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Limburg, 19.02.2026

Kamerun zu Gast in Deutschland

Im Bistum Limburg steht die Fastenzeit in diesem Jahr ganz im Zeichen von Misereor. Die Fastenaktion wird in Hofheim am Taunus am Sonntag, 22. Februar 2026, eröffnet. Der Gottesdienst wird live in der ARD übertragen. Zudem gibt es weitere Veranstaltungen und Angebote rund um die Aktion.

Bereits vor Beginn der Fastenzeit war eine Delegation aus dem Bistum Limburg gemeinsam mit Delegierten von Misereor in Kamerun, um dort Projekte zu besuchen und Menschen zu treffen, die im Zentrum der Fastenaktion 2026 stehen. Unter dem Motto „Hier fängt Zukunft an“ wird berufliche Bildung in den Fokus gerückt. Der Misereor-Projektpartner CODAS-Caritas Douala fördert die Berufsausbildung, stärkt Perspektiven und trägt dazu bei, Zukunft zu sichern.

Eine Zukunft im eigenen Land ermöglichen

„Wir haben unglaublich viele lernwillige, neugierige, ihr Leben in die Hand nehmen wollende junge Menschen getroffen und festgestellt, wie wichtig es ist, dass es Institutionen gibt, die diese Menschen unterstützen“, erzählt Hildegard Wustmans, Bischöfliche Bevollmächtigte des Bistums Limburg. Hilfe, die in Deutschland typischerweise dem Staat zugeordnet wird, wie eine Förderung von Ausbildung oder Schulbildung, werde in Kamerun nicht vom Staat wahrgenommen. Auch für eine Ausbildung müsse gezahlt werden. Daher sprängen häufig andere Institutionen ein, oft die Kirche, um den Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. „Mir sind auch besonders die Menschen in Erinnerung geblieben, die wir kennengelernt haben, die alle sehr engagiert sind, die sich einsetzen für ihre Zukunft oder für die Zukunft von anderen Menschen“, ergänzt Stephanie Kloidt, Referentin Weltkirche des Bistums Limburg. „Mehrere Leute, die gesagt haben: ‚Wir möchten dieses Land hier aufbauen. Wir möchten an der Zukunft Kameruns arbeiten. Wir wollen hierbleiben. Aber wir können das nicht alleine, weil wir nicht genug Unterstützung bekommen.‘“ Zur Delegation aus dem Bistum Limburg gehörten – neben Wustmans und Kloidt – Dewi Suharjanto, Bischöfliche Beauftragte für den Synodalen Bereich, und Hendrik Schmidt, ehrenamtlicher Diözesanvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend.

Delegation zu Gast im Bistum Limburg

Passend zur Eröffnung der Fastenaktion von Misereor ist nun eine Delegation aus Kamerun zu Gast im Bistum Limburg. Zu ihnen zählen Léon Yanda von CODAS-Caritas Douala, Pauline Maiday, eine selbstständige Taschendesignerin in Douala, die durch CODAS-Caritas gefördert wurde, Father Reuben Mbunwe, Partnerschaftskoordinator aus der Partnerdiözese Kumbo in Kamerun, und Father Joseph Clifford, ebenfalls aus dem Partnerbistum Kumbo. Die Delegation lernt das Bistum kennen, besucht verschiedene Ausbildungsstätten und Einrichtungen im Bistumsgebiet und feiert unter anderem den großen Eröffnungsgottesdienst mit.

Alles im Zeichen von Misereor

Rund um die Fastenaktion gibt es im Bistum Limburg verschiedene Veranstaltungen. Beispielsweise am Donnerstag, 19. Februar, um 17 Uhr im Weingut Schreiber in Hochheim. Misereor lädt gemeinsam mit dem Weingut zu „Brot&Wein“ ein, eine Info-Veranstaltung mit Verköstigung. Infos und Anmeldung unter info@weingut-schreiber.de.

Eine Vernissage am Freitag, 20. Februar, im Foyer der Stadthalle Hofheim führt um 17 Uhr in die Ausstellung „50 Jahre Hungertücher“ ein. Am selben Tag ist um 19.30 Uhr im Filmpalast Hofheim, Chinonplatz 6, der Film „Der (neue) gute Deutsche“ zusehen.                                                                                      

Die Ankunft der Pilgerinnen und Pilger der Hungertuchwallfahrt wird am Samstag, 21. Februar, um 11 Uhr auf dem Tiverton Platz in Hofheim erwartet. Im Anschluss wird um 12 Uhr ein Hungertuchwallfahrtsgottesdienst in St. Vitus in Kriftel gefeiert.

Die Pfarrei St. Martinus Hattersheim lädt im Rahmen der Misereor-Fastenaktion am Sonntag, 1. März, ab 9 Uhr zum Familienfrühstück und dann ab 11 Uhr zum Gottesdienst ein. Die Pfarrei St. Ursula Oberursel bietet gleich zwei besondere Veranstaltungen für Familien an: Jeweils um 11 Uhr lädt sie am Sonntag, 22. Februar , in der Liebfrauenkirche und am Sonntag, 22. März, in St. Petrus Canisius zur Mitmachkirche und anschließend zum gemeinsamen Mittagessen zugunsten der Misereor-Partnerorganisation Vozama ein.

„Wohnzimmerkirche bei Brot und Wein“ ist eine Veranstaltung der Pfarrei St. Teresa Flörsheim und Hochheim am Montag, 9. März, um 19 Uhr in St. Bonifatius in Hochheim überschrieben. Beim Orgelkonzert „Die Eine Welt“ am Sonntag, 15. März, um 17 Uhr in St. Marien Bad Homburg werden Werke von Bach, Reger und Buxtehude zu Gehör gebracht.

Gelegenheit, sich auf den Misereor-Sonntag einzustimmen, bietet sich am Mittwoch, 19. März, um 19 Uhr in Christ-König Eschborn. Die Kitas der Pfarrei St. Franziskus Kelkheim veranstalten zudem eine Misereor-Kinderfastenaktion.

Misereor zum Hören

Im Hessischen Rundfunk gibt es drei Sendungen zur Aktion. Eva Reuter hat ihren Zuspruch bei hr2 am 18. Februar zum Thema gestaltet, die Sonntagsgedanken bei hr1 am Sonntag, 22. Februar, mit Stefan Herok greifen das Thema auf, sowie die Morgenfeier bei hr2 mit Beate Hirt am Sonntag, 22. Februar. Die Sendungen können hier nachgehört werden: https://www.kirche-im-hr.de/sendungen/.

Felicia Schuld

Ressortleitung Multimedia, Redakteurin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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