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Neuhäusel, 02.03.2026

Notfallseelsorge: Neun neue Helferinnen und Helfer eingeführt

Die Notfallseelsorge Rhein-Lahn und die Notfallseelsorge Westerwald (NFS) bekommen Verstärkung: Neun Frauen und Männer sind im alljährlichen ökumenischen Gottesdienst für Einsatzkräfte in ihren Dienst eingeführt worden. Damit leisten 59 Menschen in beiden Systemen „erste Hilfe für die Seele“. Viele von ihnen erlebten nun in der evangelischen Erlöserkirche Neuhäusel einen Gottesdienst, der Mut machen und Kraft für stürmische Zeiten geben soll.

„Wir sind unterschiedlich – und doch eint uns die Verantwortung für Menschen. Wie gut das ist, dass wir zusammen unterwegs sind und Segen für andere sein können“, sagte die Dekanin des Evangelischen Dekanats Nassauer Land, Kerstin Janott. Damit meinte sie die große „Blaulichtfamilie“, an die sich der Gottesdienst richtete: unter anderem die Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, der Feuerwehr, der Notfallseelsorge und der Rettungsdienste.

Situationen, auf die man nicht vorbereitet ist

„Wenn wir im Einsatz sind, wissen wir, was wir zu tun haben“, sagte Notfallseelsorger und Pastoralreferent Rainer Dämgen während seiner Predigt. Auch er kenne diese Stürme. „Obwohl wir eigentlich wissen, dass es schwierig werden kann: Es kommen immer wieder Situationen, bei denen wir nicht auf das vorbereitet sind, was uns erwartet“, sagte er und erzählte von Schicksalen und Erlebnissen, die selbst erfahrene Einsatzkräfte an Grenzen bringen. „Aber es gibt Hilfe. Von unseren Kameraden. Und von Gott, der dafür sorgt, dass der Sturm irgendwann aufhört und das Boot nicht untergeht“, sagte er mit Bezug auf die biblische Geschichte des Bootes auf dem tosenden See Genezareth. „Menschen schaffen es immer wieder, trotz der Katastrophe weiterzuleben. Auch, weil wir da waren.“

Eine Zusage, die auch für die neuen Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger gilt: für Matthias Thiel, Annette Röhrig, Birgitt Karbach, Petra Klein, Leandra Götsch, Berthold Weidenfeller, Nicole Korte, Ruth Maxeiner und Irmela Witt.

Ernennungsurkunden und Bibelverse

„Ihr werdet Kraft brauchen – Kraft von Gott. Für die Situationen, die kaum auszuhalten sind. Gott bewahre Euch mit Seinem Segen“, sprach Dekanin Kerstin Janott den neuen Einsatzkräften zu. Im Anschluss überreichten ihnen Beate Vogt, Rainer Dämgen, Kerstin Janott und Gerhard Stubig die Ernennungsurkunden und gaben jedem und jeder Einzelnen seinen und ihren persönlichen Bibelvers mit auf den Weg.

Der Gottesdienst schloss auch diesmal mit einem Entlastungsritual, durch das Barbara Meffert und Heike Koch führten. Für jedes Anliegen, für das Schwere, die Hilflosigkeit, Verzweiflung und die Ohnmacht entzündeten sie eine Kerze und legten diese Gefühle in Gottes Hände. Ein gutes Ritual eines wichtigen Gottesdienstes, für den NFS-Leiterin Beate Vogt dankbar ist: „Ich finde es wunderbar, dass die Zusammenarbeit so toll funktioniert“, sagte sie am Ende zur großen „Blaulichtfamilie“ und dankte allen für ihren Einsatz: im Gottesdienst – und für den wichtigen Dienst am Nächsten.

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