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Hofheim

Getragen von der Gemeinschaft

Herzlicher Empfang der Pilgerinnen und Pilger der Misereor-Hungertuchwallfahrt in Hofheim

Als die Pilgerinnen und Pilger der Misereor-Hungertuchwallfahrt aus verschiedenen Richtungen am Samstagmorgen auf dem Hofheimer Tiverton-Platz einzogen, gab es Applaus für das Durchhaltevermögen der Wandernden, die teils Tagesetappen von 20 bis 25 Kilometern zurückgelegt hatten. „Den Weg nimmt man, wie er kommt“, sagte Bärbel Weber von der Paderborner Gruppe, die sich unter anderem durch starke Schneefälle kämpfen musste. Vor allem die Begegnungen in den Gemeinden hob sie als besonderes Highlight hervor. „Das trägt einen weiter!“

Begleitet wurden die Wallfahrtsgruppen auf dem letzten Stück Wegstrecke von den Mitgliedern der AG Pfarrpfad der Pfarrei St. Elisabeth Hofheim, die die Wandernden in Diedenbergen und Eppstein begrüßten und auf einem Wanderweg, der im Zuge der Pfarreigründung entwickelt wurde, in die Stadtmitte Hofheims führten. Das Projekt Pfarrpfad habe seinerzeit viel zur Akzeptanz der neuen Pfarrei beigetragen. Neue Kontakte zwischen den Kirchorten seien dadurch entstanden, erzählte Bernhard Hohmann von der AG.

Das letzte Stück laufen alle gemeinsam

Auf dem Tiverton-Platz lud die AG Kamerun des Bistums Limburg zum Friedensgebet als Statio der Misereor Hungertuchwallfahrt ein. Die letzten Kilometer der Hungertuchwallfahrt legten die rund 120 Pilgernden dann gemeinsam zurück. Am Schwarzbach entlang zog die Wallfahrerschar im langen Zug nach St. Vitus Kriftel, wo der Freiburger Erzbischof Stephan Burger und Samuel Kleda, Erzbischof von Duoala, mit allen einen Wallfahrtsgottesdienst feierten.

In seiner Predigt dankte Burger den Aktiven der Hungertuchwallfahrt für ihr Engagement, ihre Solidarität und Anstrengung. „Misereor wirkt daran mit, diese zerbrochene Welt, die gebrochenen Menschen auf dieser Welt, die Geschundenen und Benachteiligten nicht ihrem Schicksal zu überlassen“, hob der Erzbischof hervor. 

Gut aufgehoben in der Gruppe

„Wir haben´s gepackt“, freute sich Waltraud aus der Diözese Speyer. Ihre Gruppe sei sicheren Weges in Hofheim angekommen. Zu ersten Mal mitgelaufen war Luzia aus der Diözese Paderborn. Trotz aller Strapazen habe niemand geklagt, erzählte sie. „Ich fühlte mich aufgehoben in der Gruppe.“ So erging es auch Yvonne: „Es ist beeindruckend, wie viel Verbundenheit in einer Woche entsteht.“ Die Wallfahrt sei ein Weg zu Gott und zum eigenen Selbst. „Wir kommen verändert zurück und tragen das weiter.“

Ausruhen und sich stärken konnten sich alle im Anschluss im Gemeindezentrum nebenan. Dort hatten die Pfarrei St. Elisabeth und die Katholische Region Taunus ein deftiges Mittagessen für die Pilgerschar vorbereitet.

Anne Goerlich-Baumann

Redakteurin | Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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