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Von flinken Pinguinen und nützlichen Zebrastreifen

140 Teilnehmer bei tierisch-biblischem Angebot der Fachstelle Familienpastoral
Von flinken Pinguinen und nützlichen Zebrastreifen
Von flinken Pinguinen und nützlichen Zebrastreifen
Erdmännchen kommen in der Bibel gar nicht vor, aber beim Rundgang zu biblischen Tieren wird hier eine "süße" Ausnahme gemacht - zur Freude der vielen Kinder, die bei dem Familientag dabei sind. © Lanz/ Bistum Limburg

„Fressen Erdmännchen auch Salami?“ Keine abwegige Frage, wurden die kleinen Tiere doch gerade als Fleischfresser vorgestellt, die sogar Skorpione vertilgen. „Nein, da bekommen sie Bauchweh“, antwortet Jenny Gübert vom Opel-Zoo in Königstein schnell. „Schinken?“, fragt das Kind weiter. „Auch nicht. Außerdem sind unsere Erdmännchen leicht übergewichtig, deshalb lieber nicht füttern“, erklärt die pädagogische Mitarbeiterin lachend bei dem Rundgang mit den Familien, die zum Familientag der Fachstelle Familienpastoral des Bistums Limburg gekommen sind. Insgesamt waren knapp 140 Teilnehmer, rund 40 Familien, am Pfingstmontag, 10. Juni, in Königstein dabei. Die Familien aus allen Teilen des Bistums konnten viel erleben und erfahren, zum Beispiel, dass Trampeltiere ruckzuck 130 Liter trinken können, Giraffen blaue Zungen haben und Stechmücken nicht auf Zebras landen können. 

Bei den Familien-Führungen durch den Zoo haben Edwin Borg und Heiko Dörr von der Fachstelle Familienpastoral zudem über biblische Tiere und erstaunliche Stärken der einzelnen Tiere gesprochen. Die Kinder durften dabei Fragen stellen und raten, was ein Zoo mit der Arche Noah gemeinsam haben könnte oder wie viele Schafe es in der Bibel gibt. Von dem „allerbiblischsten“ Tier, dem Schaf, so Heiko Dörr, ist 409 mal in der Bibel die Rede, deshalb durfte der Streichelzoo mit den Schafen bei dem Rundgang nicht fehlen. Auch bei den Elefanten, Kamelen und Eseln gab es einen Stopp. Allesamt Tiere der Bibel. Die Erdmännchen allerdings nicht. „Trotzdem gehen wir zu den Erdmännchen, weil sie so süß sind und weil sie tolle Teamplayer und Wächter sind“, erklärt Dörr den Kindern. Gut, denn die Erdmännchen sind auch die Lieblingstiere vieler Kinder. 

Artenschutz und die Arche Noah

Auch die Kinder der Familie Lakemeier aus Waldbrunn hatten schnell ihre Favoriten auserkoren: Das Trampeltier, weil es so geschickt Blätter vom Baum holen kann, das Stachelschwein, die Ponys beim Ponyreiten im Opel-Zoo oder die Elefantenkuh, die trotz fehlendem Stoßzahn Leitkuh geworden ist. Dass der Elefant keine natürlichen Feinde außer dem Menschen hat, wussten bereits die jüngeren Kinder. Auch, dass Natur- und Artenschutz wichtige Themen sind. So wie Arche Noah die Tiere gerettet habe, erklärt Dörr, seien heute Zoos im Artenschutz aktiv, sie züchten bedrohte Tierarten und wildern die Nachzucht teilweise wieder aus - wie den mesopotamischen Damhirsch. Zoos seien so nicht nur Orte der Erholung und Entspannung. 

Für die Familien hat das Team Bastel- und Spielstationen vorbereitet, eine Smartphone-Rallye und eine „inklusive“ Runde im Streichelzoo, bei der mit Brille, Hörschutz oder dicken Handschuhen verschiedene Handicaps simuliert wurden. Bei der digitalen Rallye durch den Zoo mussten die Teilnehmer sich durch ein Quiz klicken mit zum Teil kniffligen Fragen, beispielsweise wie schnell ein Pinguin watscheln kann. Immerhin 2,5 km/h. Und unter Wasser, in ihrem Element, sind sie natürlich erheblich schneller. Und die blauen Zungen der Giraffen? „Die sorgen dafür, dass kleine Wunden an der gut durchbluteten Zunge schneller heilen, wenn sie bei den dornigen Akazien mal danebenbeißen“, erklärt Gübert den Familien. Akazien seien nämlich das Lieblingsessen der Giraffen. 

Tierisches Angebot wird nun für Pfarreien konzipiert

Die Premiere habe geklappt, jetzt kann das Angebot „in Serie gehen“, freut sich Edwin Borg, Leiter der Fachstelle. „Angedacht ist, solche Angebote nun für Pfarreien zu konzipieren, zum Beispiel für die Tierparks in Weilburg und Bad Marienberg oder auch für den Frankfurter Zoo“. Bei dem Opel-Zoo seien sie zuvor offene Türen eingerannt. An dem Infostand und bei den verschiedenen Stationen haben so auch weitere Besucher mitmachen können. „Und Kirche ist da, wo die Menschen sind“, ergänzt Borg. „Die Freude und das gemeinsame Erleben soll bei der Familienpastoral im Vordergrund stehen“. 

Das Angebot der Fachstelle in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle Inklusion wurde von der Aktion Mensch gesponsert.  Infos zu weiteren Angeboten der Fachstelle gibt es auf der Seite www.familienpastoral.bistumlimburg.de.

© Lanz/ Bistum LimburgTrampeltiere sind perfekt angepasst an sandige Umgebungen: Lange Wimpern und breite Füße zum Beispiel.
© Lanz/ Bistum LimburgTrampeltiere sind perfekt angepasst an sandige Umgebungen: Lange Wimpern und breite Füße zum Beispiel.
© Lanz/ Bistum Limburg"Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele". Auch biblische "Redensarten" waren Thema bei den Rundgängen.
© Lanz/ Bistum LimburgEin großes Team, das sich für Familien stark macht.
© Lanz/ Bistum LimburgGenau, das Schaf! Das ist das "allerbiblischste" Tier. Heiko Dörr erzählt kurzweilig tierische Bibelgeschichten.
© Lanz/ Bistum LimburgIn Kleingruppen gab es rund um die Uhr Führungen für die Familien.
© Lanz/ Bistum LimburgJenny Gübert vom Opel-Zoo beeindruckte mit Zahlen: In 12 Minuten 130 Liter trinken. Das kann wohl nur ein Trampeltier.
© Lanz/ Bistum LimburgAuf dem Weg wird weiter über erstaunliche Fähigkeiten der Tiere geredet. Wie sportlich Trampeltiere sein können ...
© Lanz/ Bistum Limburgwenn sie an die Blätter kommen wollen.
© Lanz/ Bistum LimburgWeiter zu den beiden Elefantenkühen...
© Lanz/ Bistum Limburgnamens Aruba und Simba
© Lanz/ Bistum LimburgFamilie Lakemeier aus Waldbrunn findet das Angebot klasse. Hier vor dem Gehege der Marabus.
© Lanz/ Bistum LimburgHighlight nach den Elefanten: Die kleinen Erdmännchen.
© Lanz/ Bistum LimburgSie kommen zwar nicht in der Bibel vor, aber hier macht das Team eine "süße" Ausnahme.
© Lanz/ Bistum LimburgUnd die Tour bleibt in Afrika, von den Erdmännchen zu den Giraffen, Zebras und Gnus.
© Lanz/ Bistum LimburgViel zu sehen für die kleinen und großen Teilnehmer. Nämlich kleine und große Giraffen.
© Lanz/ Bistum LimburgDer Giraffennachwuchs ist einen Monat alt, aber schon zwei Meter hoch.
© Lanz/ Bistum LimburgDie größte Giraffe im Opel-Zoo misst 5,80 Meter.
© Lanz/ Bistum LimburgZebras sind mit ihren Streifen vor Stechmücken geschützt. Sie können nicht auf den Streifen landen. Deshalb gebe es jetzt auch Pferdedecken im Zebra-Look, erklärt Gübert.
© Lanz/ Bistum LimburgAkazien gehören zu den Lieblingsgerichten einer Giraffe. Aber auch andere Bäume schmecken.
© Lanz/ Bistum LimburgDie Lieblingstiere der Familie Lakemeier: Vom Stachelschwein über Pony,Elefant und Trampeltier ist alles dabei.
© Lanz/ Bistum Limburgund Ziegen, wenn sie nicht allzu aufdringlich sind, oder?
© Lanz/ Bistum LimburgDie Jüngste der Familie ist noch etwas zögerlich.
© Lanz/ Bistum LimburgNeben Ziegen und Schafen gibt es dort auch Esel und Hasen.
© Lanz/ Bistum LimburgUnd im Aquarium kann man Nemo suchen ...
© Lanz/ Bistum Limburgund finden.
© Lanz/ Bistum LimburgOpel-Zoo meets Kirche. Das kommt an, wie die Teilnehmerzahl beweist.
© Lanz/ Bistum LimburgBastelangebote wurden genutzt.
© Lanz/ Bistum LimburgSpielstationen für Familien.
© Lanz/ Bistum LimburgWie schnell kann ein Pinguin watscheln?
© Lanz/ Bistum LimburgDas war eine Frage bei der Smartphone-Rallye.
© Lanz/ Bistum LimburgUnd die Lösung lautet:
© Lanz/ Bistum Limburg2,5 km/h
© Lanz/ Bistum LimburgAuf Wiedersehen im Opel-Zoo und auf ein Wiedersehen bei neuen Formaten der Fachstelle Familienpastoral, zum Beispiel am 22. September bei einem Familienfest in Waldernbach