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Bonn, 17.02.2026

Gemeinsame Zeit des Gebets und der Hoffnung

Mit herzlichen Segenswünschen zum Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan wendet sich Bischof Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutsche Bischofskonferenz und Bischof von Limburg, an die muslimischen Gläubigen in Deutschland. In seiner Grußbotschaft betont er die besondere Nähe von Ramadan und christlicher Fastenzeit in diesem Jahr als Einladung, das Verbindende zwischen Christentum und Islam neu wahrzunehmen und zu vertiefen.

Fastenzeiten seien für beide Religionen mehr als bloßer Verzicht, so Bätzing. Sie seien Wege des Gebets, der Sammlung und der inneren Erneuerung, die helfen, die Beziehung zu Gott zu vertiefen und zugleich sensibler für die Mitmenschen zu werden. Gerade in einer von Krisen und Gewalt geprägten Welt könne das Gebet zu einer Quelle der Hoffnung werden.

Eindrücklich schildert der Bischof auch seine jüngste Reise nach Israel und Palästina. Dort habe er erlebt, wie tief die Wunden der Gewalt seien – und zugleich, wie stark die Sehnsucht der Menschen nach einem gerechten Frieden bleibe. Inmitten von Leid und Zerstörung habe er die stille Kraft des Gebets als Zeichen von Hoffnung erfahren.

Mit Blick auf das 40-jährige Jubiläum der interreligiösen Friedensgebete von Assisi ruft Bätzing dazu auf, gemeinsam vor Gott zu treten, füreinander einzustehen und Wege der Versöhnung zu suchen. Religion dürfe keine Barriere sein, sondern müsse als Ressource für Frieden wirken. Christen und Muslime seien berufen, einander als Brüder und Schwestern zu begegnen und sich entschieden gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit zu stellen.

Abschließend wünscht der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz allen Musliminnen und Muslimen eine gesegnete Fastenzeit voller innerer Stärke, Zuversicht und Frieden – und dass das Licht des Gebets in Familien und Gemeinschaften spürbar werde.

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