Kriftel
Frühlingserwachen im Gartenlabyrinth
Zum „Frühlingserwachen“ am Gartenlabyrinth an der Bonifatiuskapelle in Kriftel hatten die katholische Pfarrei St. Elisabeth Hofheim-Kriftel-Eppstein, die Katholische Familienbildung Taunus und das Referat Nachhaltigkeit und schöpfungsverträgliche Pastoral der Region Taunus eingeladen. An sieben Projekttagen werkelten über 300 Kinder in der Anlage, pflanzten Blumen, Salate und Getreide, gossen alles gründlich und liefen mindestens einmal den ganzen Weg durch das Labyrinth ab.
„Immer wenn ich denke, ich bin gleich da, geht es wieder an den Rand“, staunte ein Zweitklässler der Regenbogenschule Hattersheim, der mit seinen Freunden versuchte in die Mitte des Labyrinths zu gelangen. Der Jubel war groß, als die Jungen dann endlich im Zentrum ankamen. Andere Mitschülerinnen und Mitschüler buddelten währenddessen mit den Händen Löcher in die Erde und setzten Stiefmütterchen in den Boden. Wieder andere hielten Stockbrote über eine Feuerschale. „Immer schön drehen“, forderte Hans-Peter Labonte die Kinder auf, damit die Brote an den langen Stöcken nicht schwarz wurden.
Gesunde Ernährung und nachhaltiger Gartenbau
Thomas Schmidt von der Schöpfungspastoral hatte derweil die Buttonmaschine ausgepackt und stempelte die kleinen Kunstwerke der Kinder in runde Buttons. Täglich schauten drei bis vier Gruppen aus Kitas und Schulen der Umgebung vorbei und halfen eifrig, das Gartenlabyrinth aus dem Winterschlaf zu erwecken. Spielerisch erfuhren die Kinder viel über gesunde Ernährung, nachhaltigen Gartenbau und den verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung.
Die Aktion am Gartenlabyrinth geht nun ins zweite Jahr. Die Anlage sei gut durch den Winter gekommen, berichtete Hans-Peter Labonte. Die Himbeeren, die letztes Jahr gesetzt wurden, haben bereits ausgeschlagen und auch die 2000 Osterglocken, die an Allerheiligen im Gedenken an die Verstorbenen gepflanzt wurden, blühen bereits.
Viel Unterstützung
Unterstützt wird das Projekt von mehreren Gartencentern und Baumärkten, der Clément-Stiftung Hofheim, dem Foto- und Film-Club Kriftel sowie dem Bistum Limburg. Eine Bäckerei hatte sogar 60 Kilogramm Teig für die Stockbrote gespendet.