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23 April
R. Grölz

„Schmerz und Macht der Erinnerung“

Datum
Uhrzeit 19:00h

„Schmerz und Macht der Erinnerung“

Die Katholische Erwachsenenbildung Main-Taunus (KEB Taunus) lädt gemeinsam mit dem Projekt „Zeitzeugen“ im Bistum Limburg zu einer zweiteiligen Veranstaltungsreihe ein, die sich mit der Aufarbeitung von Erinnerung, Trauma und historischer Verantwortung auseinandersetzt.

Die Reihe trägt den Titel „Schmerz und Macht der Erinnerung“ und bietet zwei besondere Veranstaltungen im April 2025, die den Holocaust und seine Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft thematisieren.

Den Auftakt bildet am Mittwoch, 23. April 2025, um 19 Uhr die Vorführung des Films „A Real Pain“ im Kino CasaBlanca Art House (Quellenpark 2, 65812 Bad Soden). Regisseur Jesse Eisenberg erzählt in diesem bewegenden Drama die Geschichte zweier ungleicher Cousins, die auf einer Reise durch Polen ihre Familiengeschichte und die Schrecken des Holocaust aufarbeiten. Der Film verbindet Tragik und Humor und beleuchtet eindrucksvoll, wie Erinnerung Identität und Gegenwart beeinflusst. Kieran Culkin wurde für seine Rolle als Benji mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

Der Abend beginnt mit einer kurzen Einführung und wird nach dem Film mit einem moderierten Gespräch vertieft. Kathleen Hildebrand, Redakteurin im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, wird aus München zugeschaltet, um ihre Perspektiven und Einsichten zu teilen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Karten können telefonisch unter 06196 9216700 oder per E-Mail an info@casablanca-badsoden.de reserviert werden.

Am Montag, 28. April 2025, um 19 Uhr folgt der zweite Teil der Reihe: Ein Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Henriette Kretz. In einem persönlichen Austausch wird sie ihre erschütternden Erlebnisse und Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus teilen. Henriette Kretz entkam als Kind der Vernichtungsmaschinerie des NS-Regimes. 1934 in Polen geboren, wurde sie Zeugin des grausamen Mordes an ihren Eltern und konnte nur durch die Zuflucht in einem Kloster überleben. Heute setzt sie sich unermüdlich dafür ein, die Erinnerung an die Verbrechen des Holocaust wachzuhalten und dafür zu sensibilisieren, dass sich eine solche Tragödie niemals wiederholt. Die Veranstaltung wird von Dr. Marc Fachinger (Projekt „Zeitzeugen“ im Bistum Limburg) moderiert, und Dr. Frank Blasch, Bürgermeister von Bad Soden, wird das Gespräch mit Henriette Kretz führen.

 

Diese Begegnung bietet eine seltene Gelegenheit, aus erster Hand die bewegenden Schilderungen einer Überlebenden der Shoah zu hören. Da die Zahl der Zeitzeugen stetig abnimmt, wird es immer wichtiger, ihre Erfahrungen weiterzutragen. Persönliche Erzählungen machen Geschichte begreifbar, stärken das Verständnis für die Schrecken des Holocaust und helfen, die Mechanismen von Diskriminierung, Hass und Gewalt zu erkennen. Sie mahnen uns eindringlich, wachsam zu bleiben und uns aktiv gegen Antisemitismus, Rassismus und jegliche Form von Menschenfeindlichkeit zu engagieren – für eine Zukunft in Verantwortung.

 

Im Anschluss an das Gespräch gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Teilnahme ist ebenfalls kostenfrei. Kartenbestellungen telefonisch 06196-9216700, oder per Mail an: info@casablanca-badsoden.de

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