschaften. Im Kirchenchor der Pfarrei war er eine feste Größe; mit Freude engagierte er sich auch im Flötenspiel zusammen mit anderen.

Das Requiem für den Verstorbenen wird gefeiert am Samstag, 30. August 2025, um 12:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Idstein, Wiesbadener Str. 21. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof in Idstein.

Priester und Diakone sind eingeladen, in Chorkleidung teilzunehmen.

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