Frankfurt, 13.01.2026
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Information und Stellungnahme, Kunst und mehr: Fünf Ausstellung gibt es im ersten Halbjahr 2026 im Haus am Dom. Noch bis Mitte Februar läuft die Ausstellung AKUT des Fotografie-Berufsverbandes FREELENS, anschließend beginnt das vielseitige neue Ausstellungshalbjahr.
Den Anfang macht im Februar die Schau "Ja, DAS ist Antisemitismus - Jüdische Erfahrungen in Hessen", einer Ausstellung der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen. Sie ist gedacht als Ausgangspunkt, um sich mit der Betroffenenperspektive zu befassen, und um Solidarität und Empathie zu entwickeln. Sie läuft vom 18. Februar bis 10. April, die Vernissage ist am Donnerstag, 19. Februar, 19 Uhr. Weitere Infos
Am Freitag, 20. Februar (Vernissage: 19-20.30 Uhr, läuft bis 12. April), eröffnet die Fotoausstellung "gesichtslos - Frauen in der Prostitution", die bis 12. April läuft und ein umfangreiches Begleitprogramm bietet. Für die Ausstellung hat Fotograf Hyp Yerlikaya Frauen in der Prostitution zusammen mit der Beratungsstelle Amalie über zwei Jahre mit der Kamera begleitet. Insgesamt 40 Bilder und begleitende Texte erzählen die Geschichte dieser Frauen – ihre Ängste und Sorgen, aber auch ihre Träume und Hoffnungen. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit SISTERS e.V. Eine Übersicht über das Rahmenprogramm, das unter anderem eine Führung im Bahnhofsviertel sowie eine Filmvorführung beinhaltet, gibt es hier.
Ab Freitag, 17. April (Vernissage: 18 Uhr, läuft bis 7. Juni), zeigt Fotografin Klaudia Dietewich im Haus am Dom "Flüchtige Landschaften". Dietewich ist Spurensucherin, ihr Interesse gilt der subtilen Ästhetik von Relikten, die den Zustand unserer Welt spiegeln. Entstanden an einem bretonischen Sandstrand, wo Granitpartikel im Spiel der Wellen immer wieder neue Bilder entstehen lassen, verkörpern ihre "Flüchtigen Landschaften" die Sehnsucht des Menschen, das Fließen der Zeit anzuhalten. Ganz anders ihre malerischen Aufnahmen aus der Antarktis, die der unfassbaren Schönheit dieses einzigartigen Teils unserer Welt nachspüren. Mehr lesen.
Eine Ausstellung mit besonderer Botschaft gibt es ab Freitag, 12. Juni (Vernissage: 19 Uhr, läuft bis 8. August). In "Mit Farben sprechen lernen" sind Zeichnungen ukrainischer Kinder zu sehen. Das Frankfurter Malprojekt mit besteht seit 2022. Malen hilft Grundschulkindern, Unaussprechbares in ihren Bildern auszudrücken. So finden sie einen Raum, der ihnen Halt gibt, sie stärkt und tröstet. Die Zeichnungen geben einen Einblick, wie Kinder seit vier Jahren Krieg innerlich in Frankfurt ankommen. Bilder der Kunststudentin Renata Dzhakh-Dzhakh (Kharkiv/Offenbach) vervollständigen die Ausstellung. Infos zu Führungen und mehr hier.
Der bekannte Frankfurter Fotograf Rafael Herlich komplettiert das Ausstellungsprogramm im ersten Halbjahr mit seiner Ausstellung "Angekommen" vom 17. Juni bis 13. August (Vernissage: Dienstag, 16. Juni, 18 Uhr). Er zeigt, wie Geflüchtete aus der Ukraine, nach dem Ausbruch des Angriffskrieges Russlands, in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt aufgenommen wurden und wie sich Zuwanderer (in den 1990er Jahren) aus der Ukraine längst etabliert haben. Hier gibt es weitere Infos zur Ausstellung.