FREIBURG/WÜRZBURG, 19.11.2019
Wandel mitgestalten, Menschen mitnehmen
Gestern wählten die Mitglieder von IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit - Deutschland e.V. in Würzburg ihren neuen Bundesvorstand. Beate Gilles, Leiterin des Dezernates Kinder, Jugend und Familie im Bistum Limburg und seit 2011 stellvertretende Vorsitzende, wurde zur neuen Vorsitzenden gewählt. Katrin Keller (Koblenz) ist neue stellvertretende Vorsitzende. Der Vorstand wird sich in den nächsten vier Jahren dafür einsetzen, dass angesichts des gesellschaftlichen Wandels alle Menschen mitgenommen werden. So dürfe etwa die digitale Transformation nicht dazu führen, dass ohnehin abgehängte Menschen weiter ausgegrenzt werden.
Die Lage von Frauen, die nach Deutschland flüchten, sei dem neuen wie dem alten IN VIA Vorstand ein Herzensanliegen, erklärt Gilles. „Trotz aller widrigen Fluchtumstände erleben viele geflüchtete Frauen in Deutschland erstmals Sicherheit und das Gefühl, über ihr Leben selbst bestimmen zu können. IN VIA fordert den Ausbau und die Finanzierung von Unterstützungsangeboten, durch die sie Vertrauen in ihre eigene Kraft und Stärke gewinnen können.“ So stärkt IN VIA Deutschland mit dem neuen Projekt „zusammen.wachsen“ geflüchtete Frauen, an unserer Gesellschaft teilzuhaben und sie mitzugestalten.
Im feierlichen Rahmen verabschiedet wurde die bisherige Vorsitzende Irme Stetter-Karp nach zwölfjähriger und damit satzungsmäßig maximaler Amtszeit. „Mit großer Gestaltungskraft und leidenschaftlichem Engagement für alle drängenden Fragen der Geschlechtergerechtigkeit hat sie die Arbeit von IN VIA entscheidend mitgeprägt“, würdigte Eva Welskop-Deffaa, Vorstand Sozial- und Fachpolitik des Deutschen Caritasverbandes, die Arbeit von Stetter-Karp. „IN VIA zeigt mit konkreten Angeboten und mit engagierter Interessensvertretung, wie Solidarität für Frauen und für junge Menschen Teilhabechancen eröffnet. Immer vor Augen hat IN VIA eine klare Vision von Geschlechtergerechtigkeit – und den Sinn für eine kluge Verbindung von Strategien und praxistauglichem Handeln", betonte Stetter-Karp in einer Abschlussrede. (pm/clm)